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Welpen BARFen – ist alleinige Rohfütterung ratsam?

13.12.2023 - Lesedauer: 9 Minuten

Weißer Welpe frisst aus Hundenapf

BARFen steht bereits seit vielen Jahren bei immer mehr Hundehaltern hoch im Kurs. Die Tierfreunde schätzen die Möglichkeit, ihr Tier besonders natürlich und artgerecht zu füttern. Doch auch Unverträglichkeiten und Allergien können ein guter Grund sein, um auf Rohfütterung umzusteigen. Selbstverständlich willst du deinen Liebling bestmöglich versorgen und das vom ersten Tag an. Wir beschäftigen uns mit der Frage, ob für deinen Welpen BARFen die richtige Wahl beim Futter ist.

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Welpen und BARFen – was ist BARF überhaupt?

B.A.R.F. ist die Abkürzung für „Biologisch Artgerechte Rohfütterung“. Dahinter steht der Gedanke, Hunde möglichst naturnah zu ernähren. Die Zusammensetzung des Futters orientiert sich an den Vorfahren unserer Haushunde – nämlich am Wolf. Wölfe fressen nicht nur Fleisch, sondern nehmen mit ihren Beutetieren, die ja meist Pflanzenfresser sind, auch pflanzliche Produkte mit auf. Sie brauchen diese pflanzlichen Anteile für ihre Verdauung und Nährstoffversorgung.

Das Wissen rund um den Speiseplan der Wölfe haben Ernährungsexperten herangezogen, um die Tagesrationen für Hunde zu berechnen. Anders als beim Fertigfutter hast du als Hundehalter hier jede Zutat voll im Blick und in der Hand. Damit geht eine große Verantwortung einher, denn der von dir erstellte Futterplan muss alle Bedürfnisse deines Vierbeiners decken.

Man unterscheidet zwischen vollem BARFen und Teil-BARFen. Bei Letzterem wird die Rohfütterung mit anderen Futtersorten kombiniert.
Naturnah, regional und ohne Zusatzstoffe – spricht dich die Idee zu BARFen an? Mit einem Welpen im Haus stellt sich nun die Frage: Ist BARFen nur für erwachsene Hunde sinnvoll – oder schon für Welpen eine Alternative zur Fertignahrung?

Welpen BARFen – ja oder nein?

Damit dein neuer Mitbewohner mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt wird, die er zum Wachsen braucht, solltest du dich vorab genau informieren, was du generell bei der Ernährung beachten musst. Gerade in den ersten Wochen nach dem Umzug ist der kleine Magen-Darm-Trakt noch sehr empfindlich. Er kann zum Beispiel keine großen Portionen auf einmal aufnehmen. Deshalb werden Welpen in den ersten acht bis zwölf Wochen mindestens fünfmal am Tag gefüttert.

Doch ist es gut, direkt zu BARFen? Immer mehr Züchter machen ihre Welpen heute schon bei der Entwöhnung von der Milch mit Rohfütterung vertraut. Die meisten Hunde lieben ihre BARF-Portionen. Allerdings birgt das Welpen-BARFen auch Risiken. Gerade in den ersten Monaten wachsen die kleinen Fellnasen enorm. Ihr Nährstoffbedarf verändert sich regelmäßig. In dieser Zeit zu BARFen, stellt hohe Ansprüche an den Hundehalter. Die Zusammensetzung der Portionen muss alle ein bis zwei Wochen geprüft und angepasst werden.

Am besten wachsen du und dein Hund gemeinsam ins BARFen hinein. Wie das geht, erfährst du im Folgenden.

Ein weißer Hundenapf gefüllt mit BARFfutter

Tipp:

Bei Fragen und Unsicherheiten sowie für weiterführende Informationen empfiehlt sich auf jeden Fall ein Beratungsgespräch beim Tierarzt. Dieser kann dir sogar oft mit detaillierten Fütterungsplänen zur Seite stehen. Im besten Fall bietet die Praxis den Service einer tierärztlichen Ernährungsberatung an und kann dich im Hinblick auf das Welpen-BARFen eingehend beraten.

Ist BARFen für Welpen schädlich?

Nein, grundsätzlich ist rohes Futter – wenn es richtig ausgewählt und zubereitet wird – für Welpen nicht schädlich oder ungesund. Je jünger das Tier, desto wichtiger ist es, Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten. Informiere dich online oder mit einem Buch über das BARFen, die potenziellen Inhaltsstoffe, den Nährstoffbedarf und die möglichen Zusatzstoffe.

Möchtest du gerne BARFen, fang mit kleinsten Mengen an und betrachte es wie einen besonderen Leckerbissen für den Hund. Die BARF-Mengen sollten nur einen kleinen Teil der täglichen Ernährung ausmachen.

Achte auf die folgenden Grundsätze beim BARFen:

  • Nur rohes Fleisch aus bekannten Quellen verarbeiten.
  • Immer frisches Fleisch nutzen.
  • Nach wenigen Minuten die Reste wegräumen und entsorgen.
  • Bei jungen Welpen gründlich zerkleinern.
  • Vorsicht mit Knochenstücken, die unbemerkt im Fleisch stecken!
  • Äußerste Hygiene und Sauberkeit walten lassen.

Besonders leicht gelingt der Einstieg, wenn bereits beim Züchter geBARFt wurde. Das ist gar nicht so selten der Fall.

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BARF für Welpen: Geht das vor der achten Lebenswoche?

In der Regel füttert der Züchter den Welpen etwa ab der fünften Woche zu, oft handelt es sich dabei um Fertigfutter. Es ist aber durchaus möglich, in dieser frühen Phase bereits mit dem BARFen zu beginnen. Das Fleisch sollte fettarm und gehäutet sein. Zudem sollte es püriert werden, bevor es dem Wurf angeboten wird. Diese Fleischsorten bieten sich dafür an:

  • Hühnerfleisch
  • Putenfleisch
  • Ziegenfleisch

In diesem Alter geht es vor allem um den Geschmack und das Heranführen an die Rohfütterung. Knochen werden noch keine angeboten.
Verantwortungsvolle Züchter informieren dich als Welpenkäufer über die bisherige Fütterung. Oft bekommt man eine kleine Tüte mit der gewohnten Futtersorte für die ersten Tage mit nach Hause.

BARF bei Welpen nach der achten Lebenswoche

Es ist so weit: Dein Welpe zieht wahrscheinlich ungefähr im Alter von acht Wochen bei dir ein. In dieser aufregenden Zeit gibt es für dich und deinen neuen Mitbewohner viel Neues zu entdecken. Es zahlt sich aus, bereits im Vorfeld zu planen, wie die ersten Fütterungen aussehen sollen.
Generell gilt: Überstürze nichts in den ersten Tagen. Dein Welpe muss viele neue Eindrücke verarbeiten und benötigt eine gewisse Eingewöhnungszeit. Geh am besten auf Nummer sicher und füttre ihm einige Tage sein vertrautes Futter. Sollte der Züchter bereits geBARFt haben, kannst du dies natürlich ohne Probleme weiterführen.

Eine Futterumstellung sollte immer in kleinen Schritten passieren. Ersetze keinesfalls sofort alle Mahlzeiten durch BARF. Generell benötigen Welpen täglich etwa fünf kleine Mahlzeiten. Für den Anfang kannst du eine Portion täglich durch rohes Fleisch ersetzen. Verträgt der Hund diese Umstellung gut, steigere den Anteil in kleinen Etappen.

Es ist möglich, dass zu Beginn der Umstellung Durchfall oder Erbrechen auftritt. In diesem Fall ist es ratsam, die Rohfütterung abzubrechen, bis sich der Magen-Darm-Trakt beruhigt hat und die Häufchen wieder normal aussehen. Sollte dieser Zustand andauern oder wiederholt auftreten, befrage unbedingt deinen Tierarzt.

Tipp: Vermeide es, Fertigfutter und Rohfleisch zur selben Mahlzeit zu vermischen. Der Verdauungstrakt verarbeitet diese Lebensmittel unterschiedlich und der Stoffwechsel könnte auf diese Weise unnötig in Stress geraten.

BARF & Frostfutter für Hunde
Icon Hund Katze Ernährung

Welpen an BARF gewöhnen: So gelingt es!

Das Milchgebiss deines Welpen ist bereits voll entwickelt und die spitzen Zähnchen brauchen Beschäftigung. Gerade am Anfang kann es jedoch sinnvoll sein, das Fleisch zu wolfen. So vermeidest du, dass der Vierbeiner sich an großen Stücken verschluckt oder sich an zu harten Knochen verletzt.
Für den Einstieg am besten geeignet sind reine Fleischgaben. Beim Fleisch ohne Knochen ist das Risiko des Verschluckens gering.
Geeignete Fleischarten sind beispielsweise:

  • Geflügel wie Huhn, Pute oder Ente
  • Rind und Kalb
  • Lamm, Schaf oder Ziege
  • Fisch wie Lachs
  • Rinderpansen

Zusätzlich können Hunde ab etwa acht Wochen lernen, Knochen zu zerkauen. Günstig ist hierbei etwas zu wählen, das mit Sicherheit zu groß zum kompletten Verschlucken ist und vom Hund erst in Ruhe gekaut werden muss. Je nach Größe, Rasse und Alter des Hundes sind das zum Beispiel:

  • Hühnerhälse, -flügel oder -beine
  • Entenhälse
  • Kaninchenknochen
  • Knorpel

Für ein wenig ältere Welpen ab etwa sechs Monaten gut geeignet sind außerdem:

  • rohe Kalbsknochen
  • Lammrippen

Hunde lieben Knochen und nehmen sich ausgiebig Zeit, um den Leckerbissen zu genießen. Knochen liefern sehr viel Kalzium für Knochen und Zähne des Hundes. Bedenke bei der Auswahl aber, dass Knochen eine stopfende Wirkung haben. Zu viel Knochen auf einmal ist ein Risiko für deinen Welpen.

Achtung:
Füttere niemals gekochte Knochen. Diese können leicht splittern und schwere Verletzungen hervorrufen. Knochen zum Verfüttern müssen immer roh sein!

Welpen BARFen – die Mischung macht’s!

Die Zusammensetzung der BARF-Portion orientiert sich an den natürlichen Ernährungsbedürfnissen der Wolfsverwandtschaft „Hund“: Eine Futterportion sollte etwa zu 80 % aus tierischen und zu 20 % aus pflanzlichen Teilen bestehen. Etwa die Hälfte des Fleischanteils sollte hierbei Muskelfleisch einnehmen, die andere Hälfte setzt sich optimalerweise aus einer Mischung von beispielsweise Pansen und Knorpel zusammen.

Der pflanzliche Anteil muss sinnvoll gewählt werden. Viele Gemüsesorten sind roh nicht gut verträglich und verwertbar. Dazu gehören Karotten. Bei sehr aktiven Hunden, die eher zu einer schlanken Linie neigen, kann die Beimischung von Kohlenhydraten wie Haferflocken hilfreich sein. Der Anteil sollte aber 10 % nicht überschreiten.

Beim BARFen geht es nicht darum, „vor allem Fleisch“ zu verfüttern. Auch die Zusammensetzung der Fleischsorten spielt eine wichtige Rolle, um deinen Hund mit allen Nährstoffen zu versorgen. Eine ausreichende Kalziumversorgung zum Beispiel ist vor allem im Welpenalter von großer Bedeutung. Es trägt dazu bei, dass sich sowohl der Bewegungsapparat als auch die Zähne deines Lieblings normal und gesund entwickeln.

Achtung:
Vermeide unter allen Umständen, deinem Hund (auch im Erwachsenenalter) rohes Schweinefleisch zu füttern. Es kann das Aujeszky-Virus enthalten und die sogenannte Pseudowut (Aujeszkysche Krankheit) auslösen, die tödlich verläuft. Verzichte am besten ganz auf Schweinefleisch im Speiseplan deines Vierbeiners.

Welpen richtig BARFen – Futterzusätze und Öle

Spezielle BARF-Futterzusätze für Hunde können dazu beitragen, den kompletten Nährstoffbedarf deines Hundes zu decken. Achte darauf, die Dosierungsempfehlungen einzuhalten, um eine Über- und Unterversorgung zu vermeiden.

Geeignete Zusätze können Kräuter, Seealgenmehl oder Spirulina sein. Im Fachhandel finden sich zudem viele Öle und Fette wie Wildlachs-Öl mit wertvollen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren oder speziell gemischte BARF-Öle. Bereits ab dem Welpenalter kannst du so die Mahlzeit komplettieren.
Tipp: Gerade bei Welpen ist eine punktgenaue Dosierung unverzichtbar. Viele Tierärzte raten vom Welpen-BARFen ab, weil es so schwierig ist, die richtige Zusammensetzung auszurechnen und im Alltag umzusetzen.

Welpen an BARFen gewöhnen mit Fertig-BARF

Viele Tierbedarf-Geschäfte halten inzwischen fertig abgepacktes, zum BARFen geeignetes Fleisch oder rohe Komplettfuttermischungen bereit. Meist wird es in gefrorener Form und bereits geschnitten angeboten. Diese portionierten Abpackungen können nicht nur für BARF-Anfänger eine Erleichterung sein, sondern eignen sich ebenso, wenn es mal schnell gehen muss.

Es gibt von vielen Marken eine Fertig-BARF-Variante für Welpen. Die Zusammensetzung orientiert sich allerdings am durchschnittlichen Nährstoffbedarf für Welpen von zwei bis zwölf Monaten. Damit sind die konkreten Bedürfnisse nicht über den kompletten Zeitraum korrekt abgedeckt. Deshalb ist auch Fertig-BARF als einziges Futtermittel für deinen Welpen nicht empfehlenswert.

Teil-BARFen: Welpen mit einem abwechslungsreichen Speiseplan

Wer sich für das Konzept des BARFens interessiert, aber aufgrund der zahlreichen Risiken und Herausforderungen bei der Nährstoffversorgung lieber nicht komplett auf Rohfütterung umsteigen möchte, findet vielleicht Gefallen am Teil-BARFen. Welpen erhalten hierbei eine Art gemischte Fütterung.

„Teil-BARFen“ bedeutet, nur einige BARF-Mahlzeiten in den Speiseplan deines Lieblings zu integrieren. Das kann zum Beispiel ein schmackhafter Knochen mit hohem Fleischanteil als Snack am Nachmittag sein oder eine einzelne Mahlzeit am Morgen. Es ist ratsam, die BARF-Mahlzeit nicht am Abend zu geben, da die rohe Futtergabe schneller verdaut wird als zum Beispiel Trockenfutter. Letztere wirkt besser sättigend über Nacht.

Wenn dein Welpe diese Art der Ernährung gut verträgt, könnte das Teil-BARFen eine alltagstaugliche und etwas weniger aufwendige Fütterungsweise als reines BARF für dich darstellen. Es ist außerdem ein optimaler und risikoarmer Einstieg in die Welt der Rohfütterung, der dir alle Optionen lässt, später auf vollständiges BARFen umzusteigen, wenn aus deinem Welpen ein gesunder Junghund geworden ist, der bereits den ersten Geburtstag gefeiert hat.

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