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Wann ist der Zeitpunkt gekommen, dich von deiner geliebten Samtpfote zu verabschieden?

Katzen sind Meister im Verbergen von Schmerzen. In freier Wildbahn haben sie viele Fressfeinde und wer Schwäche zeigt, wird als leichte Beute erkannt. Krankheiten – egal ob akut, chronisch oder altersbedingt – werden daher bei den Stubentiger oft erst so spät erkannt, dass nur noch eine Behandlung der Symptome möglich ist. Auch wenn sich ihre Lebensspanne dem Ende zuneigt, zeigen Katzen keine Schwäche, sondern ziehen sich eher zurück. Das stellt dich vor schwierige Fragen: Wann ist der Leidensdruck deiner geliebten Samtpfote so groß, dass du darüber nachdenken musst, sie zu erlösen? Wie erkennst du, ob sie noch Freude an ihrem Leben hat?

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Wie verhalten sich Katzen kurz vor ihrem Tod?

Bis zum Schluss sind Katzen echte Individualisten: Eine allgemeingültige Antwort wie Katzen sich in ihrem letzten Lebensabschnitt verhalten, gibt es daher nicht. Während einige Katzen sich auffällig oft zurückziehen, und zum Beispiel Plätze aufsuchen, die du nur schlecht erreichen kannst, sind andere besonders anhänglich und unruhig, was sie zu zum Beispiel durch beständiges Miauen zeigen. Viele Katzen bewegen sich wenig, wirken teilnahmslos und stellen das Fressen und Trinken ein.

Wahrscheinlich wünscht sich jeder Katzenhalter einen natürlichen Tod für seine Samtpfote. Dass sie einfach friedlich in ihrem Körbchen einschläft und nicht mehr aufwacht. Leider erfüllt sich dieser Wunsch nur selten. Gerade alte Katzen leiden häufig an chronischen Erkrankungen wie zum Beispiel an Niereninsuffizienz. Jede dritte Katze im Alter von über zehn Jahren ist davon betroffen. Nierenerkrankungen sind somit eine der häufigsten Todesursachen bei Katzensenioren und verursachen im Endstadium große Schmerzen. Auch Altersdemenz betrifft viele Katzen: Betroffen Katzen zeigen deutlich Verhaltensänderungen wie Angst vor harmlosen, gewohnten Situation, Unruhe, Schlaflosigkeit und  Aggressivität. Siehst du die ersten körperlichen Anzeichen, dass ihr Leben zu Ende geht, stehst du vor einer schwierigen Entscheidung. Ist es sinnvoll, sie zu erlösen oder kann sie ihre letzten Stunden schmerzfrei verbringen? Kannst du sie dabei begleiten?

Schwierig macht deine Entscheidung, dass die Zeichen oft nicht eindeutig stehen. Das liegt nicht selten auch daran, dass die Lebensqualität tagesformabhängig ist, insbesondere bei Tieren mit chronischen Erkrankungen. Außerdem ist es schwer, eine Entscheidung für ein Wesen zu treffen, das man liebt und das nicht mit Worten ausdrücken kann, was es möchte.

Wie kannst du die Lebensqualität deiner Katze bewerten?

Obwohl du deine Katze am besten kennst, begleitest du sie täglich im Alterungsprozess und auch im Verlauf von chronischen Erkrankungen, sodass es für dich schwer sein kann einen objektiven Blick auf Veränderungen im Verhalten deiner Katze wahrzunehmen. Die folgenden Kriterien können dir vielleicht dabei helfen, Entwicklungen zu erkennen und zu bewerten, wie es um Lebensqualität deiner Katze bestellt ist.

Trifft die jeweilige Aussage zu, vergibst du 0 Punkte, hast du Veränderungen wahrgenommen 1 Punkt und trifft die Aussage nicht zu vergibst du 2 Punkte:

  • Meine Katze nimmt unverändert am Familienleben teil und sucht Kontakt.
  • Sie verhält sich gegenüber Familienmitgliedern und anderen Tieren im Haushalt unverändert (zum Beispiel zeigt sie keine Aggression, Abwehr oder Angst).
  • Ihr Appetit ist unverändert.
  • Ihr Trinkverhalten ist unverändert.
  • Der Urinabsatz bereitet ihr keine Schwierigkeiten. Sie ist stubenrein und nicht inkontinent.
  • Der Kotabsatz ist unverändert, kontrolliert und problemlos.
  • Sie kann sich normal und schmerzfrei bewegen.
  • Sie spielt gerne und ist aktiv.
  • Sie hat dieselben Vorlieben und Abneigungen wie früher (zum Beispiel Tierarztbesuche, in die Box einsteigen, Spiele mit der Reizangel, etc.).
  • Sie zeigt keine Anzeichen von Stress oder Angst.
  • Sie wirkt weder apathisch noch verwirrt.
  • Sie hat keinen veränderten Tag-Nacht-Rhythmus.
  • Sie atmet normal, ohne Anstrengung, hechelt nicht mehr als sonst.
  • Sie zeigt keine Anzeichen von Schmerz.
  • Sie zeigt kein Drangwandern oder ruheloses Umhergehen im gewohnten Umfeld.
  • Ihr Allgemeinzustand hat sich in der letzten Zeit nicht verändert.

Auswertung:

0-8 Punkte
Die Lebensqualität deiner Samtpfote scheint in Ordnung zu sein. Bist du dennoch im Zweifel, hole dir tierärztlichen Rat ein.

9-16 Punkte
Es gibt Einschränkungen in der Lebensqualität deiner Katze. Nimm auf jeden Fall eine tierärztliche Untersuchung und ein Beratungsgespräch wahr, um abzuklären woran die Einschränkungen liegen könnten. Bei Katzen über zehn Jahren sind Gesundheits-Check-ups sehr wichtig – zum Beispiel die regelmäßige Überprüfung der Nierenwerte.

17-32 Punkte
Deine Samtpfote hat eine deutlich eingeschränkte Lebensqualität. Eine zeitnahe tierärztliche Beratung ist dringend zu empfehlen.

Besprich diese und andere Fragen ausführlich in der Tierarztpraxis deines Vertrauens. Dein:e Veterinärmediziner:in wird dir dabei helfen, die Antworten fachlich einzuordnen und zu bewerten. In aller Ruhe und mit der nötigen Privatsphäre kannst du dies auch von zu Hause aus machen: Unsere Tierärzt:innen von Dr. Fressnapf sind online per Chat – wahlweise mit oder ohne Kamera – für dich da. Sie nehmen sich Zeit für deine persönliche Situation und geben dir fundierte Ratschläge.

Wann ist der Zeitpunkt gekommen, deine Katze einzuschläfern?

  • Wenn deine Katze kontinuierlich Schmerzen hat, die mit Medikamenten nicht zu lindern sind.
  • Wenn die Auswirkungen einer Erkrankung die Lebensqualität deiner Katze dauerhaft stark beeinträchtigen, wie zum Beispiel Atemnot oder starke Demenz.
  • Wenn deine Katze nicht mehr frisst und abmagert.
  • Wenn deine Katze nicht mehr selbständig trinkt und du ihm Wasser ins Maul eingeben musst.

Letztlich lässt sich der richtige Moment nicht objektiv bestimmen. Das macht die Euthanasie zu einer so schwierigen Entscheidung, die auch aus dem Bauch heraus fällt. Die Angst vor einer Fehlentscheidung oder vor dem Verlust der geliebten Samtpfote, trägt nicht dazu bei, die richtige Entscheidung zur treffen. Vielleicht ist es gut, sich klarzumachen, dass es den optimalen, besten, richtigen oder einzigen Zeitpunkt einfach nicht gibt.

Wie bereitest du dich und deine Katze auf die Einschläferung vor?

Gerade in emotional aufwühlenden Situationen kann es dir helfen, einen Plan zu haben. Hole dir tierärztlichen Rat ein – was ist die Meinung des Profis? Wann ist für ihn das Ende der Fahnenstange erreicht? Gehst du mit dieser Meinung konform? Denke darüber nach, ob du deine Katze zum Einschläfern in die Tierarztpraxis bringen möchtest oder lieber nach einem Hausbesuch fragst. Mit welcher Variante ersparst du deinem Liebling Stress? Und was kannst du gut leisten? In den letzten Stunden ist es wichtig, dass du der emotionale Anker deiner Katze bist. Versuche für sie so ruhig und entspannt wie möglich zu sein. Vielleicht hilft es dir, wenn dich jemand begleitet? Lass dich schon im Vorfeld über den Ablauf und die Kosten informieren, damit du im Ernstfall ganz für deinen Liebling da sein kannst. Vielleicht hast du auch einen Plan für eure letzten Stunden? Räume alle Entscheidungen aus dem Weg, damit du dich bewusst und in Ruhe von deinem Liebling verabschieden kannst.

Überlege schon im Vorfeld, was nach der Einschläferung mit den sterblichen Überresten deiner Katze passieren soll. Kannst du sie vielleicht in deinem Garten begraben? Oder nimmst du lieber das Angebot eines Tierbestattungsunternehmens wahr? Neben klassischen Tierfriedhöfen und Naturfriedhöfen, die Einzel- und Sammelgräber anbieten, gibt es auch Bestattungsunternehmen, die sich auf die Kremierung von Haustieren spezialisiert haben. Mehr zum Thema und woran du nach dem Ableben deiner Katze denken solltest, findest du hier.

Der Verlust der geliebten Samtpfote hinterlässt eine große Leere und Traurigkeit. Lass diese Gefühle zu: Du hast einen wichtigen Freund verloren, der sich nicht einfach ersetzen lässt. Es kann dir bei der Bewältigung deiner Trauer helfen, dich mit anderen Tierhaltern auszutauschen, die bereits einen ähnlichen Verlust erlitten haben. Auch wenn du wahrscheinlich immer traurig sein wirst, dass deine Samtpfote nicht mehr an deiner Seite sein kann, so werden mit der Zeit die schönen Erinnerungen überwiegen und die Dankbarkeit, für all die guten Jahre mit deinem vierbeinigen Freund. Und vielleicht wird es dir nach einiger Zeit sogar ein gutes Gefühl geben, dass du sie nicht hast leiden lassen, sondern auf ihrem schwierigen letzten Weg begleitet hast.

Ein letzter Ruheplatz in der Natur

Die Natur gibt uns Kraft und spendet Trost. Durch die Kooperation von paxnatura Naturbestattungen und Fressnapf Österreich kannst du deinem geliebten Haustier nach seinem Ableben einen Platz im Grünen ermöglichen.

Auf den Naturfriedhöfen findet dein Liebling einen idyllischen letzten Ruheplatz. Dir gibt das  Grab einen Ort, den du besuchen kannst und der deinen Erinnerungen Raum gibt. Die Grabpflege übernimmt die Natur, die bekanntermaßen die beste Gärtnerin ist. Erfahre mehr zu den vier Waldfriedhöfen von paxnatura und insbesondere zu den herrlichen Kastanienwiesen sowie den einzelnen Beisetzungsmöglichkeiten.

Mehr über paxnatura erfahren

Hinweis: Fressnapf möchte dich in dieser schwierigen Zeit unterstützen, daher erhalten unsere Pfotenclubmitglieder auf eine Naturtierbestattung -15% Rabatt und eine Erinnerungstafel aus Holz im Wert von 79,- Euro. Hier kannst du Pfotenclubmitglied werden.

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