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Shih Tzu Hund steht im Sand

Shih Tzu: der wuschelige Tempelhund vom „Dach der Welt“

Der Legende nach besaß Buddha einen Hund, der die Fähigkeit hatte, sich in einen Löwen zu verwandeln. Dem kommt der Shih Tzu zumindest optisch sehr nahe, mit seinem stämmigen Körperbau, rundlichem Kopf und üppigem Fell. Charakterlich hat der kleine Hund allerdings wenig mit der Wildkatze gemein: Shih Tzus begeistern mit ihrer kecken, fröhlichen Art und Anhänglichkeit. Von ihren Menschen erwarten die liebenswerten Vierbeiner volle Aufmerksamkeit.

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Alte Rasse aus Tibet

Der Ursprung der Shih Tzus liegt weit zurück: Bereits im siebten Jahrhundert hielten tibetische Mönche die Tiere als Tempelhunde. Entstanden ist die Rasse wahrscheinlich durch Kreuzungen von kleinen Lhasa Apsos mit Pekingesen. Etwa tausend Jahre später kam der Shih Tzu beim chinesischen Adel in Mode. Nachdem die Shih-Tzu-Zucht in China unter Mao zum Erliegen kam, nahmen sich Hundefreunde anderer Nationen des Erhalts der Rasse an. Seit 1929 hält Großbritannien das Patronat für die anerkannte Rasse.

Charakter des Shih Tzu

Shih Tzus sind freundliche und anhängliche Hunde, die immer im Mittelpunkt stehen wollen und für ihr Leben gern spielen und toben. Sie eignen sich hervorragend als Familienhunde, aber auch als Therapietiere. Allerdings sagt man ihnen auch eine gewisse „Arroganz“ nach, denn der Shih Tzu hat sich eine Unabhängigkeit bewahrt, wie man sie eher bei Katzen erwartet. Er lässt sich nicht gern dominieren.

 

Zugleich beherrscht der Hund alle Tricks, um seinen Menschen um die Pfote zu wickeln und zu manipulieren. Fall nicht auf den kleinen Charmeur hinein, sonst tanzt er dir auf der Nase herum. Der Jagdtrieb ist nur gering ausgeprägt.

Erziehung und Haltung des Shih Tzu

Aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit eignen sich Shih Tzus für die Wohnungshaltung, solange sie täglich genug Auslauf bekommen und ihre Umgebung erkunden können. Das Alleinsein vertragen sie nicht; ideal ist, wenn stets ein Mitglied der Familie in ihrer Nähe ist.

 

Die Erziehung des Shih Tzu ist knifflig. Viele Tiere zeigen einen gewissen Hang zur Sturheit, andere sind zu verspielt, um Erziehungsversuche ernst zu nehmen. Es ist also ein hohes Maß an Beharrlichkeit erforderlich. Auch bis zur Stubenreinheit kann es ein langer Weg sein. Dazu kommt eine rassetypische Eigentümlichkeit: Viele Shih Tzus fressen Kot; eine Angewohnheit, die du schon bei der Welpenerziehung strikt unterbinden solltest.

Pflege des Shih Tzu

Shih Tzus vollziehen keinen natürlichen Fellwechsel: Die glatten oder leicht gewellten Deckhaare wachsen einfach immer weiter. Um das Fell seidig, sauber und knotenfrei zu halten, solltest du es täglich bürsten und regelmäßig auf eine praktische Länge trimmen lassen. Besonders gefährdet für Verfilzung sind die Innenseiten der Beine und die Ohren.

 

Wenn du für deinen Shih Tzu eine exklusive Langhaarfrisur bevorzugst, erhöht sich der Aufwand. Das Fell muss öfter gewaschen und mit speziellem Pflegeöl behandelt werden. Es fällt dann seidenweich an den Seiten des Hundes zum Boden hinab.

 

Das Deckhaar am Kopf solltest du stets entweder hochbinden oder schneiden, da es dem Hund anderenfalls in die Augen fallen und diese reizen kann.

Besonderheiten des Shih Tzu

Mit der kurzen Schnauze und dem Überbiss sind einige Faktoren verbunden, die gesundheitliche Probleme bereiten können. Bitte pass an heißen Tagen besonders gut auf deinen Shih Tzu auf: Die Hunde sind anfällig für Hitzschlag, Aufenthalte in praller Sonne sollten vermieden werden. Des Weiteren neigen Shih Tzus durch den kurzen Schädel zu Problemen mit dem Gebiss und der Atmung. Rassehunde wie einen Shih Tzu solltest du daher nur von einem verantwortungsvollen Züchter erwerben. Entsprechende Listen hält der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) bereit.

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Steckbrief Shih Tzu

  • Rasse
    Shih Tzu
  • Herkunft
    Tibet
  • Klassifikation
    Gesellschafts- und Begleithunde
  • Größe
    bis 27 Zentimeter
  • Gewicht
    4,5 bis 8 Kilo
  • Körperbau
    kräftig, länger als hoch
  • Augen
    vorstehend
  • Ohren
    stark behaarte Hängeohren
  • Fell und Farbe
    seidig, dicht und lang; meist schwarz, weiß, grau, rötlich, golden; mehrfarbiges Fell erlaubt
  • Besonderheiten
    wallendes, seidiges Fell, das wenig haart
  • Charakter
    freundlich, verspielt, anhänglich, neigt zu Eifersucht
  • Pflege
    aufwendige Fellpflege nötig, alternativ regelmäßiges Felltrimmen
  • Gesundheit
    anfällig für Beschwerden im Zusammenhang mit der Kopfform, etwa Zahn- und Atemwegsprobleme; hitzeempfindlich

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