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Ein Dalmatiner rennt über die Wiese.

Dalmatiner – sensibler Sportler mit viel Charme

Mit seinem getupften Fell ist der Dalmatiner eine auffällige Erscheinung. Doch punktet diese Hunderasse nicht nur mit exklusivem Aussehen: Als ebenso eleganter wie intelligenter Laufhund ist der Dalmatiner ein hervorragender Sportkumpan und treuer Freund. Dass es sich um eine nervöse und komplizierte Hunderasse handele, ist ein Vorurteil. Wenn Sie seine Ansprüche erfüllen, ist der Dalmatiner ein sportlicher und feinfühliger Begleiter.

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Antike Ahnen

Der genaue Ursprung des Dalmatiners ist ungeklärt. Antike babylonische und ägyptische Bilddarstellungen zeigen getupfte Hunde, weitere Spuren führen in die Region Dalmatien im heutigen Kroatien. Die optisch spektakulären Hunde waren zunächst in Adelskreisen verbreitet und sporadisch als Jagdhunde im Einsatz; ihr auffälliges Fell taugte jedoch nicht als Tarnung bei der Pirsch. Hauptsächlich diente der Dalmatiner als Kutschenbegleithund: Die Tiere beschützten als Eskorte Fuhrwerke. Kein Wunder, dass Dalmatiner noch heute ausdauernde Langstreckenläufer sind. 1880 wurden in England erstmals Richtlinien für die Zucht festgelegt.

Charakter des Dalmatiners

Der getupfte Vierbeiner ist ein Energiebündel und hat eine gute Antenne für die Stimmung seines Menschen. Das macht ihn zu einem angenehmen Begleithund, der sich auch hervorragend als Therapie- und Gesellschaftshund eignet. Dank seines freundlichen Wesens kommt er gut mit Menschen klar, ist anhänglich und bisweilen ebenso verschmust wie eine Katze. Zu dieser Zuneigung gesellt sich überschäumende Energie. Der Charakter des Dalmatiners äußert sich auch in hoher Intelligenz: Er lernt rasch Kunststücke und genießt ausgiebige Spieleinheiten.

Erziehung und Haltung des Dalmatiners

Für die erfolgreiche Erziehung eines Dalmatiners brauchen Sie Geduld und eine gefestigte Persönlichkeit. Trotz seiner Menschenbindung hat der Dalmatiner eine ausgeprägte Eigenständigkeit und will seinen Willen durchsetzen. Daher ist Konsequenz gefragt, Unklarheiten bei der Dominanz dürfen nicht aufkommen. Allerdings sind Dalmatiner auch sehr sensibel und schalten beleidigt auf stur, wenn sie sich ungerecht behandelt fühlen. Positive Bestärkung und Lob sind hilfreicher als Schimpfen und Zwang. Dalmatiner sind Gewohnheitstiere und reagieren sensibel auf Veränderungen im Tagesablauf. Der Hund sollte daher stets in die alltäglichen Aktivitäten seines Menschenrudels einbezogen werden. Entsprechend ihrer ursprünglichen Zucht als Laufhunde sind Dalmatiner ideale Begleiter für sportliche Menschen: Die Tiere laufen begeistert neben Joggern, Reitern und am Fahrrad, lieben Agility– und Fährtenspiele. Damit Ihr Hund ausgeglichen ist, muss er seine Energie ausleben können. Angesichts seiner Größe stellt der Dalmatiner gewisse Platzansprüche. Die Haltung in einer kleinen Wohnung ohne ausreichenden Auslauf oder Zwingerhaltung verbieten sich daher von selbst. Dalmatiner haben einen ausgeprägten Beschützerinstinkt. Damit dieser nicht in unwirsches Verhalten gegenüber Artgenossen umschlägt, sollten schon Welpen durch Gesellschaft mit anderen Tieren sozialisiert werden.

 

Eine Nahaufnahme eines Dalmatiners.

Pflege des Dalmatiners

Die Fellpflege ist beim Dalmatiner sehr einfach: Bürsten Sie Ihren Hund am besten täglich mit einem Gummistriegel. Da die Tiere das ganze Jahr über zum Haaren neigen, ist es wichtig, loses Fell regelmäßig zu entfernen, da sich die Haare aus Polstermöbeln und Textilien nur schwer entfernen lassen. Dalmatiner haben einen gesunden Appetit, weshalb Sie ein Auge auf die Kalorienzufuhr haben sollten. Je geringer die Pigmentierung eines Dalmatiners ausfällt, umso größer ist die Gefahr von erblich bedingter Taubheit. Wählen Sie Ihr Tier – und das gilt für jede Hunderasse – unbedingt bei einem seriösen Züchter aus.

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Ein Dalmatiner steht in mitten einer Schneelandschaft.

Steckbrief Dalmatiner

  • Rasse
    Dalmatiner
  • Herkunft
    vermutlich Kroatien
  • Klassifikation
    Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
  • Größe
    Rüde 56 bis 62 Zentimeter Schulterhöhe – Hündin 54 bis 58 Zentimeter Schulterhöhe
  • Gewicht
    Rüde 27 bis 32 Kilogramm – Hündin 24 bis 28 Kilogramm
  • Körperbau
    mittelgroß, athletisch
  • Augen
    braun oder bernsteinfarben, blaue Augen sind Ausschlussmerkmal für die Zucht
  • Ohren
    Hängeohren
  • Fell und Farbe
    Struktur kurz, dicht und hart; charakteristisches schwarzes oder leberbraunes Tupfenmuster auf weißem Grund
  • Besonderheiten
    Welpen werden mit weißem Fell geboren, erst nach etwa 14 Tagen erscheinen die Flecken
  • Charakter
    temperamentvoll und sportlich, anpassungsfähig, schmusig und sensibel
  • Pflege
    regelmäßiges Striegeln
  • Gesundheit
    anfällig für Haut- und Blasenprobleme, zuchtbedingte Veranlagung zu Taubheit, genetischer Enzymdefekt, braucht purinarme Ernährung, Vorsicht bei bestimmten Medikamenten (Avermectine), MDR1 Defekt
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