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Pyrenaeen Hund steht auf einem Berg

Pyrenäen-Berghund: die sanften Riesen mit Engelsgeduld

Der Pyrenäen-Berghund, etwas klangvoller als „Chien de Montagne des Pyrénées“ oder schlicht „Patou“ bekannt, ist eine Ehrfurcht gebietende Erscheinung. Aus der Berglandschaft der Pyrenäen ist der ursprüngliche Hütehund nicht wegzudenken. Allerdings geht die Mehrheit der Hunde heute nicht mehr der anstrengenden Arbeit bei der Herde nach. Stattdessen finden die großformatigen und eleganten Vierbeiner eine neue Bestimmung als gutmütiges Familienmitglied.

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Der Pyrenäen-Berghund und seine Geschichte

Der Pyrenäen-Berghund ist eine alte französische Hunderasse, die schon im Mittelalter bekannt und geschätzt war. Archäologische Funde belegen die Existenz der Hunde in der Region bereits in der Bronzezeit. Ursprünglich war der Pyrenäen-Berghund ein Hüte- und Herdenschutztier. Im 17. Jahrhundert wurde er zunehmend zu einem Gesellschaftshund, der für seine Besitzer repräsentative Prestige-Funktion innehatte. Die erste systematische Rassebeschreibung stammt aus dem Jahr 1897; der heute gültige Rassestandard orientiert sich immer noch an der Version von 1923. Nachdem das Interesse an den Hunden zeitweise abflachte, brachte seit den Achtzigern der Tourismus der Rasse neue Popularität ein.

 

 

Charakter des Pyrenäen-Berghundes

Pyrenäen-Berghunde gelten als sanftmütige Riesen. Ihr imposantes Auftreten genügt völlig, um Respekt einzuflößen. In seiner Natur liegt ein starker Beschützerinstinkt gegenüber seinen Menschen, gepaart mit hoher Intelligenz und der Fähigkeit, eigenständig Situationen zu bewerten und entsprechend zu agieren. Daraus resultiert ein gewisser Eigensinn. Fremden begegnet er mit Misstrauen. Aufgrund des grundsätzlich ausgeglichenen, freundlichen Charakters eignet er sich auch als Familienhund, der im Allgemeinen mit Kindern und weiteren Haustieren gut zurechtkommt. Sein umgängliches und anhängliches Wesen macht ihn zu einem beliebten vierbeinigen Kumpan.

 

 

Erziehung und Haltung des Pyrenäen-Berghundes

Wie bei den meisten Hunderassen, deren Aufgabe einst das Herden-Management war, ist beim Pyrenäen-Berghund der Hang zu Eigenständigkeit und Autonomie stark ausgeprägt. Das verlangt von Ihnen bei der Erziehung des Hundes Hartnäckigkeit, Geduld und Durchsetzungskraft; bedingungslose Unterordnung sollten Sie von dem Tier nicht erwarten. Den nötigen Respekt erzielen Sie mit konsequentem, aber immer emphatischem Verhalten. Zusätzlich empfehlen sich die Teilnahme an Welpenkursen und der Besuch der Hundeschule, wo der Pyrenäen-Berghund auch die Möglichkeit bekommt, die soziale Interaktion mit Artgenossen zu üben. Der Pyrenäen-Berghund ist ein sehr aktiver Hund und braucht daher viel Bewegung – zum Beispiel in Form langer täglicher Wanderungen oder als Begleiter beim Joggen und Radfahren, wo er ohne Leine laufen darf. Aufgrund seines hohen Gewichtes sollte der Vierbeiner allerdings nicht viel springen. Hundesport eignet sich daher weniger für ihn.

 

Ideal und seinem Charakter entgegenkommend ist es, wenn der Hund Zugang zu einem weitläufigen Grundstück hat, auf dem er sich frei bewegen und das er bewachen kann. Auch als Begleit- oder Rettungshund lässt sich der Pyrenäen-Berghund bei entsprechender Ausbildung einsetzen. In der Großstadt kann der Hund sich nur schwer artgerecht entfalten; allein sein Format macht die Haltung als Mitbewohner in der Etagenwohnung unpraktikabel.

 

Das üppige Fell des Pyrenäen-Berghunds bedarf sorgfältiger Pflege. Es sollte mehrmals wöchentlich gebürstet werden, damit es nicht verfilzt. Im Fellwechsel haart der Hund stark; dann kann tägliches Striegeln den Vorgang erleichtern.

 

 

Besonderheiten des Pyrenäen-Berghundes

Da bei der Zucht des Pyrenäen-Berghunds seit jeher ein umfangreicher Genpool zur Verfügung stand, haben sich bei dieser Rasse keine spezifischen Erbkrankheiten herausgebildet. Wie die meisten großen Hunde trägt der Vierbeiner allerdings das Risiko, eine Hüftdysplasie zu entwickeln.

 

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Pyrenaeen Hund steht auf einem Berg

Steckbrief Pyrenäen-Berghund

  • Rasse
    Pyrenäen-Berghund
  • Herkunft
    Frankreich
  • Klassifikation
    Hüte- und Herdenschutzhund
  • Größe
    70 bis 80 Zentimeter (Rüden), 65 bis 75 Zentimeter (Hündinnen)
  • Gewicht
    40 bis 60 Kilogramm
  • Körperbau
    leicht rechteckiger Rahmen mit gut proportioniertem, V-förmigen Kopf und kurzem Hals, Rückenlinie leicht abfallend, Rute bildet eine „Fahne“, wird in Bewegung über den Körper geschwungen getragen
  • Augen
    bernsteinfarben, mandelförmig, leicht schräg, mit „verträumtem“ Ausdruck
  • Ohren
    dreieckig, abgerundete Spitze, flach anliegend und hängend
  • Fell und Farbe
    dichtes Doppelfell mit langem Deckhaar und viel Unterwolle; weiß mit optionalen Flecken in Grau, Gelb oder Rostrot an Rutenansatz, Kopf und Ohren, gelegentlich auch am Körper
  • Besonderheiten
    „technisch“ identisch mit Pyrenäen-Mastiff
  • Charakter
    wachsam, sanft, selbstständig
  • Pflege
    viel sorgfältige Fellpflege
  • Gesundheit
    keine besonderen rassespezifischen Risiken

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