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Eine Katze sitzt vor einer Lichterkette.

Silvester mit der Katze: Auf Samtpfoten gelassen ins neue Jahr

Silvester ist für Menschen ein fröhliches Fest. Traditionell trifft man sich mit Freunden und Verwandten zu einer ausgelassenen Party, und um Mitternacht wird es laut und bunt: Böllerschüsse knallen, Feuerwerk erhellt den Nachthimmel. Was für uns ein gespannt erwartetes Event ist, ist aus Katzenperspektive ein Albtraum: Viele fremde, laute Menschen versammeln sich im Revier, dazu knallt und blitzt es in unerträglicher Lautstärke. Kein Wunder, dass viele Katzen zu Silvester verstört sind und Stunden großer Verunsicherung und Angst durchleben. Doch du kannst einiges tun, um deiner Samtpfote etwas von der Angst zu nehmen und den stressigen letzten Tag des Jahres etwas angenehmer zu machen.

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Warum ist Silvester für Katzen so problematisch?

Katzen sind sensibel, reagieren auf ungewohnte Vorkommnisse misstrauisch und erschrecken sich schnell vor Geräuschen, die sie nicht zuordnen können. Das Hörvermögen einer Katze ist weitaus feiner als das eines Menschen: Ein Katzenohr nimmt bis zu 60.000 Hertz wahr, das menschliche nur 20.000 Hertz. Geräusche sind für die Katze also dreimal so laut wie für uns. Du kannst dir vorstellen, was ein plötzlich ertönender Böller für das empfindliche Katzengehör bedeutet. Dazu kommen die bunten Lichtblitze und Effekte greller Fontänen. Die Samtpfote kann nicht wissen, dass es sich bei einem so lautstarken Fest wie Silvester um etwas Harmloses handelt.

 

Auch die Anwesenheit von Partygästen und die vielen kleinen Detailveränderungen ihres Reviers, beispielsweise Dekorationen oder Musikbeschallung, verwirren die Katze. Dass die Menschen im Haushalt womöglich noch ausgelassener und lauter sind als gewöhnlich, trägt ebenfalls nicht zur Beruhigung der Katze bei.

 

Aus alledem folgt: Verzichte besser auf eine turbulente Silvesterparty im Katzenhaushalt. Du versetzt das Tier damit in unnötige Aufregung. Es hilft nicht, die Katze während der Party in ein anderes Zimmer zu verbannen. Damit erzeugst du allenfalls noch mehr Stress. Nimm Rücksicht und gestalte das Silvesterfest auf ruhige, gemütliche Art in einer Atmosphäre, in der die Katze sich sicher fühlt.

Wie verbringe ich Silvester sicher mit der Katze?

Freigängerkatzen solltest du an Silvester spätestens nachmittags ins Haus holen – besser noch bereits einige Tage zuvor: Erfahrungsgemäß können einige Mitmenschen mit dem Zünden von Böllern nicht bis zum Termin warten. Aus heiterem Himmel vom Knall erschreckt, kann die Katze in Panik geraten und flüchten und schlimmstenfalls nicht mehr nach Hause finden. Am Silvestertag selbst sorgst du für eine möglichst entspannte Atmosphäre in der Wohnung.

Was tun, wenn ich die Katze zu Silvester allein lassen muss?

Wenn es sich irgendwie vermeiden lässt, lass deine Katze an Silvester bitte nicht alleine: Der Stress durch den Lärm und die Abwesenheit ihrer Menschen sind für die Katze schwer zu ertragen. Wenn es gar nicht anders geht und sich auch kein Katzensitter organisieren lässt, bereite die Katze bereits einige Tage zuvor auf einen Aufenthalt in einem eigens eingerichteten, abgedunkelten Ruhezimmer vor. Stell dort alles bereit, was die Katze benötigt: Katzenklo, ein kuscheliges Katzenkörbchen, Futter- und Wassernapf. Sperr die Katze nicht ein, sorge aber dafür, dass die Atmosphäre im Zimmer besonders einladend ist: Beruhigende, vielleicht klassische Musik (als angenehme Ablenkung von den Knallgeräuschen) und gedimmte Beleuchtung machen den Raum als Rückzugsort heimelig. Probe die Situation unbedingt, damit die Katze damit vertraut wird.

 

Wenn du vor Verlassen des Hauses eine ausgiebige Spieleinheit einlegst, wird die Katze sich vielleicht zum Ausruhen zurückziehen und eventuell einen Teil der Aufregung verschlafen. Sprich bei Bedarf den Tierarzt auf ein leichtes pflanzliches Beruhigungsmittel an. Aber: Diese Anregungen sind lediglich ein Notfallplan. Als Katzenfreund solltest du Silvester zusammen mit deiner Samtpfote feiern.

Nach dem Feuerwerk: Wann kann die Katze wieder nach draußen?

Im neuen Jahr behältst du den Freigänger nach Möglichkeit noch einen oder zwei Tage im Haus: Es besteht immer noch die Gefahr, dass übrig gebliebene Böller gezündet werden. Auch die Rückstände der Raketen wie Pulverreste, die nun überall herumliegen, sind gesundheitlich nicht unbedenklich für die Katze. Entsorge Silvestermüll zumindest vom eigenen Grundstück.

 

Übrigens: Nicht alle Katzen geraten zu Silvester in Panik. Manche Samtpfote erweist sich als echter „Routinier“, der den Trubel gelassen ignoriert oder sich sogar für die bunten Lichter vor dem Fenster interessiert.

Um deine Katze Silvester so angenehm wie möglich zu machen, beachte folgende Punkte:

  • Feiern im kleinen Rahmen: Ein gemütliches Zusammensitzen mit einer überschaubaren Anzahl Gäste ist für die Katze angenehmer als eine turbulente Party.
  • Kleines Festmahl: Wenn du dich zum Beispiel zum Fondue verabredest, kannst du ein wenig frisches Fleisch – natürlich katzengerecht portioniert und zubereitet – für deinen Stubentiger beiseitelegen und ihn mit diesem besonderen Leckerchen positiv stimmen.
  • Zurückhaltung: Instruiere deine Gäste, die Katze nicht mit gut gemeinter Zuneigung zu bedrängen, sofern sie das nicht selbst einfordert.
  • Beleuchtung: Dunkel die Wohnung möglichst mit Jalousien oder Gardinen ab, sorge zugleich aber für eine sanfte Innenbeleuchtung, um die Irritationen durch Lichtblitze zu mindern.
  • Trubel ignorieren: Leider gibt es kaum Möglichkeiten, um den mitternächtlichen Lärm abzuschirmen. Du und deine Gäste sollten versuchen, durch unaufgeregtes Verhalten beruhigend auf die Katze einzuwirken. Tu also so, als würdest du das Knallen nicht beachten.
  • Beruhigende Nähe: Wenn mehrere Katzen im Haus sind, ist es hilfreich, wenn jedes Tier einen vertrauten Menschenschoß zur Verfügung hat, wo es während der heißen Phase beruhigende Streicheleinheiten bekommt, wenn ihm danach ist. Toleriere aber auch, wenn die Tiere sich lieber zurückziehen und ein Versteck oder einen Raum aufsuchen, wo sie sich sicher fühlen.
  • Kein Mitleid: Widerstehe dem Impuls, das Tier trösten zu wollen. Die Katze erkennt diese Emotionen und wird in der Annahme bestärkt, dass etwas Besorgniserregendes vorgeht. Verwehre ihr aber nicht die Streicheleinheiten, wenn sie danach verlangt.
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