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Hunde für Allergiker - welche Rassen sind geeignet?

20.11.2023 - Lesedauer: 8 Minuten

Frau hält weißen Pudel im Arm

Die Augen tränen, die Nase läuft, die Haut juckt – eine Hundeallergie kann erhebliche Beschwerden bei Menschen auslösen und manchmal auch ganz plötzlich auftreten. Hunde für Allergiker verlieren keine oder nur sehr wenige Haare und können die Symptome einer Allergie erheblich reduzieren. Mit welchem Hund du trotz Allergie glücklich wirst, erfährst du hier.

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Was ist eine Hundeallergie?

Eine Hunde- oder Katzenallergie wird oft als Tierhaarallergie bezeichnet, doch dieser Begriff ist eigentlich falsch: Menschen, die gegen Haustiere mit Fell allergisch sind, reagieren nicht auf deren Haare, sondern auf bestimmte Proteine des Tiers, sogenannte Allergene. Eine Hundehaarallergie gibt es also nicht. Man spricht daher korrekt von einer Hundeallergie.

Allergene sind Eiweiße, die in den Absonderungen der Tiere wie Talg, Speichel, Kot, Urin sowie Hautschuppen und Schweiß enthalten sind. Das bedeutet: Sogar Nackthunde können allergische Reaktionen auslösen, denn die Hundehaare an sich sind nicht das Problem. Sie sind lediglich Träger der allergenen Eiweiße.

Da es sowohl zu Hygieneroutine von Hunden als auch von Katzen gehört, sich gründlich das Fell zu lecken, übertragen sich diese allergenen Stoffe auf die Tierhaare. Einzelne Haare oder ganze Fellbüschel landen bekanntlich in jeder Ecke und somit in der Atemluft. Eine Tierhaarallergie ist eine Inhalationsallergie, d. h. die Allergene werden vom Menschen eingeatmet. Durch das Streicheln des Hundes kann die allergische Reaktion beim Menschen ebenfalls hervorgerufen werden. Regelmäßiges Händewaschen hilft einem Allergiker dabei nicht wirklich, denn die Allergene auf Schuppen und Fell schwirren überall herum.

Neben Hunden und Katzen verursachen Nagetiere wie Kaninchen, Hamster oder Meerschweinchen sowie Vögel Allergien. Denn in Federn können sich ebenfalls die Allergene festsetzen.

Allergene bei Hunden

Bei Hunden konnten sechs verschiedene Allergene identifiziert werden, die verglichen mit Katzenallergenen als weniger aggressiv gelten. Sie heißen:

  • Can f 1
  • Can f 2
  • Can f 3
  • Can f 4
  • Can f 5
  • Can f 6

Am allerhäufigsten reagieren Menschen auf das Allergen Can f 1, das vor allem im Speichel des Hundes zu finden ist. Circa 50 bis 75 Prozent der Menschen, die unter einer Hundeallergie leiden, sind allergisch gegen Can f 1.
Nicht bei allen Hunderassen kommen alle diese Allergene vor. Ihre Anzahl variiert von Tier zu Tier. Da die Allergene von Hunden relativ schwer sind, verbinden sie sich nicht so leicht mit Staubpartikeln. Aus diesem Grund lösen sie bei Allergikern oft eine weniger starke Reaktion aus als z. B. Katzenhaare. Auch treten Hundeallergien allgemein seltener auf als Katzenallergien.

Symptome einer Tierhaarallergie

Die Nase läuft, die Augen tränen, im Hals kratzt es: Die Symptome einer Haustierallergie können dich zunächst an eine Erkältung denken lassen. Wenn die Erkältung jedoch nicht mehr verschwindet, ist es Zeit, einen Arzt aufzusuchen, denn mit einer Allergie gegen Hunde ist nicht zu spaßen.

Zu den häufigsten Symptomen einer Tierhaarallergie gehören:

  • juckende Nase
  • Niesen
  • gerötete, tränende Augen
  • Husten
  • Hautausschlag bis zu Ekzemen
  • Atemnot
  • Asthma

Meist treten die Beschwerden innerhalb wenigen Minuten nach dem Kontakt mit den Allergenen auf. Dazu muss der Hund nicht einmal im Raum sein: Es reicht, wenn die betroffene Person eine Hundedecke berührt oder in einen Raum kommt, in dem der Hund war.

Wer kann eine Hundeallergie bekommen?

Eine Allergie gegen Hunde, Katzen oder andere Tiere kann jeder bekommen. Hundeallergien können leider auch unvermittelt und im Laufe des Lebens auftreten, selbst bei Menschen, die nie Probleme mit Allergien hatten. Wer bereits unter einer Pollen- oder Hausstaubmilbenallergie leidet, hat ein erhöhtes Risiko für eine Hundeallergie. Hast du den Verdacht, allergisch auf Hunde zu reagieren, solltest du baldmöglichst einen Allergietest machen.

Wie wird die Hundeallergie festgestellt?

Beim Arzt kommt meist der sogenannte Pricktest zum Einsatz. Anhand dieses Tests wird der Arzt prüfen, ob und auf welche Allergene dein Immunsystem reagiert. Dabei tröpfelt er verschiedene allergene Stoffe in verdünnter Lösung auf die Innenseite deines Unterarms. Nach 20 Minuten wird kontrolliert, ob sich Schwellungen und/oder Rötungen zeigen. Tritt eine allergische Reaktion auf, liegt die Vermutung einer Allergie nahe. Danach folgt in der Regel ein Bluttest. Hierbei wird im Labor festgestellt, auf welche spezifischen Allergene ein Mensch reagiert. Im Internet findest du Allergietests, die du zu Hause selbst durchführen kannst. Allerdings ist es ratsam, bei Beschwerden einen professionellen Allergietest unter ärztlicher Aufsicht durchführen zu lassen.

Hundeallergie – was tun?

Es gibt allergiemildernde Medikamente und eine ursächliche Therapie: die sogenannte Hyposensibilisierung, auch Desensibilisierung. Sie wird von Hautärzten oder Allergologen durchgeführt. Hierbei wird dein Immunsystem schrittweise an die Allergene gewöhnt, bis es diese akzeptiert oder weitestgehend toleriert. Eine Garantie, dass diese spezifische Immuntherapie erfolgreich ist, gibt es aber nicht.

Trennung vom Tier

Schwere Allergien können bis zu chronischem Asthma bronchiale führen – eine unbehandelte Hundeallergie kann sich verschlimmern und auf Dauer eine ernste Bedrohung für die Gesundheit des Betroffenen werden. Hier hilft keine Hyposensibilisierung. Es bleibt dann langfristig nur die Trennung vom Tier.

Als Allergiker mit Hund leben

Wer unter einer mittleren bis starken Hundeallergie leidet, sollte sich keinen Hund anschaffen. Das gesundheitliche Risiko ist zu groß. Vielleicht eignet sich ja ein anderes Haustier, das keine Allergie auslöst?

Manifestieren sich die Symptome der Hundeallergie nur sehr schwach, kannst du versuchen, die Beschwerden durch bestimmte Vorsichtsmaßnahmen weitestgehend zu reduzieren. Dazu zählt vor allem die Eindämmung der Allergene durch häufige Reinigung der Wohnräume und der Kleidung:

  • Entfernung von Teppichen
  • tägliches Wischen und Saugen
  • regelmäßiges und häufiges Lüften
  • Nutzung eines Luftreinigers für Allergiker
  • häufiges Waschen von Polsterbezügen, Überwürfen, Bettwäsche, Kleidung und Handtüchern
  • Nutzung von Rollos statt Gardinen
  • Entfernung von „Staubfängern“, z. B. Plüschtiere, Dekokissen oder Wohndecken

Eine penible eigene Körperhygiene sowie eine sorgfältige Hygiene des Vierbeiners können die Symptome der Hundeallergie minimieren:

  • sofortiges Händewaschen nach Kontakt mit dem Vierbeiner
  • sich nicht vom Tier ablecken lassen, auch wenn es schwerfällt
  • Hund nicht im Bett und auf dem Sofa schlafen lassen
  • Hund häufig waschen und regelmäßig bürsten, und zwar nicht in den Wohnräumen, sondern am besten an der frischen Luft

Die Einnahme von allergiemildernden Medikamenten (Antihistaminika) kann ebenfalls helfen, die Symptome einer Hundeallergie zu lindern. Lass dich ausführlich von einem Allergologen beraten. So erfährst du, was du tun kannst, um das Zusammenleben mit deinem Vierbeiner für dich so angenehm wie möglich zu gestalten.

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Hundeallergie: von vorneherein auf der sicheren Seite

Das geliebte Familienmitglied auf vier Pfoten wegzugeben, ist sehr schmerzhaft – für die Zwei- ebenso wie für den Vierbeiner – und kommt deshalb für viele Hundebesitzer nicht infrage.

Bevor du dir einen Hund anschaffst, solltest du dir sicher sein, nicht allergisch auf Hunde zu reagieren: Verbringe viel Zeit mit Hunden, auch im Haus – bevorzugt mit der Rasse, für die du dich interessierst. Nicht zuletzt solltest du den Züchter aufsuchen und versuchen, so viel Zeit wie möglich mit den Welpen zu verbringen, bevor du einen zu dir nach Hause holst.

Für Tiere aus dem Tierschutz gilt das Gleiche: So könntest du als ehrenamtlicher Helfer in einem Tierheim tätig werden und z. B. beim Putzen der Zwinger, Gassigehen oder Spielen unterstützen. Hast du bereits einen Hund ins Auge gefasst, suche engen Kontakt.
Nur so lässt sich herausfinden, ob sich allergische Reaktionen einstellen. Solltest du dir unsicher sein oder wenn es leichte Anzeichen für eine Allergie gibt, ist ein Allergietest ein absolutes Muss, ehe ein Hund bei euch einzieht.

Hunde für Allergiker: Welche Hunderassen sind für Allergiker empfehlenswert?

Es gibt keine hypoallergenen Hunderassen, d. h., Hunde, die keine Allergene besitzen. Züchter, die damit werben, täuschen Allergiker bewusst und gehen das Risiko ein, dass ein Hund wieder abgegeben werden muss.

Es stimmt jedoch, dass es Hunderassen gibt, die nur wenige Allergene produzieren und daher weniger starke allergische Reaktionen hervorrufen. Allerdings gibt es niemals eine Garantie, dass du nicht doch allergisch auf ein neues Haustier reagierst!
Wenn du trotz Hundeallergie eine Fellnase zu dir holen möchtest, solltest du dich für eine Rasse entscheiden, die ein geringeres Allergiepotenzial hat als andere. Das sind in der Regel Hunderasssen, die wenig oder fast gar nicht haaren. Denn über die Tierhaare gelangen die Allergene in die Atemluft.

Zur Überraschung vieler Hundefreunde verlieren langhaarige Hunde in der Regel weniger Fell als kurzhaarige. Daher haben die meisten Hunde für Allergiker langes und/oder gelocktes Fell.

Die Rassen Pudel, Bolonka Zwetna oder Schnauzer zum Beispiel verlieren kein Fell. Sie müssen deshalb geschoren oder getrimmt werden. Da sie keinen Fellwechsel durchmachen, verlieren sie gleichzeitig weniger Hautschuppen und haben eine geringere Fettproduktion der Talgdrüsen unter der Haut. Daher kommen diese sowie andere Rassen als Hund für Allergiker infrage.

Allergikerhunde, die nicht haaren

Yorkshires haben relativ viel Fell, verlieren aber so gut wie keine Haare und durchlaufen im Frühjahr und Herbst keinen Fellwechsel. Eine ausgiebige Fellpflege ist wichtig, um Verfilzungen vorzubeugen. Das Fell muss regelmäßig geschnitten oder geschoren werden. Die kleinen Hunde haben einen starken Willen, brauchen eine konsequente Erziehung und eignen sich weder für Anfänger noch für Familien mit Kindern.

Das lockige Fell des Pudels geht nicht von allein aus. Es verteilt wenig Allergene, benötigt aber konsequente Pflege, damit es nicht verfilzt. Ohne Schur mindestens zweimal im Jahr geht es nicht. Der äußerst intelligente Pudel braucht viel Bewegung, ist kinderlieb und ein großartiger Hund für Allergiker und Anfänger.

Der robuste Airedale Terrier ist der perfekte große Hund für Allergiker. Er verliert kaum Haare und speichelt wenig. Er muss regelmäßig getrimmt werden. Das erledigen Hundefriseure mit gekonnten Handgriffen. Mit etwas Übung gelingt das Trimmen aber auch Laien. Der verspielte und wachsame Terrier hat einen starken Charakter und braucht viel Auslauf. Gut erzogen, ist er ein liebevolles Familienmitglied, das auch mit Kindern sehr gut klarkommt.

Er kommt nicht in den Fellwechsel und verliert wenig bis kaum Haare, wodurch die Fellpflege recht unkompliziert ist. Zweimal pro Jahr sollte sein Fellkleid professionell getrimmt oder geschoren werden. Der Schnauzer ist der absolute Familienhund: treu und anhänglich, kinderlieb und wachsam, verspielt und bewegungsfreudig.

Bichons

Zu den Bichons (bedeutet übersetzt Schoßhund) zählen der Bichon Frisé ebenso wie Bologneser, Havaneser und Malteser. Sie haben alle ein vergleichbar weiches Fell, das nicht haart. Damit das Haarkleid flauschig bleibt, muss es täglich gebürstet werden.

Der tibetanische Löwenhund verliert kaum Haare, muss dennoch täglich gebürstet werden, damit sein seidiges Fell frei von Knötchen bleibt. Der gelehrige und verspielte Hund braucht viel Aufmerksamkeit und eignet sich für Familien, aber auch Alleinstehende.

Wasserhunde

Ganz gleich, ob Portugiesischer Wasserhund oder Spanischer Wasserhund, Lagotto Romangnolo oder Irish Water Spaniel: Diese wasserliebenden Rassen haaren nicht und kommen nicht in den Fellwechsel. Sie verteilen deshalb nur wenig Allergene in ihre Umwelt. Das ständig nachwachsende Fell muss aber regelmäßig gebürstet und geschoren werden.

Hybridhunde

Sie werden Designerrassen genannt, selbst wenn sie als Rassen nicht offiziell anerkannt werden. Fast immer spielt der Pudel bei der Züchtung dieser neuen Rassen eine Rolle: Labradoodle, Goldendoodle, Cockapoo sind Beispiele. Das Fell dieser beliebten Familienhunde sollte wöchentlich gebürstet und regelmäßig geschoren werden.

Alle diese sogenannten Allergiker-Hunde brauchen eine regelmäßige Fellpflege, auch wenn sie nicht haaren. Einige dieser Hunde müssen mehrmals in der Woche gebürstet bzw. gekämmt werden, damit ihr Fell nicht verfilzt, verknotet und an Glanz verliert.

Das solltest du als Allergiker natürlich nicht selbst übernehmen. Entweder übernimmt das ein anderes Familienmitglied oder du bringst deinen Vierbeiner zum professionellen Hundefrisör.

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