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Shiba Inu Hund steht mitten im Feld

Shiba Inu: japanischer Spitz mit scharfem Verstand

In seinem Heimatland Japan zählt der Shiba Inu trotz starker Konkurrenz durch europäische Kleinrassen nach wie vor zu den beliebtesten Rassehunden. Kein Wunder: Die Hunde zeigen sich ihrem auserwählten Menschen gegenüber treu und anhänglich und begeistern mit ihrer Intelligenz und angenehmen Art. Dadurch hat die japanische Fellnase auch außerhalb Asiens inzwischen Verbreitung als Familienhund gefunden, vor allem in Nordamerika und Europa. Übrigens: Shiba Inu bedeutet auf Deutsch schlicht „kleiner Hund“.

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Die Geschichte des Shiba Inu

Der Shiba Inu geht auf die in den Bergregionen Japans verbreiteten Hunde zurück, die für die Jagd auf Vögel und Kleinwild gehalten wurden. Systematisch gezüchtet wird die Rasse erst seit 1928, nachdem zuvor durch die Einkreuzung britischer Jagdhunde die „reinrassigen“ Shiba Inus fast verschwunden waren. Seit 1937 gilt die Rasse in Japan als „nationales Naturdenkmal“. Der moderne Typ ist etwas kräftiger und hochbeiniger als die Ahnenrasse. Unter den japanischen Hunderassen ist der Shiba Inu der kleinste Vertreter.

Charakter

Der Shiba Inu ist ein quirliger Hund, der sich leichtfüßig bewegt, dabei jedoch keine Hektik verbreitet. Laut Zuchtstandard sind Aggressivität oder auffällige Ängstlichkeit Ausschlusskriterien für die Zucht. Der typische Shiba Inu ist freundlich, gelassen, neugierig und furchtlos, neigt dabei dazu, seine Menschen zu dominieren, wenn ihm keine klaren Grenzen gesetzt werden. Beweist der Mensch allerdings Qualitäten als „Alpha-Tier“, folgt der Hund ihm loyal, treu und anhänglich. Anderenfalls versucht das selbstsichere Tier, selbst die Verantwortung für sein „Rudel“ zu übernehmen – was nicht immer im Interesse der Zweibeiner sein kann.

Erziehung und Haltung des Shiba Inu

Aus einem Shiba Inu einen braven, gehorsamen Hund zu machen, ist nicht leicht. Die Rasse tendiert zur Sturheit und lässt sich schwerlich bestechen. Selbst mit Strenge kommen Sie bei den selbstbewussten Hunden nicht zum Ziel. Das Verlangen, dem Menschen zu gefallen, ist kaum vorhanden. Dabei ist der Shiba Inu ein intelligentes Tier, das schnell lernt – wenn ihm danach ist. Durch den ausgeprägten Jagdtrieb ist Freilauf eine riskante Angelegenheit. In jedem Fall sollte der Besuch in der Hundeschule absolviert werden, damit zumindest der Grundgehorsam im Alltag zuverlässig eingeübt wird. An weitere Hunde, andere Haustiere und Kinder sollte die Fellnase möglichst im Welpenalter gewöhnt werden.

 

Als Mitbewohner in der Wohnung ist der Hund gelassen und ausgeglichen. Fremden begegnet er mit einem gesunden Misstrauen. Das qualifiziert ihn als fähigen Wachhund, der echte Gefahr gut einschätzen kann und erst Laut gibt, wenn tatsächlich etwas Ungewöhnliches vorfällt. Ideal ist es, wenn der Shiba Inu Zugang zu einem gesicherten Außenbereich wie einem Garten hat; mindestens ausgiebige Spaziergänge (an der Leine) sollten garantiert sein. Auf die besteht der energische „Naturbursche“ bei jeder Witterung: Dem robusten Japaner machen Matsch und Schmuddelwetter nichts aus. Da muss Frauchen oder Herrchen ohne Wenn und Aber mit.

Besonderheiten

Der Shiba Inu zählt zu den sogenannten Hunden vom Urtyp. Das bedeutet, dass er starke genetische Nähe zum Wolf aufweist. Dass solche urtümlichen Gene sich über die Jahrtausende erhalten konnten, hat geografische Gründe: Durch die Insellage Japans und in der abgeschiedenen Bergregion im Inland kamen die ursprünglichen domestizierten Hunde kaum mit anderen Rassen in Kontakt. Eine genetische Durchmischung fand lange Zeit nicht statt.

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Steckbrief Shiba Inu

  • Rasse
    Shiba Inu
  • Herkunft
    Japan
  • Klassifikation
    Spitze und Hunde vom Urtyp (asiatische Spitze)
  • Größe
    35 bis 41 Zentimeter
  • Gewicht
    10 bis 13 Kilogramm
  • Körperbau
    muskulös, breiter Kopf mit markantem Stop, quadratischer Rahmen, gerollte Rute
  • Augen
    dunkelbraun, dreieckig, äußerer Augenwinkel leicht angehoben
  • Ohren
    kleine, dreieckförmige Stehohren
  • Fell und Farbe
    mittellanges hartes Deckhaar mit viel Unterwolle, rot, schwarzloh, sesamfarben mit Rot oder Schwarz; zwingend vorgeschrieben: „urajiro“-Zeichnung (weißes Fell von Backen und Fang an Kehle und Brust entlang zur Bauch- und Rutenunter- und Beininnenseite)
  • Besonderheiten
    urtümliche Rasse, starke genetische Verwandtschaft mit Wölfen
  • Charakter
    loyal, clever, dominant, eigenwillig
  • Pflege
    unaufwendig; regelmäßiges Bürsten, in Zeiten des Fellwechsels entsprechend häufiger
  • Gesundheit
    verkleinerte rote Blutkörperchen; ansonsten keine explizit rassetypischen Risiken

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