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Hund jagt Katze, Begegnung von Hund und Katze

Hund jagt Katze – Ratgeber zum entspannten Miteinander

Hund und Katze sind nicht gerade ein Herz und eine Seele. Und dann wiederum können Sie bewundernswert gut miteinander auskommen. Sie fragen sich vielleicht, wie das kommt? Warum macht der eine Hund respektvoll einen Bogen um die Katze, der andere schläft sogar auf einem Sofa mit ihr zusammen und der dritte nimmt Katzen nur als Hetzobjekte wahr? Lesen Sie hier mehr über die Ursachen des Jagens von Katzen und wie Sie dem Verhalten Ihres Hundes entgegensteuern können.

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Warum jagen Hunde Katzen? Das sollten Sie wissen

Den Jagdinstinkt hat der Wolf, der Urahn der Hunde, ausnahmslos allen Fellnasen vererbt. Der Instinkt kann sehr schwach, gar nicht oder sehr stark ausgeprägt sein, wie beispielsweise bei speziellen seit Jahrhunderten dafür gezüchteten Jagdhunden. Dass Hunde dieser Rassen Katzen jagten, verwundert kaum. Warum aber jagen Hunde Katzen, die ansonsten keinen Jagdinstinkt vorzeigen?

 

Der Grund liegt zunächst an dem Impuls, den die Katze (ungewollt) an den Hund gibt. Die Trigger – also Auslöser – der plötzlichen und schnellen Bewegung sprechen sogar jenen Vierbeiner an, der bisher keine Jagdgelüste gezeigt hat. Übrigens, eine Katze reagiert auf die gleichen Trigger – und zwar bei einer Maus. Darüber hinaus lernt der Hund schnell, dass die Sichtung einer Katze immer von einem solchen Reiz (Flucht) begleitet wird. Mit anderen Worten: Ihr Hund „wartet“ auf diese Situation, weil sie ihn positiv erregt. So mancher Vierbeiner bellt vor Erregung die Katzen an und zeigt damit seine Motivation, die Beute aufzuscheuchen, um das spannende Erlebnis des Hinterherhetzens zu erleben.

Wenn der Hund die Katzen jagt: Das können Sie dagegen tun

Haben Sie einen echten Jagdhund, so sollten Sie mit einem vollständigen Antijagdtraining beginnen. Das erfordert viel Geduld und große Konsequenz, ist aber die einzige Methode, dem Jagdinstinkt Ihres Hundes durch Kontrolle seines Jagdtriebs beizukommen. Hetzt Ihr Hund Katzen wie Fahrradfahrer gleichermaßen, dann tut er es möglicherweise aus Frust, Stress, fehlender Sozialisation oder Langeweile. Um das zu korrigieren, reicht häufig aus, artgerechte Beschäftigung mit dem Hund einzuüben (Agility, Clickertraining).

 

Hat Ihr Hund es speziell auf Katzen abgesehen, so können Sie zunächst mit den drei hier vorgestellten Methoden beginnen. Sollten diese nicht zum Erfolg führen, so ist ein Antijagdtraining für Ihren Hund unumgänglich.

 

Fressnapf hat einen Ratgeber zum Thema “Antijagdtraining” für Sie bereitgestellt.

Zusammenführung von Hund und Katze

Methode 1: das Abbruchkommando

Das Ziel der Übung ist es, Ihrem Hund beizubringen, dass das Ablassen von der Katze sich für ihn lohnt. Nehmen Sie ein Leckerli in je eine Hand. Ein besonderes „Super-Leckerli“ verstecken Sie in der geschlossenen und ein „Normalleckerli“ in der offenen Hand, welche Sie nun dem Hund vorzeigen. Dieser wird an das Leckerli herankommen wollen und Ihre Hand anstupsen. Sofort sprechen Sie das Kommando „Lass es!“ und ignorieren den Hund bei seinen Bemühungen. Jedes Mal, wenn er Ihre Hand mit dem Leckerli zu erreichen versucht, heißt es „Lass es!“. Hat der Hund sich beruhigt und sich sogar vor Ihnen hingesetzt, belohnen Sie ihn sofort mit dem Super-Leckerli aus der anderen Hand.

 

Achtung: Niemals das erste Leckerli dafür benutzen! Diese Maßnahme ist sehr wichtig, andernfalls würden Sie Ihren Hund mit dem zuvor als verboten markierten Leckerli belohnen.

 

Wiederholen Sie diese Übung mehrmals täglich, bis der Hund begreift, was das Kommando „Lass es!“ bedeutet. Sie können die Schwierigkeitsstufe steigern, und das verbotene Leckerli auf den Boden vor Ihre Füße legen. Erst wenn das Kommando gut eingeübt ist, dürfen Sie die Situation auf eine Katzenbegegnung übertragen. Dabei halten Sie Ihren Hund an kurzer Leine und führen ihn an einer entfernt sitzenden Katze vorbei. Das Kommando wird punktgenau gegeben, sobald der Hund typische Anzeichen von beginnendem Interesse an der Katze zeigt. Bei Ablassen von der Katze wird sofort belohnt.

Methode 2: die Rangordnung

Sollte Ihr Hund die Hauskatze im eigenen Zuhause jagen, dann begreift er sie nicht als Teil des „gemischten Rudels“. Die Aufgabe der Übung ist es daher, dem Hund die Stellung der Katze im Haushalt begreiflich zu machen. Dabei müssen Sie Ihrem Vierbeiner vorleben, dass die Katze einen Rang über ihm steht.

 

Beginnen Sie damit, dass Sie vor den Augen Ihres Hundes zunächst die Katze begrüßen und anschließend ihn. Geben Sie immer zuerst der Katze das Fressen, dann dem Hund. Wenn Sie an beide Tiere Leckerlis verteilen, dann auch hier: die Katze zuerst. Stellen Sie auf diese Weise eine Rangordnung her, ohne aber Ihren Hund zu vernachlässigen. Keinesfalls sollte er auf die Katze „neidisch“ werden, denn dann wird sie erst recht zum roten Tuch für ihn.

Methode 3: die Sprühflasche für hartnäckige Fälle unterwegs

Nicht selten reagiert ein Hund maßlos verblüfft, wenn er auf eine Katze trifft, die ihm Paroli bietet, sich umdreht und ihm droht. Hierbei wird ein lang eingeübtes Verhaltensmuster des Hundes durch die Katze selbst gestört – plötzlich begreift der Hund, dass Katzen nicht bloß Jagdobjekte sind!

 

Die Störung der Rollenverteilung muss nun der Hundehalter übernehmen. Hundetrainer wie Martin Rütter empfehlen das Sprühen: Dafür füllen Sie eine handliche Sprühflasche ausschließlich mit klarem, sauberem und am besten kaltem Wasser. Sobald Ihr Hund dazu ansetzt, in wildes Gebelle oder Gezerre wegen einer gesichteten Katze auszubrechen, sprühen Sie ihm in den Nacken. Beachten Sie dabei das richtige Timing: Erste Hetzanzeichen, Kommando „Lass es!“, sprühen!

 

Sprühen Sie niemals in die Augen des Hundes und benutzen Sie ausschließlich klares Wasser.

Hier erhalten Sie Tipps für die Zusammenführung von Hund und Katze:

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