Versandkostenfrei  ab 29 €  erreicht
Kostenlose  Rücksendung
Mehr als  10.000 Artikel
Die Bestellung ist jetzt versandkostenfrei.
hund-st-hautkrankheiten.jpg

Die häufigsten Hautkrankheiten beim Hund – rechtzeitig erkennen & Gesundheit fördern

Auch Hunde leiden an Hautkrankheiten. Die Tatsache, dass unsere treuen Vierbeiner ein Fell besitzen, das sie vor schädlichen Umwelteinflüssen schützt, verhindert leider oft das rechtzeitige Erkennen von ungesunder Hundehaut. Hauterkrankungen von Hunden sind mit denen von Menschen vergleichbar oder sogar identisch. Dazu gehören Allergien, Entzündungen oder Tumore. Andere wiederum betreffen spezifisch nur bestimmte Hunderassen.

Informieren Sie sich darüber, beugen Sie rechtzeitig vor und lesen Sie in diesem Grundlagenartikel, an welchen Symptomen Sie die Hautkrankheiten Ihres Hundes erkennen können.

Die Hautschichten des Hundes: ein Überblick

Die Haut des Hundes ist bei den meisten Hunderassen weiß bis grau und hat einen dreischichtigen Aufbau:

  • Epidermis – oder Oberhaut
  • Dermis – oder Corium bzw. Lederhaut
  • Hypodermis – oder Subcutis und Unterhaut.
Das innere Gefüge dieser Schichten gestaltet sich ausgesprochen komplex.

Die Funktionen der Haut:
  • Schutz vor Krankheitserregern: Die Haut dient als immunologische Grenzfläche und hält Bakterien, Pilze und andere schädliche Substanzen von den inneren Organen fern.

  • Temperaturregulierung: Blutgefäße werden verengt oder erweitert und bieten so einen gewissen Schutz vor Hitze und Kälte.

  • Kommunikation: Winzige Muskeln in der Haut ermöglichen das Aufrichten des Fells. Duftstoffe und Hormone werden über die Haut abgegeben und steuern das Verhalten des Hundes seinen Artgenossen und Menschen gegenüber.

  • Entgiftung: Über die Haut werden zum Teil Stoffwechselabbauprodukte und andere schädliche Stoffe aus dem Hundeorganismus ausgeschieden.

  • Fellwechsel: In der Haut liegen die Haarfollikel, die das Haarkleid des Hundes bilden. Zweimal im Jahr findet in der Regel der Fellwechsel statt.

hund-text-fellpflege3.jpg

Suchen Sie noch mehr Informationen und Tipps rund um das Thema „Fellpflege“?

Hautpflege von innen: Tipps zur richtigen Ernährung Ihres Hundes

Um die Gesundheit der Haut und die Schönheit des Fells Ihres Hundes zu gewährleisten, bedarf es nicht nur einer regelmäßigen Fellpflege, sondern auch einer ausgewogenen Ernährung. Mangelerscheinungen manifestieren sich häufig als Erstes an der Haut und den Haaren des Hundes.

Essentielle Fettsäuren für den Hundeorganismus

Essentielle Fett- und Aminosäuren heißen so, weil sie überlebensnotwendig für den Hund sind, aber vom Hundeorganismus nicht selbst gebildet werden können. Sie müssen über die Nahrung aufgenommen werden. Der Organismus benötigt sie, um fettlösliche Vitamine verwerten zu können und dem Hund die notwendige Energie zu liefern. Ein Mangel an Fettsäuren führt unweigerlich zu Stoffwechselstörungen und Mangelerscheinungen, die sich zunächst durch trockene oder schuppige Haut, Juckreiz und stumpfes Fell äußern können.

Hochwertiges Trocken- und Nassfutter beinhaltet essentiellen Fettsäuren als Zusatzstoffe. Ein Blick auf das Etikett Ihres Hundefutters klärt auf: Wertvolle Fette sind kaltgepresste Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, die der Hundekörper in einem bestimmten Verhältnis braucht. Man gewinnt sie aus Fischen (Lachs, Dorsch, Kabeljau) oder Pflanzen (Leinen, Hanf, Raps, Walnuss). Pauschale Bezeichnungen wie „Fette und Öle“ meinen meist minderwertige Fette wie beispielsweise Frittierfett, das auf keinen Fall in das Futter Ihres Hundes gehört.

Wer seinen Hund durch Rohfütterung (BARF) ernährt, sollte unbedingt auf eine ausgewogene Beigabe beider Fettsäuren achten und die Ölsorten am besten regelmäßig wechseln.

hund-text-hautkrankheiten.jpg

Hochwertige Proteine für die Hundehaut

Am wichtigsten für ein schönes Fell und gesunde Hundehaut sind hochwertige Proteine aus verschiedenen Fleisch-, Fisch- und Pflanzensorten, die der Organismus in Aminosäuren aufspaltet. Da das Hundehaar zu 90 Prozent aus Keratin (Faserproteine) besteht, zeigt sich ein Mangel dieses Bausteins zwangsläufig in der Fellstruktur.

Erst wenn mehrere Proteinquellen von guter Bioverfügbarkeit das Hundefutter komplettieren, ist eine hochwertige Ernährung Ihres Vierbeiners gewährleistet. Ein Hund, der anstatt qualitativen Fleisches als Proteinlieferanten Soja im Alleinfutter bekommt, wird früher oder später entsprechende Mangelerscheinungen aufweisen, denn Soja kann der Hundeorganismus sehr schlecht verwerten. Zu den besten Proteinquellen zählen Eier, Innereien und Muskelfleisch, aus denen ein qualitativ hochwertiges Hundefutter bestehen sollte.

Nahrungsergänzungsmittel – wann sind sie notwendig?

Situationen, in denen der Hund einen erhöhten Bedarf an bestimmten Stoffen hat, machen eine gezielte Zugabe von Nahrungsergänzungsmitteln sinnvoll oder sogar notwendig. Das trifft beispielsweise auf trächtige Hündinnen zu. Auch kranke und alte Hunde haben einen gleicherweise erhöhten Bedarf an Mineralstoffen und Spurenelementen. Wohl dosiert können Nahrungsergänzungsmittel dabei helfen, einem Mangel vorzubeugen beziehungsweise ihn auszugleichen. Geben Sie Nahrungsergänzungen am besten nach Absprache mit Ihrem Tierarzt oder nach einer fachkundigen Hundeernährungsberatung.

Ist der Hund gesund, seine Ernährung in Ordnung, aber das Fell dennoch matt, könnte es an einer nicht fachgerechten Fellpflege liegen. Denn auch hier gibt es ein paar wichtige Dinge zu beachten – hier finden Sie Tipps zur Fellpflege.

Das Naturwunderwerk Haut
Hundehaut_opt.jpg

A   Erste Schicht: Epidermis (Oberhaut)

Äußerste Hülle (1) des Hundekörpers und zugleich eine Schutzbarriere gegen Umwelteinflüsse (Krankheitserreger, schädliche Strahlen und extreme Temperaturen). Obwohl dünnste Hautschicht besteht sie aus 5 Schichten.

B   Zweite Schicht: Dermis (Lederhaut)

Steuert Elastizität und Widerstandfähigkeit der Haut und beeinhaltet neben Bindegewebszellen auch Talgdrüsen (2), Blutgefäße (3), Nerven (4) und Haarbalgmuskeln (5). Die Haarbalgmusekln sorgen dafür, dass der Hund sein Fell aufstellen und Berührungen über die Haare wahrnehmen kann.

C   Dritte Schicht: Hypodermis (Unterhaut)

Ist Lagerort für Fettzellen (6) und beeinhaltet zudem Gefäße und Nerven (7), die der Wärmeisolierung dienen.

 

Die häufigsten Hautkrankheiten des Hundes und deren Symptome

Da die Haut des Hundes – abgesehen von den Ur-Rassen ohne Fellkleid wie dem Peruanischen Inca Hund und dem mexikanischen Xoloitzcuintle – von Haaren bedeckt ist, werden seine Hautprobleme erst spät entdeckt. Daher sollte eine häufige – am besten tägliche – Fell- und Hautpflege ein Muss für jeden verantwortungsbewussten Hundehalter sein. Die Liste der möglichen Symptome ist ähnlich lang wie bei Menschen. Sicherheit kann hierbei nur eine Diagnose des Tierarztes geben.

Die folgenden Hinweise können Ihnen bei der Einschätzung der Situation behilflich sein.

Allergien

Eine Allergie beim Hund gehört zu den am schwierigsten zu diagnostizierenden Krankheiten. Die Schwierigkeit ist, das Allergen (Allergieauslöser) für die Allergie zu finden. Ist es das Hundeshampoo, das Futter oder der Flohstich? Ist das auslösende Allergen gefunden, bessert sich der Zustand des Hundes in der Regel sehr schnell.

Mögliche Hautsymptome sind:

  • Juckreiz mit häufigem Kratzen verbunden
  • Hautrötungen und Pusteln
  • Hund beknabbert Körperstellen blutig
  • Partieller Fellausfall oder Fellausdünnung
  • Stumpfes und/oder schuppiges Fell
  • Verdauungsprobleme oder Appetitlosigkeit
  • Starke Unruhezustände des Hundes

Hormonelle Probleme

Kommt es zu einer Veränderung der Fellstruktur oder zu Haarausfall, können hierfür Probleme mit den inneren Organen oder dem Hormonsystem die Ursache sein. Vor allem Krankheiten der Verdauungsorgane (Darm) und der Schilddrüse zeigen sich schnell am Fell.

Das Cushing Syndrom, eine Erkrankung der Nebenniere, geht gleicherweise mit einer hormonellen Störung einher und gehört unverzüglich in eine tierärztliche Behandlung.

Auch Tumore haben beim Hund häufig eine hormonelle Ursache, die sofort vom Spezialisten untersucht werden muss. Dazu gehört beispielsweise der Hodentumor bei Rüden oder der Eierstocktumor bei Hündinnen.

Mögliche Hautsymptome sind:

  • Schilddrüse: stumpfes oder schütteres Fell, trockene, schuppende Haut
  • Cushing Syndrom: Haarausfall, häufige Hautinfektionen, dunkle bis schwarze Verfärbung der Haut, papierdünne, durchsichtige Haut
  • Hoden-/Eierstocktumor: Haarausfall und allgemeine Veränderung des Haarkleids möglich

Autoimmunerkrankungen

Hier agiert das Immunsystem des Hundes genauso wie der des Menschen gegen die körpereigenen Zellen und Organe. Davon kann auch die Haut betroffen sein. Die sogenannte Collie Nose oder Diskoide Lupus Erythematodes ist bei Collie und Sheltie häufig, kann aber auch andere Hunderassen betreffen (Deutscher Schäferhund, Deutscher Kurzhaar, Sibirien Husky). Typisch für diese Erkrankung ist, dass die Sonneneinstrahlung zu einer Verschlechterung der Symptome führt. Auch Hautinfektionen, die nicht auf Antibiotika ansprechen, können ein Hinweis darauf sein.

Mögliche Hautsymptome sind:

  • Hautrötungen im gesamten Nasenbereich
  • Verlust der Nasenstruktur mit späteren Verkrustungen
  • Krusten am Gesicht und Ohren, später am ganzen Körper
  • Trotz Hautsymptomatik keine weiteren gesundheitlichen Probleme erkennbar

Pilzbefall

Die Familie der durch Pilze verursachten Erkrankungen ist vielfältig. Zu den häufigsten Erregern bei Hautkrankheiten des Hundes gehören jedoch Fadenpilze und Hefepilze. Am Befall durch Fadenpilze leiden mehr Welpen als ausgewachsene Hunde, wobei meistens der Pilz Mikorsporum Canis Auslöser ist. Hefepilzerkrankungen wie die Malassezia-Dermatitis vermehren sich schnell und führen zu auffälligen Hautinfektionen – vor allem, wenn das Immunsystem des Hundes bereits durch eine andere Erkrankung geschwächt ist.

Nehmen Sie die Symptome ernst und werden Sie mit Ihrem Vierbeiner beim Tierarzt vorstellig. Die Pilzerkrankungen schwächen das Immunsystem Ihres Hundes und sind für Menschen ansteckend!

Mögliche Hautsymptome sind:

  • Fadenpilz: „Markenzeichen“ sind kreisrunde haarlose Stellen im Fell von einem Hautaufwurf umrundet.
  • Hefepilz: Hautrötung mit fettiger, übel riechender Schuppung, betroffen sind Ohren, Pfoten, Achseln und die Unterseite des Halses.
  • Allgemeine Anzeichen: schuppiges, fettiges, schütteres Fell, diffuser Haarausfall.

Bakterielle Infektionen

Bakterien auf der Haut vermehren sich besonders gut und schnell, wenn der Hundeorganismus durch andere Krankheiten bereits geschwächt ist. Häufig stellt die bakterielle Infektion eine Begleiterkrankung einer Allergie dar.

Die Symptome sind zumeist untypisch oder durch die der Allergie überdeckt:

  • Juckreiz und Hautrötungen
  • Haarausfall
  • Pusteln, eitrige Wunden (durch Kratzen verursacht)
  • Unangenehmer Hautgeruch

Ektoparasiten

Zu den Parasiten gehören insbesondere (Gras-)Milben, Flöhe, Zecken und auch Läuse. Flohbisse führen häufig zu allergischen Reaktionen, hingen Zecken nicht nur Allergien, sondern auch Viren und Bakterien und damit Krankheiten, wie beispielsweise Borreliose und Ehrlichiose übertragen.

Mögliche Hautsymptome sind:

  • Haarausfall
  • Starker Juckreiz
  • Verkrustungen der Haut
  • Allgemeine Hautirritationen
  • Schwarze Punkte auf der Haut (Ohrenränder, Ohrmuschel) verbunden mit häufigem Kopfschütteln

Durch regelmäßige Kontrolle, Fellpflege und geeignete Prophylaxe (z. B. Spot-on-Präparate oder Halsbänder) können Sie den Plagegeistern rechtzeitig vorbeugen. Vorhandenen Befall aber lösen Sie nur mithilfe von medizinischen Präparaten, die der Tierarzt Ihnen verschreibt.

Weitere Beiträge, die Sie auch interessieren könnten

Geben Sie Flöhen und Grasmilben keine Chance – so handeln Sie richtig!

Flöhe und Grasmilben beißen, saugen, verursachen starken Juckreiz, rote und wunde Hautstellen und lokalen Haarausfall beim Hund. Doch leider können vor allem Fl&…

Silvester mit Hund – der Angst keine Chance geben!

Schon die Weihnachtszeit ist für viele Familien mit Hund eine Herausforderung. Aber Silvester ist für die meisten unserer vierbeinigen Begleiter, wie für fast alle anderen Tiere üb…

Die häufigsten Hautkrankheiten beim Hund – rechtzeitig erkennen & Gesundheit fördern

Auch Hunde leiden an Hautkrankheiten. Die Tatsache, dass unsere treuen Vierbeiner ein Fell besitzen, das sie vor schädlichen Umwelteinflüssen schützt, verhindert leider oft das rec…

Suchen Sie mehr Informationen rund um das Thema Hund?