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Eine Katze schleicht sich an einen Laserpointer-Punkt

Katzen und Laserpointer – die Jagd nach dem Licht

Selbst im gemütlichsten Stubentiger schlummert ein Raubtier. Auch wenn Ihre Mieze sich Futter nicht selbst erbeuten muss, liegt ihr das Jagen im Blut. Spiele, bei denen sie die entsprechenden Fähigkeiten trainieren kann, stehen hoch im Kurs. Neben Spielzeugen wie Bällchen oder Federangeln ist der Laserpointer ein futuristisches Instrument für Jagdimpulse. Vielleicht lohnt sich auch für Sie die Anschaffung von einem Laserpointer für Katzen. Was Sie beachten sollten, erfahren Sie hier.

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Was ist ein Laserpointer?

Das Wort Laserpointer lässt sich grob mit „Laser-Anzeiger“ übersetzen. Es handelt sich bei den handlichen Geräten um die Hightech-Version eines Zeigestabes. Ursprünglich wurden Laserpointer entwickelt, um die Blicke von Beobachtern auf Stellen zu lenken, die mit herkömmlichen Hilfsmitteln nicht zu erreichen sind. Das intensive und stark gebündelte Laserlicht kann beispielsweise bei Vorträgen mit großen Wandprojektionen eingesetzt werden.

 

Ursprünglich war das Licht eines Laserpointers rot; zwischenzeitlich sind auch grün, blau und orange leuchtende Modelle verfügbar. Als Katzenspielzeug zweckentfremdet, kann der vom Laserpointer erzeugte Lichtpunkt für die Katze ein spannendes Jagdziel darstellen. Aber Achtung: Laserpointer sind nicht als Spielzeuge entworfen und bei unprofessioneller Handhabung nicht ungefährlich. Machen Sie sich gut mit dem Gerät und seiner Anwendung vertraut.

Ist ein Laserpointer für die Katze schädlich?

Laserstrahlen sind elektromagnetische Wellen, deren Helligkeit sich von „normalen“ Leuchtmitteln insoweit unterscheidet, als die Lichtstrahlung extrem intensiv sowie scharf gebündelt ist und sich auf einen kleinen Frequenzbereich beschränkt. Abhängig von ihren technischen Spezifikationen werden Laser in unterschiedliche Klassen mit jeweils eigenen Gefahrenstufen eingeteilt. Eine starke Laserstrahlung kann zu schweren Schäden führen, etwa wenn Haut oder Augen dem Laser ausgesetzt sind.

 

Nun sind die frei verkäuflichen Laserpointer natürlich keine Hochleistungslaser. Dennoch sollten Sie beim Kauf eines Laserpointers darauf achten, welcher Laserklasse er zugeordnet ist. Als sicher gelten Geräte der Klasse 1. Bereits Laserpointer der Klassen 1M oder 1C können riskant sein, wenn das Laserlicht durch optische Vorrichtungen zusätzlich modifiziert wird. Das ist übrigens schon der Fall, wenn zum Beispiel ein Brillenträger versehentlich in das Licht blickt.

 

Bedenkt man nun, dass die Augen einer Katze große Unterschiede zu denen von Menschen aufweisen, ist die Gefahr von Augenschäden für den Vierbeiner viel größer. Die empfindlichen Katzenaugen nehmen über das „Tapetum lucidum“, eine reflektierende Schicht hinter der Netzhaut, Licht viel stärker auf. Zudem ist ihr Lidschlussreflex anders bemessen und sogar der Widerschein eines Laserpointers auf einer spiegelnden Fläche kann zum Risiko werden. Im schlimmsten Fall kann der unsachgemäße Umgang mit dem Laserpointer die Katze blind machen oder das Sehvermögen stark schädigen.

Warum jagen Katzen Laserpointer?

Wenn Katzen mit dem Laserpointer spielen, erregt der bewegliche Lichtpunkt ihre Aufmerksamkeit, der wild über Oberflächen flitzt und für die Pfoten einfach nicht zu packen ist. Hinzu kommt ein für Menschenaugen nicht erkennbarer Effekt: Da Katzenaugen wesentlich mehr Bilder pro Sekunde und somit differenziertere Phasen der Lichtwellen aufnehmen als die menschlichen Sehorgane, „flimmert“ das Licht in ihrer Wahrnehmung.

 

Allerdings gibt es ebenso Katzen, die den Laserpointern nichts abgewinnen können oder schon nach kurzer Zeit das Interesse daran verlieren. Der Grund dafür: Die Jagd auf den Lichtpunkt ist kein ganzheitliches Erlebnis. Er gibt weder Gerüche noch Geräusche von sich und auch ein Tastreiz an den Katzenpfoten bleibt aus, wenn der Tiger sich auf das leuchtende Ziel stürzt.

 

Als „Beute“ ist der Laserpunkt damit für viele Katzen eine eher frustrierende Erfahrung und nicht zu vergleichen mit einem „pfotenfesten“ Bällchen oder einer Katzenangel, die sinnliche Erlebnisse bieten. Auch das Anschleichen und Auflauern kommt zu kurz, während das Hinterherhetzen das Tier stark aufputschen kann. Gerade das Betatzeln, Hineinbeißen und „Erledigen“ der Spielbeute ist jedoch ein zentrales Element des Spielverhaltens.

Eine kurze Spieleinheit, die den Jagdtrieb anregt, aber beendet wird, noch bevor sich Frust über ausbleibende Erfolge breitmacht, kann durchaus anregend für den Stubentiger sein. Das herumsausende Licht bleibt für die Katze dann mysteriös und interessant, bindet ihre Aufmerksamkeit aber nicht allzu lange. Spielt die Katze mit dem Laserpointer, sollte als Belohnung für einen „Jagderfolg“ zum Abschluss immer ein Leckerli bereitliegen, damit das Jagdspiel nicht ins Leere läuft.

Was ist beim Spiel mit dem Laserpointer zu beachten?

Wenn Sie einen Laserpointer für Katzen kaufen, achten Sie auf folgende Punkte:

  • Laserpointer, die für Katzen geeignet sind, werden nach DIN-Norm der Klasse 1 (ohne Buchstabenzusätze) zugeordnet.
  • Die üblichen Herstellerhinweise, die sich auf die „optische Ungefährlichkeit“ anderer Laserklassen beziehen, gehen auf das Menschenauge ein. Die Gefahrenlage für Katzen ist wesentlich höher.
  • Leuchten Sie Ihrer Katze auf gar keinen Fall mit dem Laserpointer ins Gesicht!
  • Verwenden Sie den Pointer nicht auf reflektierenden Oberflächen wie Fliesen, Laminat und Parkett.
  • Schalten Sie den Laserpointer bei Nichtbenutzung stets aus und lassen Sie ihn nicht für die Katze erreichbar herumliegen.
  • Kinder sollten beim Spiel mit der Samtpfote keinesfalls einen Laserpointer benutzen.
  • Richten Sie am Ende des Spiels den Laserpointer auf ein Objekt, das die Katze „erlegen“ kann (zum Beispiel eine Spielmaus) und belohnen Sie sie mit einem Leckerli.

Gegen eine kurze Hatz auf den Lichtpunkt ist nichts einzuwenden, wenn Sie sorgsam mit dem Laserpointer umgehen und sich dessen bewusst sind, dass diese Gegenstände grundsätzlich nicht als Spielzeug gedacht sind. Viel intensiver ist das gemeinsame Spiel jedoch mit einem „echten“, alle Katzensinne ansprechenden Objekt. Der Laserpointer sollte Katzenangel und Co. allenfalls ergänzen, nie ersetzen.

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