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Hund an Schleppleine, Angeleinter Hund am See

Effektives Schleppleinentraining mit Ihrem Hund: So geht’s!

Richtiges Schleppleinentraining mit jungen Hunden führt schnell zum Erfolg. Ziel der Übung ist es, die Schleppleine irgendwann überflüssig zu machen. Durch das Training mit der Schlepp- oder Feldleine gewöhnen Sie Ihren Hund daran, beim Freilauf in Ihrer Nähe und dort abrufbar zu bleiben. Lesen Sie diese Anleitung zum Schleppleinentraining und lernen Sie, die Übung mit der Schleppleine effektiv einzusetzen!

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Schleppleinentraining für Anfänger: Vorbereitung und Auswahl der Schleppleine

Das Schleppleinentraining eignet sich für:

  • Hunde, die nicht abrufbar sind
  • Hunde, die sie noch nicht kennen
  • Hunde mit Jagdinstinkt
  • Erziehung von Junghunden
  • Auslauf in Bereichen, in denen Leinenpflicht herrscht (öffentliche Parkanlagen).

Gerade die Erziehung von Junghunden, die nicht mehr wie eine Klette am Ihrem Bein hängen, sondern ihre sture Pubertätszeit entdecken, ist die Schleppleine ein gutes Hilfsmittel zur Hundeerziehung. Mit Schleppleinentraining können Sie gleichzeitig unerwünschtem Verhalten entgegenwirken. Bei ausgewachsenen Hunden mit starkem Jagdtrieb ist das Schleppleinentraining zum Beispiel die einzige zuverlässige Methode, an der Abrufbarkeit des Hundes zu arbeiten. Zuallererst brauchen Sie ein geeignetes Hundegeschirr und eine stabile, gut bemessene Schleppleine (auch Feldleine genannt). Die Faustregel dabei besagt: Je größer und kräftiger der Hund, desto kürzer und stabiler sollte die Schleppleine ausfallen. Wenn Ihr Jagdhund erst einmal richtig durchstartet, müssen Sie den Ruck abfedern und den Hund halten können.

 

Eine Feldleine ist in der Regel zwischen fünf und 15 Metern lang. Längere Leinen werden schnell unhandlich. Bedenken Sie dabei aber, dass eine Schleppleine viel im Schmutz liegt und durch Schlamm gezogen wird. Es zahlt sich daher aus, wenn Sie sich für eine professionelle, extra zu diesen Trainingszwecken konzipierte Leine kaufen. Denn die Leine sollte gleichzeitig auch nicht zu schwer sein und Ihren Hund unnötig behindern. Gleichzeitig sollte sie auf ihrer ganzen Länge keine Schlaufen oder Ösen aufweisen, denn darin kann sich leicht Gestrüpp verfangen. Die Haken am Geschirr sollten ausreichend dimensioniert sein und ein sicheres Verschlusssystem besitzen.

 

Darüber hinaus benötigt Ihr Hund ein komfortables Brustgeschirr. Das ist sehr wichtig, denn es wird sicherlich nicht nur einmal passieren, dass Ihr Hund beim Training in die Leine einrückt. Hier muss das Geschirr die Kraft richtig ableiten, ohne dass die Gelenke oder der sehr empfindliche Hals des Hundes in Mitleidenschaft gezogen werden. Daher höchstes Gebot ist: Befestigen Sie die Schleppleine niemals an einem Halsband, was zu ernsten Verletzungen der Halswirbel Ihres Hundes führen kann!

 

Knüpfen Sie ans Ende der Leine einen Stopperknoten, der verhindert, dass Ihnen die ganze Leine durch die Hand rutscht. Gerade bei kräftigen Hunden, die stark beschleunigen, ist es hilfreich, dabei Handschuhe zu tragen, um sich selbst vor Verletzungen zu schützen. Ebenso empfiehlt es sich, festes Schuhwerk zu tragen, denn Ihr Hund kann schon mal gerne durch den Acker und Wald das Weite suchen. Ein fester Tritt auf die Leine ist zudem ein probater Notstopp.

Die ersten Übungen: Hund an die Schleppleine gewöhnen

Ihr Hund muss zunächst den Umgang und das Gehen mit der Schleppleine üben, bevor es richtig losgeht. Sie sollten ihm unbedingt aufzeigen, wie er selbst lernt, um ein Hindernis zu manövrieren, um so seine Leine wieder freizubekommen. Darüber hinaus muss er akzeptieren, dass die Leine kein Spielzeug ist, an der er zerren oder knabbern darf. Macht sich Ihr Hund an der Leine zu schaffen, sprechen Sie deutlich das Kommando „Aus!“ und hindern Sie ihn am Spiel mit der Leine. Eine Belohnung gibt es hingegen nur, wenn er neben Ihnen herläuft. Die Leine dient dabei als Verbindungsglied zwischen Ihnen und Ihrem Hund und sollte nicht auf Spannung kommen. Motivieren Sie Ihren Hund dazu, sich nach Ihnen umzudrehen und Augenkontakt zu suchen. Benutzen Sie dabei beispielsweise das Kommando „Schau her!“ und belohnen Sie ihn, wenn er – auch zufällig – zu Ihnen hoch schaut. Oder bieten Sie ihm ein Spiel an, wenn er sich zu Ihnen umdreht.

Icon Hund spielen

 

Hier finden Sie die passende Leine für ihren Hund.

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Den Rückruf üben mit der Schleppleine

Das notwendigste Kommando, das Ihr Hund im Freilauf beherrschen muss, ist „Komm!“ Beobachten Sie beim Training Ihren Hund genau und versuchen Sie, zu antizipieren, was er als nächstes machen wird. Ist da ein spannender Busch, kommen andere Hunde oder Menschen auf ihn zu oder es raschelt irgendwo etwas im Unterholz?

 

Rufen Sie Ihren Hund zurück, noch bevor er selbst auf die Ablenkungsquelle reagieren kann. Belohnen Sie ihn dann mit einem besonderen Leckerli oder lenken Sie ihn mit einer Ersatzattraktion ab. Werfen Sie zum Beispiel ein Futter-Dummy oder sein liebstes Apportel in die andere Richtung.

 

Wie das geht, können Sie im Fressnapf Ratgeber „Apportieren“ lernen.

 

Üben Sie so häufig wie möglich den Rückruf. Ist Ihr Hund allerdings einer Attraktion verfallen, dann hilft bei noch untrainierten Hunden auch kein Rückrufkommando mehr. Jetzt kommt die Schleppleine ins Spiel: Dirigieren Sie ihn mit der Leine zu sich zurück und locken gleichzeitig mit einer Belohnung. Ein Zwischenschritt im Schleppleinentraining ist, die Schleppleine über den Boden schleifen zu lassen, ohne sie festzuhalten. So können Sie jederzeit eine „Notbremse“ ziehen, indem Sie auf die Leine treten. Auch kann ein jagender Hund sich schnell mit der Schleppleine im Gestrüpp verfangen und so von der Beute ablassen.

 

Lesen Sie speziell zum Training für Hunden mit Jagdinstinkt im Fressnapf Ratgeber “Antijagdtraining” weiter.

 

Ein Spaziergang im Wald an der Schleppleine ist eine gute Alternative, einen jagenden, nicht trainierten Hund ausreichend Bewegungsfreiraum zu gewähren und ihn trotzdem unter Kontrolle zu halten. Das Ziel des Schleppleinentrainings ist es aber, den Hund auf Abruf ohne Leinenkontrolle zu konditionieren.

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