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Drei spielende Welpen auf Wiese

Hunde sozialisieren – ein guter Start ins gemeinsame Leben

Unter Tierhaltern hört man immer wieder, dass der Hund gut sozialisiert werden muss. Aber was bedeutet das eigentlich genau und wie können Sie Ihren eigenen Hund sozialisieren? Viele Hundeschulen hatten jedoch während der Pandemie geschlossen. Erfahren Sie hier mehr über die wichtige Sozialisierungsphase Ihres Welpen und Junghundes. Aber auch ältere Vierbeiner oder Hunde, die aus dem Tierschutz kommen, können mit Geduld und Konsequenz noch sozialisiert werden.

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Was ist ein gut sozialisierter Hund?

Wenn man von einem gut sozialisierten Hund spricht, bedeutet das, dass das Tier schon als Welpe gelernt hat, mit Artgenossen, aber auch anderen Lebewesen angemessen zu kommunizieren. Er weiß, die Kommunikationssignale zu deuten und sich in Bezug darauf korrekt zu verhalten. Gleichzeitig ist der Hund fähig, auf seine Umwelt und veränderte Situationen souverän zu reagieren und recht gelassen damit umzugehen. Egal, ob ein Baby auf einmal neben ihm schreit oder die Straßenbahn an ihm vorbeifährt, für einen gut sozialisierten Hund stellen unerwartete Ereignisse, unbekannte Menschen oder Geräusche in der Regel kein Problem dar. Er geht relativ angstfrei mit Ihnen durchs Leben, wobei er dennoch eine natürliche Vorsicht besitzt.

 

Kurzum: Ein Hund, der gut sozialisiert ist, ist ein zuverlässiger Partner, mit dem Sie problemlos den Alltag bewältigen. Ängstliche und unsouveräne Hunde können in unbekannten Alltagssituationen anfangen zu bellen, panisch die Flucht zu ergreifen oder aggressiv zu werden, was den normalen Tagesablauf für Sie, aber auch für den Hund anstrengend und problematisch gestaltet.

Hunde sozialisieren: Warum ist das so wichtig?

Im Alter ab der vierten bis ungefähr zur 20. Lebenswoche sind Welpen besonders aufnahmefähig für neue Reize, Menschen und Situationen. Werden Sie in dieser Lebensphase mit Neuem konfrontiert und erleben sie diese Erfahrung als positiv, speichern sie das Erlebte auch so. Umgekehrt gilt dies natürlich ebenso: Negative Erlebnisse werden in Erinnerung behalten und führen dazu, dass der Hund diese meidet oder ängstlich darauf reagiert.

Wie Sie Ihren Hund sozialisieren

In der Regel kommt der Welpe ab der achten Lebenswoche, also rund vier Wochen nach dem Beginn der Sozialisationsphase, eventuell auch ein oder zwei Wochen später, zu Ihnen. Ein guter Züchter übergibt Ihnen einen Hund, der schon ab der vierten Woche Artgenossen, Menschen und die unterschiedlichsten Umweltreize kennengelernt hat. Die Arbeit des Züchters müssen Sie nun ab dem Einzug des Welpen bei Ihnen fortführen.

 

Da Hunde zu der Zeit des Umzugs zwischen der achten und zehnten Woche eine sensible Phase erleben, in der Sie zurückhaltender und vorsichtiger auf neue Dinge zugehen, sollten Sie den Einzug des Welpen besonders behutsam gestalten. Lassen Sie Ihrem neuen Familienmitglied ausreichend Zeit, die neue Umgebung zu erkunden und die im Haushalt lebenden Menschen und Tiere kennenzulernen. Überfordern Sie den Hund nicht mit übertriebener Aufmerksamkeit und bedrängen Sie den Welpen nicht. Wenn der Hund sich nach ein paar Tagen eingelebt hat, können Sie ihn langsam und Schritt für Schritt mit den Dingen und Situationen bekannt machen, die ihm im Alltag auch in Zukunft immer wieder begegnen werden.

Hunde sozialisieren: Tipps und Tricks für den Alltag

  1. Überlegen Sie in Ruhe, mit welchen Situationen, Geräuschen, technischen Geräten, Umgebungen und Lebewesen der Hund in Ihrem Alltag konfrontiert werden wird. Dies kann das Geräusch des laufenden Staubsaugers sein, die Fahrt mit dem Bus oder der Umgang mit kleinen Kindern. Führen Sie den Hund Stück für Stück an diese neuen Dinge heran und sorgen Sie dafür, dass diese Begegnungen für den Welpen positiv verlaufen.
  2. Unternehmen Sie mit dem Welpen abwechslungsreiche Ausflüge. Dies kann eine Tour aufs Land sein, wo der Hund Schafe oder Kühe kennenlernt, oder eine Fahrt in die Stadt, wo er sich an eine größere Anzahl an Menschen, einen Fahrstuhl oder eine Rolltreppe gewöhnen muss. Gehen Sie dabei langsam und geduldig vor und schützen Sie den Hund vor Überforderung.
  3. Konfrontieren Sie Ihren tierischen Lebensgefährten auch mit den unterschiedlichsten Arten von Menschen und der Art der menschlichen Kommunikation. Es ist wichtig, dass das Tier später keine Angst vor großen Männern, körperlich behinderten Menschen oder kleinen Kindern hat.
  4. Gehen Sie mit dem Hund auf verschiedenen Untergründen in unterschiedlichen Umgebungen spazieren. Dies kann ein Spaziergang im Wald sein, der Besuch eines Sportplatzes oder das Laufen über Metallbrücken.
  5. Suchen Sie eine gute Welpenschule in Ihrer Umgebung und besuchen Sie einen Welpenkurs. Hier lernt Ihr Vierbeiner den Umgang und die Kommunikation mit anderen Artgenossen unterschiedlicher Rassen mit verschiedenen Charakteren. Darüber hinaus fördern gemeinsame Übungen die Bindung zwischen Hund und Halter. Der Austausch mit den Hundetrainern und anderen Hundehaltern hilft Ihnen dabei, Ihren Hund besser zu deuten und zu verstehen.
  6. So wichtig Hundeerziehung und die Sozialisierung sind, vergessen Sie nie, dass der Hund und auch Sie dabei Spaß haben sollten. Setzen Sie sich und den Hund nie unnötig unter Druck und gehen Sie die ganze Sache positiv und mit Freude an.
Hund sitzt und wartet auf Belohnung

Expertentipp der Redaktion: Hunde lernen viel voneinander, weshalb Hundebegegnungen in der Spielgruppe oder im Park erst einmal gut sind. Hüten Sie sich jedoch bei Streitigkeiten unter den Tieren vor der Annahme „Die Hunde regeln das schon unter sich“. Diese Annahme ist eine Legende. Schreiten Sie ein, sobald Sie sehen, dass Ihr Hund einen anderen terrorisiert oder zum Opfer wird. Schlechte Erlebnisse mit Artgenossen können traumatisch sein!

So finden Sie eine gute Hundeschule

Leider kann sich heute jeder eine Schleppleine kaufen, eine Pfeife umhängen und sich Hundetrainer nennen. Der Beruf ist in Deutschland nicht geschützt, obwohl Nachfrage und Anforderungen stetig steigen. Deshalb hat sich die Interessengemeinschaft unabhängiger Hundeschulen gebildet, um einen hohen Ausbildungs- und Qualitätsstandard zu bieten und zu sichern. Ein solcher Verbund sind auch die profis4dogs der Pet Group, der unter anderem der bekannte Wolfsforscher, Autor und Trainer Günter Bloch angehört.

 

Die Hundeschulen der Pet Group und IG (Interessengemeinschaft unabhängiger Hundeschulen e.V. ) finden Sie im Internet nach Postleitzahlen geordnet, und bestimmt ist auch in Ihrer Nähe eine Schule mit Qualitätssiegel dabei. Eine gute Quelle bei der Suche nach der passenden Hundeschule und Welpenspielgruppe sind Tierärzte oder die Verkäufer im Fressnapf-Markt in Ihrer Nähe. Dort treffen Sie auch andere Hundehalter, die Sie nach ihren Erfahrungen und Empfehlungen befragen sollten.

 

Achten Sie darauf, dass die Gruppen in der Hundeschule nicht zu groß sind, so dass sich der Trainer um jeden Vierbeiner kümmern kann.

Hund läuft Slalom durch Hindernisse

So erziehen Sie einen älteren Hund

Natürlich lernen junge Hunde schneller als erwachsene. Sie sind neugieriger und  lernen spielerischer. Die gute Nachricht aber ist: Hunde lernen ein Leben lang. Ebenso wie sich noch eine Grauschnauze etwa das Betteln angewöhnen kann, wenn es ihr Erfolg beschert, kann man ihr dieses Verhalten auch wieder abtrainieren.  Der Vorteil bei der Erziehung eines älteren Hundes ist, dass er in der Regel bereits stubenrein ist, ruhiger und sich nicht mehr durch äußere Reize ablenken lässt – weil er sie schon kennt. Komplizierter ist seine Erziehung, weil sich seine Verhaltensmuster über Jahre verfestigt haben. Konsequenz und Geduld ist gefragt – vor allem von Ihnen!

 

Ist Ihr Vierbeiner aggressiv gegenüber anderen Hunden oder Menschen? Bellt er ausdauernd? Schafft er Unordnung in Ihrer Wohnung, wenn Sie ihn alleine lassen? Dann suchen Sie einen Hundetrainer auf und forschen Sie gemeinsam nach den Ursachen, warum sich der Hund so verhält. Sobald Sie die kennen, lässt sich besser mit einem Training gegensteuern.

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Hund spielt mit seinem Spielzeug.
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Für die richtige geistige und körperliche Auslastung Ihres Hundes.

 

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