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Eine Katze faucht.

Die Katze faucht: Das steckt dahinter

Der Großteil der Katzenkommunikation läuft über die Körpersprache ab. Aber natürlich sind Katzen nicht stumm: Bekannte Lautäußerungen sind das harmonische Schnurren und das von Katzen bei der Kommunikation mit ihren Menschen eingesetzte Maunzen, das je nach Tonlage konkrete Inhalte haben kann: „Gib mir Futter!“, „Lass mich raus!“ oder „Spiel mit mir!“ Etwas schwieriger einzuordnen ist das Fauchen und Knurren von Katzen, vor allem, wenn kein eindeutiger Zusammenhang ersichtlich ist. Erfahren Sie, was es mit den Knurr- und Fauchlauten der Katze auf sich hat.

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Welche Rolle spielt „verbale“ Kommunikation in der Katzenwelt?

Katzen gehen handfesten Auseinandersetzungen nach Möglichkeit aus dem Weg. Wenn es zu Konflikten zwischen den Tieren kommt oder Rangordnungsfragen geklärt werden müssen, geht dem in der Regel nonverbale Kommunikation voraus. Die Tiere versuchen, mit Mimik und Körpersprache ihre Interessen und Positionen zu klären. Oft genügt das schon, um kleinere Differenzen beizulegen; die Katze in der unterlegenen Position zieht sich zurück. Gut zu beobachten ist das, wenn Sie Katzen miteinander vergesellschaften. Die Tiere werden unweigerlich in der Eingewöhnungszeit ein Kräftemessen an den Tag legen, bei dem sie versuchen, untereinander ihre persönlichen Komfortzonen und Reviere abzustecken.

 

Auch bei eingespielten Katzenteams kann es Knurr- und Fachduellen geben, etwa beim Wetteifern um einen gemütlichen Liegeplatz oder einen Leckerbissen. Wenn solch ein Vorgeplänkel nicht zur Lösung führt, kann es zu heftigen Kämpfen mit ausgefahrenen Krallen und gebleckten Zähnen kommen. Solche Gefechte sind meist explosiv, kurz und heftig, bergen aber nur selten – etwa unter rivalisierenden, unkastrierten Katern – ein ernsthaftes Verletzungsrisiko.

Warum fauchen Katzen?

Das Fauchen ist ein angeborener Laut, den schon Kitten beherrschen: Die Katze öffnet das Maul und hebt die Oberlippe. Bei aufwärts gewölbter Zunge stößt sie heftig Luft aus – dabei entsteht das typische Fauchgeräusch. Um zu fauchen, muss die Katze zuvor tief einatmen; je nach Heftigkeit des Ausatmens werden Lautstärke und Dauer des Fauchens moduliert. Gegebenenfalls kann die Katze bei dieser Gelegenheit ihr Gegenüber auch anspucken. Überraschenderweise ist das Fauchen einer Katze bei aller Heftigkeit eher ein defensives Signal als ein Zeichen für Angriffslust: Eine fauchende Katze befindet sich in der Regel in einer Situation, in der ihre Privatsphäre oder Toleranzgrenze überschritten wurde. Das Fauchen erfolgt als Reaktion auf eine Provokation oder Bedrohung, wenn die Katze sich in die Enge getrieben fühlt. Das kann eine echte Notlage sein, aber ebenso im ganz alltäglichen Umgang zwischen Katzen vorkommen. Meist tritt das Fauchen von einem Moment auf den anderen auf, beispielsweise, wenn Katzen miteinander spielen und eines der Tiere dem anderen zu grob oder anstrengend wird.

Warum knurren Katzen?

Das Knurren setzen Katzen vorrangig als akustischen „Abstandshalter“ ein. Dabei kann sich die Intensität des Knurrens stufenweise steigern und zur Vorstufe einer Schlägerei anwachsen. Beim Knurren verengen sich die Augen der Katze, sie entblößt ein Stück weit die Zähne und legt die Ohren zurück; all dies jeweils abgestimmt auf die Intensität des Drohfaktors. Das Knurren kann aber ebenso durch andere Situationen wie Stress oder Schmerzen ausgelöst werden. Wenn die Katze in einer bedrohlichen Situation keine Möglichkeit sieht, sich zu entziehen oder die Lage zu verändern, kann es zu einer explosionsartigen Attacke kommen, die von eindrucksvollem Kreischen begleitet wird.

Ursachenforschung: Welchen Grund hat das Fauchen und Knurren?

Wenn Ihre Katze faucht oder knurrt, können Sie sie mit sanften Worten beruhigen, aber vorerst besser nicht anfassen: Das angespannte Tier könnte mit einem Biss oder Krallenhieb reagieren.

Klären Sie ab:

  • Angst: Gibt es irgendetwas, das der Katze akut Angst macht – ein Geräusch, ein ungewöhnlicher Gegenstand, ein fremder Geruch? Oder ahnt sie vielleicht, dass sie zum Tierarzt soll, nachdem sie die Transportbox bemerkt hat?
  • Schreck: Hat die Katze sich vor irgendetwas erschreckt und wähnt sich immer noch bedroht? Üblicherweise wird das Fauchen dann von einem Buckel begleitet.
  • Bedrängnis: Sind fremde Menschen, aufdringliche Artgenossen oder ungestüme Kinder in der Nähe, die die Katze bedrängen? Zusätzlich zum Fauchen stellt die Katze sich dabei auf die Zehenspitzen und buckelt mit gesträubtem Fell, zurückgelegten Ohren und aufgebauschtem Schwanz.
  • Verunsicherung: Verursacht eine Veränderung ihrer Umgebung eine Irritation der Katze, etwa ein neu hinzugekommenes Haustier, ein Baby oder ein neuer Partner im Haus, ein radikaler Umgebungswechsel durch einen Umzug?
  • Ressourcen: Versucht die Katze, Futternapf oder Schlafplatz zu verteidigen?

Grund zu erhöhter Aufmerksamkeit besteht außerdem, wenn in einem Haushalt lebende Katzen sich permanent anfauchen und anknurren. Das bedeutet, dass offensichtlich keine Rangordnungsfragen oder akute Meinungsverschiedenheiten die Auslöser sind, sondern ein Dauerzustand eintritt.

 

Kontrollieren Sie kritisch die Lebensumstände der Katzen: Bekommen alle genug Futter, haben sie ihre eigenen Schlaf- und Kratzbaumplätze? Ist für jedes Tier mindestens eine eigene Toilette da? Könnten die Samtpfoten eifersüchtig sein, weil eine mehr Beachtung von Ihnen bekommt? Kommt keine dieser Ursachen infrage und das Fauchen oder Knurren lässt nicht nach, sollten Sie die Katze dem Tierarzt vorstellen, denn dann kann es sich um ein Signal für körperliche Schmerzen handeln.

Was tun, wenn die Katze mich anfaucht und knurrt?

Wenn die Samtpfote es sich angewöhnt, ohne ersichtliche Ursache und außerhalb der oben beschriebenen Situationen ihre Menschen anzuknurren, kann eine besondere psychologische Konstellation vorliegen: Eine Katze mit sehr großem Ego führt sich ihrem Halter gegenüber als dominantes Tier auf. Ein solches Verhalten sollten Sie unterbinden. Allerdings ist es nicht einfach, einer Katze das Knurren abzugewöhnen. So sollten Sie die Katze niemals anpusten – diese Geste versteht sie als Fauchen und reagiert verärgert. Reagieren Sie stattdessen auf jedes „größenwahnsinnige“ Knurren Ihrer Katze sofort mit einem scharfen „Nein!“ und ignorieren Sie sie für einige Minuten konsequent.

Erfahren Sie weitere hilfreiche Informationen in unserem Video

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