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Eine Katze streckt sich.

Katzen und Agility: Sport für Power-Miezen

Von Agility für Hunde hast du sicher schon gehört. Vielleicht hast du dich insgeheim gefragt, ob so ein Geschicklichkeitsparcours nicht auch etwas für deine sportliche und aufgeweckte Katze wäre? Rein technisch kann die Samtpfote Agility-Übungen sehr gut bewältigen – und an der nötigen Intelligenz mangelt es der Samtpfote gewiss nicht. Die wahre Herausforderung beim Cat Agility liegt beim Menschen: Um manche Katze zur Mitarbeit zu bewegen, muss man sich etwas einfallen lassen. Aber es lohnt sich! Viele Katzen zeigen sich begeistert von dieser Form der Spielstunde mit ihren Menschen; das gemeinsame Training stärkt die Bindung zwischen dir und dem Tier.

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Was versteht man unter Cat Agility?

Agility für Katzen unterscheidet sich grundsätzlich nicht von der Variante für Hunde: Ziel ist es, gegen die Uhr einen Parcours mit verschiedenen Übungen zu bewältigen – Slalomlaufen, Hürden überwinden, durch Tunnel kriechen. Der Ursprung geht auf eine Hundeschau in Großbritannien zurück, wo Agility in einer Pause präsentiert wurde. Das Konzept kam so gut an, dass es sich im Laufe der Jahre zu einem anerkannten Turniersport für Hund und Halter entwickelte.

 

Inzwischen erfreut sich Agility auch bei Kaninchen und Katzen – sowie deren Haltern – zunehmender Beliebtheit. Beim Katzen-Agility durchläuft der Stubentiger ebenfalls gemeinsam mit seinem Menschen einen Hindernisparcours und löst verschiedene katzengerechte Aufgaben. In den USA ist Cat Agility schon so populär, dass Turniere stattfinden. Agility ist für Katzen ein optimales Trainingsprogramm und zugleich eine Beschäftigungsmöglichkeit, die ihre Intelligenz und Geschicklichkeit fördert. Solchermaßen beansprucht ist auch eine Wohnungskatze ausgelastet: Ihre Energien werden in die richtigen Bahnen gelenkt, zudem sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich aus Langeweile Unarten angewöhnt.

Welche Voraussetzungen sollte meine Katze für Agility mitbringen?

Wenn du mit deiner Samtpfote Cat Agility ausprobieren möchtest – tu es einfach! Voraussetzung ist, dass die Samtpfote gesund ist und der Parcours dem Alter, Konstitution und Trainingszustand des Tieres entsprechend angepasst ist. Hilfreich ist es, wenn das Tier über eine gewisse Pfiffigkeit, Geduld und Kooperationsbereitschaft verfügt. Als Motivation dienen begehrte Leckerli. Vorrangiges Ziel von Cat Agility ist nicht das perfekte Absolvieren des Parcours, sondern dass Katze wie Mensch Spaß an der Sache haben. Vielen Katzen macht es große Freude, Tricks zu erlernen und gemeinsam mit ihrem Menschen etwas zu unternehmen.

 

Wenn deine Katze im Clickertraining fit ist, kannst du den Clicker zum Führen durch den Parcours verwenden. Cat Agility fördert die Intelligenz und Koordinationsfähigkeit der Katze. Bedenk aber, dass du das Tier niemals zu etwas zwingen darfst. Zudem sind Katzen – ganz im Gegensatz zu den meisten Hunden – nicht in erster Linie daran interessiert, ihren Menschen zu gefallen.

 

Wenn deine Mieze es vorzieht, den Tag gemütlich dösend auf der Fensterbank zu verbringen und allenfalls einmal aus Höflichkeit nach der Katzenangel tatzelt, wirst du sie nur schwer zum Katzensport motivieren können. Andere Samtpfoten hingegen sind ganz wild darauf, neue Dinge zu lernen, vor allem, wenn es sich in Form von Lob und Leckerchen rentiert. Für Agility ist es außerdem vorteilhaft, wenn das Tier über eine gewisse Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeitsspanne verfügt, um mehrere Aufgaben zu absolvieren, ohne zwischendurch das Interesse zu verlieren. Überfordere einen Agility-Anfänger nicht – das kann das Tier demotivieren. Akzeptiere und respektiere unbedingt, wenn die Katze das Training abbricht und sich anderen Tätigkeiten zuwendet.

Welche Agility-Übungen eignen sich für Katzen?

Beim Agility werden Abläufe und Fertigkeiten aufgegriffen, die den natürlichen Bewegungen des Tieres entsprechen. Agility ist kein Zirkustrick: Die Katze soll niemals etwas tun müssen, was nicht ihrer Art entspricht.

Passende Übungen:

  • Hindernisse überspringen
  • über Stege laufen
  • durch Reifen springen
  • Slalom
  • Wippen überwinden
  • unter Hindernissen hindurchkriechen
  • Tunnel durchqueren
  • Sprints bei freier Strecke

Der Fachhandel bietet speziell für Katzen entworfene „Sportgeräte“ an: Hürden, Wippen, Tunnel und Slalomstangen. Die Investition in diese Ausstattung lohnt sich, wenn das Tier ernsthaftes Interesse an der neuen Beschäftigung zeigt. Für das erste Ausprobieren kannst du auch mit im Haushalt verfügbaren Gegenständen improvisieren: Aus einer leeren Küchenpapierrolle und zwei Büchern ist schnell eine Hürde gebaut, aus mehreren Kartons ein kleiner Tunnel. Wenn du handwerklich versiert bist, kannst du mit einfachen Mitteln auch komplexere Produkte fertigen; achte aber stets auf die Sicherheit: Die Katze darf sich nicht in einer zu engen Spalte einklemmen oder sich verletzen, wenn sie ein Hindernis umstößt. Gib ihr vor Beginn des Trainings Gelegenheit, die neuen Sportgeräte ausgiebig zu inspizieren und auszuprobieren. Gegebenenfalls zeigst du ihr die Übung, beispielsweise indem du sie über ein Hindernis hinweghebst.

 

Außerdem solltest du das Tier langsam mit den Übungen vertraut machen. Erst wenn die Katze eine Lektion verstanden hat, geh zum nächsten Trick über. Erweitere den Parcours Stück für Stück. So überforderst und verwirrst du das Tier nicht.

Hoch hinaus: Geschicklichkeit für Kletterkünstler

Katzen können einige Dinge, bei denen Hunde passen müssen – zum Beispiel klettern. Es liegt nahe, Stationen einzubauen, die diesen katzentypischen Bewegungen entgegenkommen, und auch dem Gesundheitsstatus der Katze angepasst sind.

Das sind katzentypische Stationen:

  • Rampen: Lass die Katze über Schrägen mit variablem Neigungswinkel laufen.
  • Kletterstämme: Katzen sind Kletterkünstler: Den Kratzbaum hinaufklettern gehört zu ihren leichtesten Übungen. Das Herunterklettern – nicht hinabhechten! – wäre dann die Kür. Alternativ kannst du eine kleine Leiter zum Klettern bereitstellen.
  • Abgründe überwinden: Von einem erhöhten Punkt auf einen etwas weiter entfernten zu springen, ist für Katzen ein Kinderspiel. Überschätz aber nicht die Sprungkraft deiner Mieze und übertreib es nicht mit dem Abstand.
  • Hochsprung: Aus dem Stand zu einem Ziel hochspringen, vielleicht einem Spielzeug oder Glöckchen, ist eine weitere denkbare Aufgabe.
  • Balanceakt: Ihre Anatomie ermöglicht es der Katze, beim Laufen die Pfoten dicht hintereinander aufzusetzen. Das befähigt sie zum lässigen Balancieren. Eine nicht zu schmale Leiste zwischen zwei erhöhten Punkten ist ein katzengerechtes Hindernis.
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