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Der Leonberger – ein sanfter Löwe

06.05.2024 - Lesedauer: 9 Minuten

Eine Aufnahme eines Leonberger Hundes an einer Küste

Ruhig und gelassen, eindrucksvoll allein durch seine Größe – so präsentiert sich der Leonberger. Der zu den Giganten seiner Spezies zählende Hund ist ein echter Familienfan, überaus kinderlieb und beschützend. Er braucht keine ständige Action, aber stets Aufmerksamkeit. Am wohlsten fühlt er sich in seinem Ersatzrudel, immer auf Tuchfühlung mit seinen Liebsten.

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Der Stadthund aus dem schwäbischen Leonberg

Der Ursprung des Leonberger, wie könnte es anders sein, liegt in der schwäbischen Kleinstadt Leonberg. Dort wollte der Stadtrat Heinrich Essig in den 1840er-Jahren eine Hunderasse erschaffen, die dem Wappentier der Stadt ähnelte: dem Löwen. Aus diesem Grund kreuzte er eine Neufundländerhündin mit einem Bernhardinerrüden aus dem berühmten Kloster Hospiz Sankt Bernhard. Später wurden diese sehr großen Hunde noch mit einem Pyrenäen-Berghund gekreuzt.

Im Jahr 1846 wurden die ersten „richtigen“ Leonberger geboren: Entstanden waren riesige Hunde mit einem gutmütigen Charakter, die sich durch Wachsamkeit und Zuverlässigkeit auszeichneten.
Eine andere große Hunderasse, die ebenfalls auf den Neufundländer zurückgeht, ist beispielsweise der Landseer.

Leonberger: Charakter und Wesen

Im Wesen hat der Leonberger so gar nichts von einem Löwen: Er ist zwar furchtlos, besitzt aber einen freundlichen und ausgeglichenen Charakter. Der Leonberger ist ein kinderlieber Familienhund, der immer und überall dabei sein muss. Er braucht viele Streicheleinheiten und schmeißt sich oft mit seinem ganzen Gewicht an sein Rudel ran.

Die Souveränität und Gelassenheit des Leonbergers und sein sanftes Wesen haben eine beruhigende Wirkung auf die meisten Menschen. In seiner Begleitung fühlen sie sich zu Recht sicher aufgehoben.

Wie groß und schwer werden Leonberger?

Die Größe eines Leonberger variiert leicht – in jedem Fall aber wird er sehr groß! Ein Rüde erreicht eine Schulterhöhe zwischen 72 und 80 Zentimetern, Hündinnen sind in der Regel mit 65 bis 75 Zentimetern Schulterhöhe ein wenig kleiner. Dabei erreicht ein Leonberger-Rüde ein stattliches Gewicht von bis zu 75 Kilogramm, eine Hündin kommt immerhin auf bis zu 60 Kilogramm.

Wann ist ein Leonberger ausgewachsen?

Selbst als Welpe präsentiert sich der Leonberger bereits als beachtliches Hundekind, das so manchen ausgewachsenen Hund in Größe und Gewicht bereits überholt hat. Man kann davon ausgehen, dass ein Leonberger etwa mit einem bis eineinhalb Jahren ausgewachsen ist. Bei sehr großen Hunderassen, wie dem Leonberger, ist eine angemessene Fütterung besonders wichtig. Angemessen bedeutet in diesem Fall aber: Füttere deinen Leonberger Welpen auf keinen Fall zu energiereich. Denn wächst dein Hund zu rasant, kann dies schädliche Folgen für seine Gelenke haben. Es gibt aus diesem Grund spezielle Tiernahrung für Welpen großer Hunderassen. Auch wenn ein Leonberger ausgewachsen ist, gilt es die Nahrung seinem Energiebedarf anzupassen. Dieser kann sich im Laufe des Hundelebens verändern. Wenn du unsicher bist, welche Nahrung für deinen Leonberger am besten geeignet ist, sprich am besten mit einem Tierarzt darüber.

Kann man einen Leonberger in der Wohnung halten?

Selbst bei einem jungen Leonberger ist es schon offensichtlich: Ein Hund dieser Größe braucht Platz. Ob ein Leonberger auch in einer Wohnung gehalten werden kann, kommt jedoch auf deren Größe und Lage an. Eine großzügig geschnittene Erdgeschoss-Wohnung mit Garten oder großer Terrasse, könnte auch für einen Leonberger eine Option sein.

Eine kleine Stadtwohnung auf einer höheren Etage ist jedoch nicht das Richtige für ihn. Dabei spielt nicht nur der Platzbedarf eine entscheidende Rolle. Häufiges Treppensteigen kann bei einem Hund mit einem Gewicht von bis zu 75 Kilogramm zu Gelenkbeschwerden führen. Und einen solch kräftigen Hund zu tragen, ist vermutlich nur für die wenigsten Besitzer vorstellbar.

Wie viel Auslauf braucht ein Leonberger?

Einem Leonberger sollte genügend Bewegungsfreiheit in seiner häuslichen Umgebung zur Verfügung stehen. Eine ausgesprochene Sportkanone ist er nicht, sodass man Hunde dieser Rasse nur selten im Sprint erlebt. Dennoch braucht auch ein Leonberger ausreichend Auslauf. Dreimal am Tag solltest du mit ihm eine Runde drehen, darunter darf auch gerne ein langer, ausgiebiger Spaziergang sein.

Ist ein Leonberger ein Anfängerhund?

Grundsätzlich ist ein Leonberger auch für Anfänger geeignet, vorausgesetzt du beschäftigst dich im Vorfeld gründlich mit dem Thema Hundeerziehung und den Bedürfnissen dieser Rasse. Der Leonberger ist ein folgsamer Hund: Er lässt sich bei konsequenter Erziehung leicht führen. Seinem gelegentlichen Dickkopf begegnet man am besten mit Geduld und Konsequenz. Da dieser Hund enorm viel Kraft besitzt, muss er gut erzogen werden, da die Leine eigentlich nur einen symbolischen Wert hat: Selbst ein starker Erwachsener wird seine Mühe haben, einen Leonberger zu halten, wenn dieser das nicht will. Wenn du dir einen Leonberger-Welpen als deinen ersten Hund zulegst, ist es sinnvoll, mit ihm eine Hundeschule zu besuchen. Dort lernt der Neuankömmling unter anderem, wie er sich anderen Artgenossen gegenüber richtig verhält und du erhältst viele wissenswerte Tipps zur Erziehung vom Hundeprofi. So stehen die Chancen gut, dass dir die Erziehung deines Hundes von Anfang an gut gelingt.

Bevor du dir einen Leonberger anschaffst, solltest du prüfen, ob du einen Hund dieser Größe halten und pflegen kannst. Zwar braucht er nicht unbedingt jeden Tag besonders lange Strecken zurückzulegen – Spiel, Beschäftigung und Spaziergänge dürfen aber dennoch nicht zu kurz kommen. In einem Haus mit Garten wird sich ein Leonberger auf jeden Fall sehr wohl fühlen.

Hitze mag der Leonberger nicht: Im Hochsommer liegt er meist an einem kühlen Plätzchen und döst bis in die kühleren Nachmittagsstunden. Übrigens liebt er das Wasser wie seine Vorfahren, die Neufundländer, und springt zur Abkühlung gerne ins kühle Nass. Daher ist es optimal, wenn er hin und wieder die Möglichkeit zum Schwimmen hat.

Außerdem eignet sich diese Rasse als gemütlicher Familienhund, der zwar gerne spazieren geht, aber kein Extremsportler ist. Aufgrund der Größe und des Gewichts eines Leonbergers ist es jedoch ratsam, den Hund im Beisein von kleineren Kindern im Blick zu haben, damit kein versehentlicher Unfall passiert.

Sind Leonberger aggressiv?

Leonberger sind absolut nicht aggressiv. Sie ordnen sich problemlos unter und benehmen sich geduldig und sozial. Gelegentlich können sie sich allerdings stur zeigen. Der Leonberger ist gelassen und hat eine hohe Reizschwelle, kurz: Ihn bringt so schnell nichts aus der Ruhe. Dennoch ist er selbstbewusst und verteidigt sowohl seine Menschen als auch sein Revier.

Ist der Leonberger ein guter Wachhund?

Leonberger eignen sich hervorragend als Wachhunde, denn diese Aufgabe liegt ihnen im Blut. Sein wachsamer, furchtloser Charakter und der ausgeprägte Beschützerinstinkt sorgen dafür, dass der Leonberger seine Familie und sein Territorium mit großem Eifer verteidigt, wenn es sein muss. Dabei hat er allein aufgrund seiner Kraft und Größe schon ein erhebliches Abschreckungspotenzial, das unerwünschten Besuch leicht in die Flucht schlägt.

Pflege des Leonbergers

Leonberger sind keine Kurzhaar-Hunde, ihre Fellpflege ist recht aufwendig: Am besten bürstest du deinen langhaarigen Weggefährten einmal täglich, um das Fell von Schmutz zu säubern und vor Verfilzung zu schützen. Gewöhne deinen Leonberger schon als Welpen an dieses Ritual; dann kennt er es und lässt es gelassen über sich ergehen.

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Häufige Krankheiten des beim Leonberger

Wie viele große Hunderassen weist auch ein Leonberger Nachteile gesundheitlicher Art auf. Trotz intensiver Bemühungen vieler Züchter kommen zum Beispiel die Hüft- oder Ellbogendysplasie bei diesen Hunden häufiger vor.

Als Folge dieser Erkrankungen oder aufgrund ihres hohen Gewichts leiden Leonberger im Laufe ihres Lebens oft unter Gelenkverschleiß (Arthrose).

Außerdem neigen Leonberger, wie viele andere große Hunderassen, zu einer sogenannten Magendrehung. Dabei dreht sich der mit Nahrung gefüllte Magen um seine eigene Achse, sodass er weder am Eingang noch am Ausgang durchgängig ist. Unterbleibt Hilfe, stirbt der Magen ab. Daher ist dies ein lebensbedrohlicher Notfall, der sofort behandelt werden muss.

Mit seinen großen Artgenossen teilt der Leonberger auch das Risiko für Herzerkrankungen. Besonders oft handelt es sich dann um eine sogenannte dilatative Kardiomyopathie, bei der der Herzmuskel sich immer mehr ausweitet und an Kraft verliert. Vergleichsweise selten ist die Leonberger Polyneuropathie (LPN), eine erblich bedingte Nervenerkrankung. Daneben ist die sogenannte Leukoenzephalomyelopathie (LEMP) eine degenerative Erkrankung des Nervensystems, welche – insgesamt selten – bei Leonberger und Rottweiler vorkommt. Auch wenn bestimmte Erkrankungen bei dieser Rasse gehäuft auftreten können, gelten Leonberger nicht als Qualzucht.

Was kostet ein Leonberger Welpe?

Je nach Züchter kann für einen Leonberger Welpen der Preis zwischen 1.300 und 1.800 Euro liegen. Wenn du dir einen Leonberger kaufen möchtest, achte aber in erster Linie auf seine Herkunft: Er sollte von einem zuverlässigen Leonberger-Züchter stammen. Ein seriöser Züchter stellt dir zum Beispiel neben den Welpen ohne Wenn und Aber auch die Elterntiere vor. Die Zuchthunde leben idealerweise mit Familienanschluss und sollten einen gepflegten, gesunden und gut sozialisierten Eindruck machen. Ein vertrauenswürdiger Züchter drängt dich außerdem nicht zum Kauf, sondern bietet dir mehrmals die Gelegenheit, seine Welpen zu besuchen, bevor du dich entscheidest. Gegebenenfalls möchte er auch von dir wissen, welche Haltungsbedingungen du dem Hund künftig bieten kannst. Dies ist ein positives Zeichen, denn ein verantwortungsvoller Züchter ist interessiert daran, dass seine Hunde in gute Hände kommen.

Wende dich beim Kauf eines Leonberger Welpen unbedingt an einen seriösen und verantwortungsvollen Züchter. Adressen bekommst du beim VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen).

Wenn es für dich nicht unbedingt ein reinrassiger Leonberger sein muss, kommt vielleicht auch ein Leonberger-Mischling infrage. Achte dabei darauf, dass auch die eingekreuzte Rasse gutmütige Charaktereigenschaften aufweist. Vielleicht möchtest du auch gerne einen ausgewachsenen Hund zu dir nehmen – dann vermittelt zum Beispiel der Tierschutz Leonberger, die in Not geraten sind.

Wie alt werden Leonberger?

Bei einem Leonberger ist die Lebenserwartung im Vergleich mit anderen (kleineren) Hunderassen mit etwa sieben bis neun Jahren nicht sehr hoch. Vor allem Herzkrankheiten können bei solch großen Hunderassen zu einem plötzlichen und frühen Tod führen. Allerdings lässt sich nicht generell vorhersagen, wie alt ein Leonberger im Einzelfall wird. Biete ihm deshalb ein gesundes Leben, achte auf ein vernünftiges Gewicht deines Leonbergers und lasse deinem Hund regelmäßige tierärztliche Check-ups zukommen. So können Krankheiten frühzeitig erkannt werden.

Steckbrief Leonberger

Rasse
Leonberger
Herkunft
Deutschland
Klassifikation
Wach-, Begleit- und Familienhund
Größe
72 bis 80 Zentimeter Widerristhöhe (Rüde), 65 bis 75 Zentimeter Widerristhöhe (Hündin)
Gewicht
50 bis 75 Kilogramm (Rüde), 45 bis 60 Kilogramm (Hündin)
Körperbau
kräftig, harmonisch und muskulös
Augen
mandelförmig, dunkelbraun
Ohren
anliegende Hängeohren
Fell und Farbe
langes, leicht gewelltes, eng anliegendes Haar, Farbvarianten: Rotbraun, Löwengelb, Sand, Rot
Besonderheiten
braucht engen Körperkontakt zu seinen Menschen
Charakter
treu, gutmütig, verschmust
Pflege
regelmäßiges Bürsten des Fells
Gesundheit
Neigung zu Hüft- und Ellbogendysplasie

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