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Eine Katze schaut in die Kamera.

Seniorenteller und Schonkost: Ernährung für die alte Katze

Wenn die Katze in die Jahre kommt, verändern sich ihre Ansprüche an den Inhalt des Futternapfes. Das kann rein praktische Gründe haben: Eine zahnlose Katzenseniorin kann mit Trockenfutter nicht viel anfangen. Dazu kommen physiologische Änderungen im Katzenstoffwechsel, bei denen sich der konkrete Bedarf an bestimmten Inhaltsstoffen verschiebt. Außerdem kommt es vor, dass betagte Katzen neue Ernährungsvorlieben entwickeln. Es gibt also einiges zu beachten, wenn Sie Ihre schnurrende Veteranin perfekt versorgen wollen.

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Wie verändert sich der Stoffwechsel einer alten Katze?

Ungefähr ab dem achten Lebensjahr setzt bei einer Katze der Alterungsprozess ein. Angesichts dessen, dass eine gut versorgte, gesunde Hauskatze zwischen 15 und 20 Jahre, manchmal auch älter werden kann, erscheint dieser Zeitpunkt sehr früh angesetzt. Spätestens ab dem zwölften Lebensjahr gilt eine Katze jedoch als Senior und hat sich besonders zuvorkommende Versorgung inklusive Gesundheitschecks verdient. Das ist auch unerlässlich, um rechtzeitig den häufigsten Schwachpunkt im Alter zu bemerken: das Nachlassen der Nierentätigkeit. Wenn sich eine Fehlfunktion durch sichtbare Symptome bemerkbar macht, ist es meist schon zu spät und die Organe verfügen gerade noch über ein Viertel ihrer ursprünglichen Funktionsfähigkeit. Darüber hinaus wird auch bei einer Katze mit dem Alter der Darm träge. Das Futter sollte also besonders gut bekömmlich und verdaulich sein.

 

 

Was muss ich bei der Ernährung der alten Katze beachten?

Zur Unterstützung der Nierenfunktionen muss das Futter genügend hochwertiges Eiweiß enthalten – aber keinesfalls zu viel davon! Bei alten Katzen sollte außerdem der Zusatz von Phosphor im Futter reduziert sein. Der Katzenorganismus ist zwar auf Phosphor angewiesen, eine betagte Samtpfote benötigt aber deutlich weniger davon. Der Überschuss würde seinerseits wieder die Nieren belasten. Das Seniorenfutter sollte darüber hinaus leicht verdaulich sein: Die Darmtätigkeit des alten Tieres lässt etwas nach. Aus diesem Grund sind auch Vitaminzusätze in der Seniorenkost sinnvoll, damit der Organismus trotz veränderter Verdauungsleistung genug davon aufnimmt.

 

Der Nährstoffbedarf einer alten Katze bleibt stabil, während der Energieverbrauch sinkt. Achten Sie beim Futter also auf die Nährwerte: Eine betagte Katze, die nicht mehr so viel spielt und tobt, verbraucht weniger Kalorien und neigt daher zu Gewichtszunahme, die wiederum die Gesundheit belasten würde. Das ideale Senioren-Katzenfutter berücksichtigt also in seiner Zusammensetzung alle altersbedingten Veränderungen des Stoffwechsels.

 

Unabhängig von den Nährwerten stellt sich bei vielen alten Katzen ein anderes Problem ein: Mit den Jahren verliert die Katze früher oder später auch Zähne. Zwar lässt sich mit guter Gebisspflege der Zahnapparat des Stubentigers lange erhalten, aber wenn sich schließlich doch Verschleißerscheinungen oder Zahnverluste einstellen, kann die Konsistenz des Futters der Katze Probleme bereiten. Achten Sie sorgfältig darauf, ob die Katze das Futter noch beißen und kauen kann oder ob eine Umstellung auf weiche Mahlzeiten erforderlich ist.

 

Wie auch bei menschlichen Senioren ist es für alte Katzen wichtig, ausreichend zu trinken. Wird das Wassernäpfchen nicht ausreichend beachtet, versuchen Sie es mit einem Katzen-Trinkbrunnen. Viele Stubentiger sind begeistert von einer solchen Fließwasserquelle – auch schon in jungen Jahren.

 

 

Meine alte Katze frisst nicht – was tun?

Eine alte Katze erweist sich manchmal als unerwartet anspruchsvoll, was die tägliche Fütterung betrifft. Stellen Sie sich darauf ein, dass das ältere Tier es vorzieht, lieber mehrere kleine Portionen am Tag zu fressen als wenige größere. Manche Senior-Samtpfote weiß es zudem zu schätzen, das Futter am Platz serviert zu bekommen, anstatt selbst den stationären Napf aufzusuchen. Wenn dies dabei hilft, den Stubentiger zum Fressen zu animieren, sollten Sie dem Tier den Gefallen tun. Wenn die Katze bei ansonsten guter Gesundheit Nahrung verweigert, kann es im harmlosen Fall daran liegen, dass der Geruchssinn nachlässt und sie den Napf schlichtweg als unattraktiv gefüllt empfindet. Wärmen Sie das Futter ein wenig an – das verstärkt den Geruch – oder markieren Sie es mit einer leckeren und geruchsintensiven Substanz: Ein wenig Thunfisch, Leberwurst oder Malz-Paste wirkt animierend. Auch körperliche Einschränkungen können der Katze den Futternapf weniger anziehend machen. Wenn das betagte Tier einfach nicht mehr so beweglich ist, bieten Sie das Futter in einem etwas erhöhten Napf an, aus dem es im Stehen fressen kann. Eine solche Esshilfe kann für eine Katze mit motorischen Einschränkungen ein Segen sein. Generell sollte sich das Verhältnis zwischen Trocken- und Nassfutter zu Letzterem verschieben – nicht zuletzt, um die Flüssigkeitszufuhr zu unterstützen.

 

 

Gibt es sinnvolle Nahrungsergänzungsmittel und Zusätze?

Auch für Katzen gilt: Nahrungssupplemente sollten niemals auf Verdacht, sondern gezielt bei Bedarf zugeführt werden. Alte Katzen haben einen erhöhten Bedarf an verschiedenen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen. Sofern diese nicht in ausreichender Menge über das Futter zugeführt werden, können Ernährungszusätze sinnvoll sein, allerdings ausschließlich nach Absprache mit dem Tierarzt. Liegt keine Mangelerscheinung vor, können Zusatzstoffe kontraproduktiv sein.

 

Natürlich gibt es Fälle, in denen Sie der Katze mit speziellen Nahrungsmitteln im Alter helfen können. So kann bei einer alten Katze mit sehr träger Verdauung die Zugabe von Laktose, Fischöl oder Flohsamen zum Futter die Darmtätigkeit anregen. Als Snack zwischendurch wissen viele alte Katzen kleine Mengen Frischkäse oder Naturjoghurt zu schätzen. Achtung: Beachten Sie auch dabei unbedingt eventuelle Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten Ihres Stubentigers!

 

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