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Meine Katze ist rollig – Was kann ich tun?

01.03.2024 - Lesedauer: 10 Minuten

Katze liegt und schaut nach oben

Rollige Katzen sind bereit für die Paarung und ihr Hormonhaushalt spielt verrückt.

Wenn sich deine geschlechtsreife Katze plötzlich ganz anders verhält, als du es von ihr gewohnt bist, kann das eine vollkommen natürliche Ursache haben: Sie ist rollig. Welche Anzeichen auf die Rolligkeit deiner Katze hindeuten und was du tun kannst, um sie in dieser Phase zu unterstützen, erfährst du hier.

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Wann wird eine Katze rollig?

Katzen werden zwischen dem vierten und zwölften Lebensmonat geschlechtsreif. Wann genau deine Katze zum ersten Mal rollig wird, hängt unter anderem von ihrer Rasse und ihrem Gewicht ab. Zierliche Rassen wie die Thaikatze werden zum Beispiel oft früher geschlechtsreif als große, langhaarige Katzenrassen wie die Maine Coon. Generell gilt als Orientierungswert, dass eine Katze zum ersten Mal rollig wird, wenn sie etwa 80 Prozent ihres späteren Endgewichts erreicht hat.

Ein weiterer Faktor, der den Zeitpunkt der Rolligkeit deiner Katze beeinflusst, ist die Dauer und Intensität des Tageslichts. Durch den Einfluss von Licht wird bei deiner Katze ein Hormon freigesetzt, das die Reifung von Eibläschen in den Eierstöcken stimuliert (FSH, Follikel-stimulierendes Hormon), und den Östrogenspiegel ansteigen lässt. Je länger deine Katze dem Licht ausgesetzt ist, desto stärker wird die Entwicklung neuer Eizellen angeregt. Aus diesem Grund tritt die Rolligkeit bei Katzen in der Regel in den Monaten zwischen Februar und September auf, wenn der Lichtanteil bei 12 oder mehr Stunden pro Tag liegt. Bei Freigängerkatzen kannst du deshalb damit rechnen, dass ihr Sexualtrieb eine Art Winterpause einlegt, wenn es über einen längeren Zeitraum weniger Tageslicht gibt.
Dieser saisonale Zyklus kann bei Wohnungskatzen allerdings ganz anders aussehen. Da Wohnungskatzen ganzjährig einer eher gleichbleibenden Lichteinwirkung ausgesetzt sind, entfällt die natürliche Ruhephase der Hormonproduktion in den dunkleren Monaten und es kann sogar eine dauerhafte Rolligkeit entstehen.

Wie lange ist eine Katze rollig?

Der Zyklus einer Katze umfasst insgesamt vier Phasen, wobei die vierte Phase als Ruhephase bezeichnet wird und, wie oben beschrieben, in der Regel die dunkle Jahreshälfte überdauert.

  • Vorbrunst (Proöstrus) – etwa 1-2 Tage vor der Brunst; in dieser Phase ist deine Katze noch nicht aufnahmebereit, es zeigen sich jedoch schon die ersten Anzeichen der Rolligkeit
  • Brunst (Östrus) – etwa 3-15 Tage; der Höhepunkt der Rolligkeit und die Phase, in der deine Katze befruchtet werden kann
  • Zwischenbrunst (Interöstrus) – etwa 3-14 Tage; in dieser Phase sinkt der Östrogenspiegel wieder ab und deine Katze kommt ein wenig zur Ruhe
  • Ruhephase (Anöstrus) – etwa 4-6 Monate, abhängig von den Lichtverhältnissen

Die Dauer der Rolligkeit einer Katze wird davon beeinflusst, ob sie gedeckt wird oder nicht. Ist deine Katze rollig und der Deckakt bleibt aus, wird sie in der Regel etwa 8-16 Tage lang typische Symptome zeigen, bevor der Östrogenspiegel wieder absinkt und die Follikel sich zurückbilden. Paart sich deine Kätzin während der Brunst hingegen mit einem Kater, endet die Rolligkeit oft schon viel früher, nach etwa 4 Tagen.

Wichtig zu wissen: Dauerrolligkeit

Der Eisprung einer Katze beendet die Rolligkeit und wird, anders als bei Hunden oder Menschen, erst durch den Deckakt ausgelöst. Kommt es nicht zur Paarung, bleibt der Eisprung aus und die Rolligkeit hält für einige Tage weiter an, ehe sie abschwächt.
In manchen Fällen kann das Ausbleiben des Eisprungs jedoch dazu führen, dass der Östrogenspiegel nicht wieder absinkt und deine Katze von einer Brunst direkt zur nächsten übergeht. Die Zwischenbrunst bleibt also aus und es entsteht eine sogenannte Dauerrolligkeit. Dieser Zustand bereitet deiner Katze nicht nur viel Stress, sondern kann abgesehen davon auch das Risiko für schwerwiegende Krebserkrankungen oder Entzündungen der Gebärmutter erhöhen. Bei Verdacht auf eine Dauerrolligkeit solltest du deine Katze daher unbedingt tierärztlich untersuchen lassen.

Wie oft wird eine Katze rollig?

Sobald deine Katze die Geschlechtsreife erreicht hat, durchläuft sie mehrmals im Jahr ihren Zyklus. Katzen kommen auch nicht, wie wir Menschen, irgendwann in die Wechseljahre, sondern bleiben bis ins hohe Alter fruchtbar.

Im Gegensatz zu Hunden, die meist zweimal im Jahr läufig werden, kann deine Katze besonders in den Sommermonaten in kurzen Abständen immer wieder rollig werden. Werden Katzen während der Brunst nicht gedeckt, beginnt ihr Zyklus oftmals schon nach etwa neun Tagen von Neuem. In der Praxis bedeutet das, dass deine Katze etwa alle 2-3 Wochen wieder rollig wird.

Paart sich deine Samtpfote hingegen erfolgreich und wird trächtig, verändert sich ihr Hormonhaushalt und es kommt normalerweise erst einige Wochen nach der Geburt der Kitten zur nächsten Rolligkeit. Es gibt jedoch auf Fälle, in denen Katzen trotz Trächtigkeit erneut rollig werden. Hier kann es zu einer weiteren Befruchtung kommen, wodurch die Katze später unterschiedlich entwickelte Kitten in sich trägt. Diesen Umstand gilt es unbedingt zu vermeiden, da ein Teil des Nachwuchses bei der Geburt unter Umständen nicht lebensfähig ist!

Woran erkenne ich, dass meine Katze rollig ist?

Katze lässt sich streicheln

Die ersten Anzeichen dafür, dass deine Katze rollig ist, treten oft schon 1-2 Tage vor der eigentlichen Brunst auf. Zu diesem Zeitpunkt ist dein Stubentiger zwar noch nicht empfangsbereit, signalisiert sein Interesse an einer Paarung jedoch schon durch eindeutiges Verhalten.

Gerade zu Beginn äußert sich die Paarungsbereitschaft deiner Katze häufig durch ein starkes Bedürfnis nach Nähe und Streicheleinheiten. Sie ist sehr anhänglich und anschmiegsam, streift an deinen Beinen entlang oder kuschelt sich in deinen Schoß. Schon bald kommt das typischen „Rollen“ hinzu, dem diese Zyklusphase ihren Namen verdankt: Deine Katze rollt, wälzt oder robbt sich über den Boden. Manche Katzen reiben sich zusätzlich an Gegenständen, um ihre Duftmarke zu hinterlassen.

Ein eindeutiges Indiz für die Rolligkeit deiner Katze ist auch die offensichtliche Darbietung ihrer Paarungsbereitschaft, indem sie ihr Hinterteil einladend in die Höhe streckt und den Schwanz zur Seite legt.

Da deine rollige Katze sich decken lassen möchte, zeigt sie großes Interesse daran nach draußen zu gelangen, wo potenzielle Kandidaten auf sie warten. Insbesondere Wohnungskatzen scheinen daher oft rast- und ruhelos und reagieren teilweise aggressiv auf ihr Umfeld.

Viele Kätzinnen verlieren während der Rolligkeit auch an Gewicht, da sie kaum Appetit haben und daher wenig fressen.

Ein weiteres typisches Verhalten der Katze während der Brunst ist lautstarkes Miauen und Jammern. Nicht nur am Tag, sondern besonders in der Nacht kann das Maunzen durchaus belastend sein und Familienmitglieder und Nachbarn um den Schlaf bringen.

Ebenso unerfreulich ist der Drang einiger rolliger Katzen innerhalb der Wohnung zu markieren. Durch das Verspritzen von Urin sollen unkastrierte Kater auf die eigene Paarungsbereitschaft aufmerksam gemacht werden.

Anders als Hündinnen haben weibliche Katzen übrigens keine Blutungen, wenn sie rollig sind. In manchen Fällen kann es zwar zu leichtem, weißlichem Ausfluss kommen, aber da die Gebärmutterschleimhaut bei Katzen nicht automatisch abgestoßen wird, bleibt eine Menstruation aus.

Typisches Verhalten rolliger Katzen

  • anhänglich und anschmiegsam
  • Rollen, Wälzen und Robben über den Boden
  • Anheben des Hinterteils, zur Seite gelegter Schwanz
  • Drang, nach draußen zu gelangen
  • Unruhe und Rastlosigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • lautes und anhaltendes Miauen
  • Markieren mit Urin

Was tun, wenn meine rollige Katze markiert?

Zunächst ist es wichtig zu unterscheiden, ob deine Katze markiert oder ob sie unsauber ist. Unsauberkeit bei Katzen äußert sich meist darin, dass sie nicht wie gewohnt die Katzentoilette benutzen, sondern sich zum Beispiel auf dem Teppich oder in einer Ecke erleichtern. Beobachtest du deine Katze beispielsweise beim Urinieren in hockender Haltung außerhalb des Katzenklos, kann das verschiedene Ursachen haben und sollte sicherheitshalber tierärztlich abgeklärt werden.

Verspritzt deine Katze ihren Urin hingegen vor allem waagerecht gegen Wände oder Möbelstücke, ist dies vermutlich auf ihr Bedürfnis zu Markieren zurückzuführen. Normalerweise kennt man dieses Verhalten vor allem von unkastrierten Katern, die durch die im Urin enthaltenen Duftstoffe ihr Revier gegenüber anderen Katzen kenntlich machen wollen. Mehr dazu kannst du in unserem Beitrag „Kater markiert – Revieransprüche und Stubenreinheit“ nachlesen.

Manchmal nutzen allerdings auch rollige Kätzinnen ihren Urin, um durch die darin enthaltenen Duftstoffe paarungsbereite Kater anzulocken. Solltest du feststellen, dass deine Katze markiert, kannst du die betroffenen Stellen mit einem speziellen Katzen Flecken- und Geruchsentferner beseitigen.

Wichtiger als die nachträgliche Reinigung ist es aber natürlich, das Sprayen möglichst im Vorfeld zu verhindern. Grundsätzlich bedeutet die Rolligkeit großen hormonellen Stress für deine Katze, den sie durch die Paarung mit einem Kater aufzulösen versucht. Je größer ihr Stresspegel ist, desto unentspannter wird sie bei fehlender Deckung und setzt deshalb alle denkbaren Mittel ein, um einen Kater zum Akt zu bewegen. Du kannst deine Katze in dieser Zeit daher am besten unterstützen, indem du für ein möglichst stressfreies Umfeld sorgst. Schimpfe also nicht mit ihr, wenn sie markiert.
Da das Markieren von rolligen Katzen durch den Hormonhaushalt beeinflusst wird, kann auch eine Kastration Abhilfe schaffen.

Rollige Katze kastrieren

Die Kastration von Katzen verhindert nicht nur das Zeugen von Nachwuchs, sondern kann auch einige andere Vorteile mit sich bringen. Entscheidend ist dabei, dass deiner Samtpfote tatsächlich die hormonbildenden Geschlechtsorgane entfernt werden, also die Eierstöcke einer Kätzin beziehungsweise die Hoden bei einem Kater. Im Gegensatz zu einer Sterilisation, durch die deine Katze lediglich unfruchtbar gemacht wird, bleiben nach einer Entfernung der Eierstöcke meist auch die Begleiterscheinungen der Rolligkeit aus. Eine Garantie gibt es dafür allerdings nicht.

Vereinzelt treten Fälle auf, in denen Katzen trotz Kastration wieder rollig werden. Man spricht dann aus tiermedizinischer Sicht vom sogenannten Ovariant Remnant Syndrom (ORS). Die Ursache für ein ORS sind Reste des Eierstockgewebes, die bei der Kastration im Katzenkörper zurückgeblieben sind und dort eine erneute Hormonproduktion hervorrufen. Je nachdem, wo die Ovarreste sich angesiedelt haben, kann es einige Jahre dauern, bevor sie sich in Form einer überraschenden Rolligkeit bemerkbar machen. Besteht der Verdacht auf ein ORS, solltest du deine Katze umgehend tierärztlich untersuchen lassen, da das verbliebene Gewebe entfernt werden muss.

Wann der beste Zeitpunkt für eine Kastration deiner Katze ist und was es sonst noch dabei zu beachten gilt, erfährst du im Ratgeberbeitrag „Katzenkastration“ oder natürlich in der Tierarztpraxis deines Vertrauens.

Um die unkontrollierte Fortpflanzung zu unterbinden, wurde zum Wohl der Tiere inzwischen in vielen Städten und Gemeinden eine Kastrationspflicht für Freigängerkatzen erlassen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass die Tiere nicht unnötig unter ihrer Rolligkeit leiden oder aufgrund einer Überbevölkerung im Elend leben.

Katze schläft mit Halskrause

Darf ich meine rollige Katze streicheln?

Als fürsorgliche Bezugsperson stellst du dir sicher die Frage, wie du deine Samtpfote am besten behandelst, wenn sie rollig ist. Hier gibt es leider kein Patentrezept, das für alle Katzen gleichermaßen gilt. Vielmehr solltest du versuchen, die Signale deiner Katze richtig zu deuten und auf ihre momentanen Bedürfnisse einzugehen.

Gerade in den ersten Tagen zu Beginn der Rolligkeit zeigen viele Katzen beispielsweise einen erhöhten Kuschelbedarf. Sucht die Fellnase deine Nähe und schmiegt sich an dich, solltest du ihr das nicht verwehren. Im Verlauf des Zyklus kann sich das Verhalten deiner Katze jedoch schnell wandeln. Einige Katzen reagieren dann plötzlich gereizt auf übermäßige Zuwendung und fahren unter Umständen die Krallen aus.

Streichelst du eine rollige Katze, kann sie das in ihrem außergewöhnlichen Gemütszustand leicht als eine Art Trigger empfinden und beantwortet deine Berührung mit lautstarkem Miauen oder Schreien. Aus diesem Grund wird oft davor gewarnt, rollige Katzen zu streicheln. Die gutgemeinte Geste löst möglicherweise eine schwer zu kontrollierende Geräuschexplosion aus.

Rolligkeit und Schmerzen

Manche Symptome einer rolligen Katze erscheinen wirklich alarmierend. Wenn dein Stubentiger plötzlich jegliches Futter ablehnt oder sich wild auf dem Boden herumrollt, macht man sich natürlich Sorgen. Ebenso stellst du dir vielleicht die Frage, ob das andauernde Maunzen, Jammern und Schreien nicht doch auf Schmerzen zurückzuführen ist. Hier können wir dich beruhigen: Normalerweise geht die Rolligkeit einer Katze nicht mit körperlichen Schmerzen einher.
Dennoch sollte man die psychische Belastung nicht unterschätzen, der dein Liebling in dieser Phase ausgesetzt ist. Der hormonell bedingte Drang zur Paarung setzt deine Katze unter starken Stress und wirkt sich dadurch auch auf das körperliche Wohlbefinden aus.

Hausmittel gegen rollige Katzen

Um deiner rolligen Katze zu helfen, kannst du leider nicht allzu viel tun. Am wichtigsten ist es, sie in dieser Zeit zu beruhigen und das Stresslevel so gering wie möglich zu halten. Dazu gehört es zum Beispiel, männliche Artgenossen fernzuhalten, sofern du keinen Nachwuchs planst. Außerdem kannst du versuchen, deine Samtpfote mit natürlichen Hausmitteln wie dem Duft spezieller Pflanzen oder Wärmezufuhr zu entspannen. In unserem Ratgeberbeitrag Rollige Katze beruhigen – 6 Tipps für natürliche Entspannung erfährst du, wie du deinem Liebling etwas Gutes tun kannst.  Falls deine Katze zu sehr unter den Symptomen leidet, besteht auch die Möglichkeit die Rolligkeit mit Medikamenten zu unterdrücken. Lass dich hierzu unbedingt in deiner Tierarztpraxis beraten.

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