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Drei Kitten sitzen auf einer Wiese

Ein Kitten zieht ein – Eingewöhnungstipps für Minitiger

Du hast dich dazu entschieden, einer kleinen Katze ein Heim zu geben? Dann stehen dir aufregende Wochen bevor. Je nach Temperament und Sozialisation, gegebenenfalls abhängig von der Rasse und dem Geschlecht, wird der kleine Tiger sich sein Zuhause auf seine eigene Weise erobern. Es ist schwer, eine pauschale Anleitung zur Eingewöhnung eines Kitten zu geben – aber natürlich gibt es Erfahrungswerte und Tipps. Lies hier, wie du deine Wohnung für den Einzug des Katzenkindes vorbereitest und worauf du achten solltest.

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Das Kitten zieht ein: Wann ist der beste Zeitpunkt?

Im Idealfall holst du dein Kätzchen von einem Züchter oder aus einem Geburtshaushalt, wo es lange genug mit seiner Mutter und seinen Geschwistern zusammen war, um eine angemessene Sozialisierung zu durchleben. Ein Kitten sollte nicht vor seiner zwölften Lebenswoche von der Mutter getrennt werden. Forscher der Universität von Helsinki fanden sogar heraus, dass junge Katzen weniger Verhaltensauffälligkeiten zeigen und ein besonders selbstbewusstes und freundliches Wesen entwickeln, wenn sie die ersten dreizehn Wochen mit Mutter und Geschwistern zusammenleben. Ein wenig Geduld kann sich auszahlen, damit sich die Katze zu einer charakterstarken Hausgenossin entwickelt. Dennoch ist die Trennung von der Mutter und den Geschwistern niemals leicht für ein Kätzchen.

 

Nimm Geruchsproben von der Katzenfamilie, bevor du das Kitten mitnimmst. Reibe dazu ein Tuch an den Wangen der Tiere. In den ersten Tagen im neuen Zuhause spendet der vertraute Duft dem kleinen Kätzchen Trost. Optimal ist es natürlich, wenn du gleich zwei Minitiger aufnehmen kannst und ein Geschwisterchen mit ins neue Zuhause kommt. Umgekehrt ist es vorteilhaft, wenn das Kitten bereits vor dem Umzug deinen Geruch kennt. Überlasse dem Züchter oder Halter der Mutterkatze nach Möglichkeit ein Kleidungsstück, etwa ein getragenes T-Shirt, das das Kitten untersuchen kann. Ein Pheromon-Zerstäuber im Katzenkinderzimmer wirkt ebenfalls stresslindernd auf ein junges Tier.

Wie kann ich mein Kitten erziehen?

Jeder Umzug ist aufregend. Auch Katzenkinder können von zu vielen neuen Eindrücken auf einmal überfordert sein. Bereite nach Möglichkeit einen Raum vor, den das Kätzchen zunächst ganz für sich hat. Dabei darf es sich nicht um ein Durchgangszimmer handeln. Ideal ist es, wenn du das Zimmer zum Beispiel mit einem Welpenzaun so sichern kannst, dass das Kätzchen aus seiner Position heraus alles beobachten kann, ohne das Ankunftszimmer verlassen zu müssen. Das Kittenzimmer sollte nicht zu viele Versteckmöglichkeiten bieten, aber alles enthalten, was das Kätzchen braucht: die Katzentoilette, ein Kuschelkörbchen, Futter- und Wassernapf und einen Kratzbaum.

 

Im Fachhandel gibt es extra niedrigere Varianten für Katzenkinder, von denen selbst ein ungeschicktes Kitten nicht tief herunterfallen kann. Wenn du mit deinem neuen Mitbewohner daheim angekommen bist, stelle den Transportbehälter ab und öffnen die Tür. Überlasse es aber dem Kätzchen selbst, die Transportbox zu verlassen und hebe oder ziehe es nicht etwa heraus. Erst wenn der kleine Tiger nach mehreren Stunden keine Anstalten macht, den Transportkorb zu verlassen, kannst du versuchen, ihn mit einem Spielzeug oder einem besonderen Leckerchen herauszulocken. So schwer es fällt – halte dich in den ersten Stunden zurück und gebe dem kleinen Wesen Zeit, sich zu orientieren und all die neuen Gerüche und Geräusche aufzunehmen. Ein aufgeschlossenes Kätzchen wird bald von selbst das Zimmer untersuchen und den Kontakt zu den Menschen oder anderen Haustieren suchen.

Wie lange dauert die Eingewöhnung eines Katzenbabys?

Wichtig ist es, dem Kätzchen die Initiative zu überlassen. Die fremde Umgebung und die unbekannten Menschen muss es zunächst einzuschätzen lernen. Wahrscheinlich wird es schon bald herausfinden wollen, was sich jenseits der Tür befindet. Sobald das Kitten sich sicher im Raum bewegt, kannst du ihm nach und nach die anderen Zimmer zeigen. Wenn es sich bereits anfassen lässt, trage es in einen anderen Raum – vielleicht tapst es dir auch hinterher. Lasse die Samtpfote den neuen Raum erkunden und bringe sie anschließend wieder zurück in ihr Zimmer. Auch unter Katzen gibt es extrovertierte Entdecker und schüchterne Vertreter. Sei nicht enttäuscht, wenn dein Kätzchen zu der vorsichtigen Art gehört und ein wenig länger braucht, um die neue Umgebung zu akzeptieren oder Kontakt zu dir aufzunehmen.

 

Widerstehe der Versuchung, das Kätzchen gegen seinen Willen aufzuheben und festzuhalten, sondern warte den Moment ab, in dem es selbst auf dich zukommt. Versuche in der ersten Zeit, das Kitten mit möglichst viel Bekanntem zu umgeben: eine mitgebrachte Decke aus dem alten Zuhause, das gewohnte Futter und die gleiche Katzenstreu-Marke. Wenn du Veränderungen an Futter und Streu vornehmen willst, so tue das schleichend und nach und nach – sobald das Katzenkind Selbstvertrauen im neuen Zuhause gefasst hat, fällt die Umgewöhnung leichter.

Wie bringe ich ein Kätzchen mit einer bereits ansässigen Katze zusammen?

Sofern du dir das Kitten als Zweitkatze ins Haus holst ist es von Vorteil, wenn die vorhandene Katze sich rechtzeitig auf den neuen Artgenossen einstellen kann. So erleichterst du die Zusammenführung:

So erleichterst du die Katzen-Zusammenführung:

  • Duftspur: Nehme Duftproben von dem auserwählten Kätzchen und konfrontiere deine Katze mit dem Geruch. So wird der Duft des Neuankömmlings das vorhandene Tier nicht unerwartet treffen.
  • Duftcocktail: Versuche, die Katzen abwechselnd zu streicheln, sodass deine Hände den Geruch des jeweils anderen Tieres annehmen und die Düfte sich vermischen.
  • Konfliktvermeidung: Das Ankunftszimmer des Katzenkindes ist möglichst nicht jenes, in dem die Erstkatze sich bevorzugt aufhält. Sorge dafür, dass die Katzen sich vorerst nur durch einen Türspalt oder das Welpengitter beschnuppern können, damit das Kitten nicht arglos das Territorium des Alteingesessenen betritt.
  • Positive Konditionierung: Stelle den Futternapf beider Katzen an der jeweiligen Seite der Tür auf und füttere beide gleichzeitig. So bekommt der „fremde“ Geruch über das Futter eine positive Bedeutung.
  • Extraportion Liebe: Widme der Erstkatze besonders viel Zeit und Aufmerksamkeit, damit keine Eifersucht aufkommt.
  • Ringrichter: Bleibe bei der ersten Zusammenführung der Katzen unbedingt im Raum. So kannst du eingreifen, falls die Situation eskaliert. Ein gut sozialisiertes Katzenkind sollte die „Benimmregeln“ kennen und angemessen auf die Körpersprache des – ihm hoffentlich positiv gesonnenen – Artgenossen reagieren.

Welche Ausrüstung sollte vorhanden sein?

Katzentoilette
Eine Katze sitzt im Katzenklo
Katzentoilette

Für ein Katzenbaby genügt ein etwas kleineres Modell, in das es leicht hineinklettern kann. Nutze möglichst das vom Geburtshaushalt bekannte Streu, verzichte aber zunächst auf die für Kätzchen gefährliche Klumpstreue. Irrtümlich verschluckte Streukörnchen könnten im Magen verhärten.

Kratzbaum
Katze liegt auf Kratzbaumplattform und wetzt die Krallen
Kratzbaum

Der Kratzbaum sollte noch nicht allzu hoch sein, aber wenigstens eine Aussichtsplattform haben, von der aus das Kätzchen die Umwelt aus erhöhter Warte betrachten kann. Polstere , wenn möglich, den Bodenbereich um den Kratzbaum herum aus, für den Fall dass das noch ungeschickte Kätzchen herunterpurzelt.

Kuschelhöhle oder Katzenkörbchen
Eine Katze liegt in ihrer Katzenhöhle
Kuschelhöhle oder Katzenkörbchen

Der Schlafplatz für das Kätzchen darf ruhig etwas erhöht, aber ohne Sturzgefahr stehen.

Fress- und Trinknapf
Eine getigerte Katze frisst Futter aus einem orangenen Napf
Fress- und Trinknapf

Der Wassernapf sollte möglichst nicht direkt neben dem Futternapf stehen, da Katzen dazu neigen, während des Fressens das Trinken zu vergessen. Der Durst sollte daher besser an separater Stelle gestillt werden.

Transportbox
Eine Katze tritt aus einer Transportbox heraus
Transportbox

Ideal sind Modelle mit nach oben zu öffnendem Deckel. Das vereinfacht auch die Handhabe beim Tierarzt.

Altersgerechtes Futter
Eine Katze steht vor ihrem Napf und schaut nach oben
Altersgerechtes Futter

Viele Hersteller haben spezielle Junior-Kost mit auf den jungen Organismus abgestimmten Zutaten im Angebot. Wenn das Kätzchen noch nicht selbst mit dem Napf zurechtkommt, hat das einen einfachen Grund: Es hat den Trick noch nicht heraus, sich zum Napf herunterzubeugen. Versuche in solchen Fällen anfangs, auf Brusthöhe vom Löffelchen zu füttern und diesen immer weiter auf den Napf abzusenken. Der kleine Katzenmagen benötigt zunächst vier bis fünf kleine Mahlzeiten täglich.

Kamm und Bürste
Eine Langhaarkatze wird mit einer Bürste gekämmt
Kamm und Bürste

Auch Kurzhaarrassen benötigen sorgfältige Fellpflege, die auch der Wellness dient.

Spielzeug
Eine Katze liegt auf einer Decke und spielt mit Katzenspielzeug
Spielzeug

Lose Kleinteile könnten verschluckt werden. Auch Wollknäuel und Fäden sind gefährlich. Achte daher auf sicheres Kätzchenspielzeug. Der Hit sind Snackbälle, bei denen beim Spielen kleine Leckerli herausfallen, Katzenangeln, Fummel- und Intelligenzspielzeuge, Spielmäuse mit Katzenminze

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