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Der letzte Lebensabschnitt: Wann ist der Zeitpunkt gekommen, dich von deinem Hund zu verabschieden?

Oft sind es nur Augenblicke – eine Situation, in der sich dein Vierbeiner plötzlich anders verhält – in denen dir klar wird, dass dein teurer Freund und Begleiter in die Jahre gekommen ist. Treppen werden zur Hürde, der Sprung aus dem Kofferraum zur Herausforderung und das Spielzeug bleibt unangetastet liegen. Die Erkenntnis, dass die gemeinsame Zeit sich dem Ende entgegen neigt, ist schmerzhaft. Doch neben den üblichen Gebrechen, die das Altern mit sich bringt, können auch fortschreitende Krankheiten die Lebensqualität schwinden lassen. Vielleicht stellt sich dir früher oder später die Frage, ob du deinen Liebling von seinen Leiden erlösen solltest. Woran du erkennst, wann der richtige Zeitpunkt zum Handeln gekommen ist, haben wir hier für dich zusammengestellt.

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Wie erkennst du, dass der letzte Lebensabschnitt deines Hundes begonnen hat?

Wahrscheinlich wünscht sich jede:r Hundehalter:in einen natürlichen Tod für seinen Liebling. Dass er einfach friedlich in seinem Körbchen einschläft und nicht mehr aufwacht. Leider erfüllt sich dieser Wunsch nur selten. Viel häufiger ist es so, dass die Vierbeiner im Verlauf weniger Wochen stark abbauen und in den letzten Tagen, nach und nach verschiedene Körperfunktionen einstellen. So werden die Muskeln, Atmung und Herzschlag schwach, Organe, wie Leber und Nieren stellen die Funktion ein und die Blasen- und Darmkontrolle geht verloren. Tiermediziner:innen sprechen häufig von drei Sterbephasen: In der ersten verweigert der Hund über mehrere Tage Futter und Wasser, in der zweiten kommt es zu einem vorrübergehenden Bewegungsdrang und in der dritten legen sich die Tiere ab, krampfen und koten häufig, bis schließlich der Tod eintritt. Zeigt dein Hund die ersten körperlichen Anzeichen, dass sein Leben zu Ende geht, stehst du vor einer schwierigen Entscheidung. Ist es sinnvoll ihn zu erlösen, oder kann er seine letzten Stunden schmerzfrei verbringen? Kannst du ihn dabei begleiten?

Doch auch ein Leiden kann den letzten Lebensabschnitt bestimmen – ganz unabhängig vom Lebensalter. Manche Erkrankungen sind nicht an sich tödlich, führen aber dazu, dass die Lebensqualität kontinuierlich abnimmt – beispielsweise chronische Gelenks- oder Wirbelsäulenerkrankungen. Andere Erkrankungen, wie zum Beispiel Lungen-, Nieren- oder Herzerkrankungen können zu akuten tödlichen Komplikationen führen oder zu einem qualvollen Leiden – besonders wenn die Wirkungsbereiche der Medikamente ausgereizt sind. Die entscheidende Frage, die sich stellt, ist also: Wie steht es um die Lebensqualität deines Hundes? Und welche Perspektive hat er? Kannst du deinem Hund ein – zumindest meistens – leidfreies Leben ermöglichen?

Schwierig macht deine Entscheidung, dass die Zeichen oft nicht eindeutig stehen, ob eine Euthanasie die richtige Entscheidung ist oder nicht. Das liegt oft auch daran, dass die Lebensqualität tagesformabhängig ist, insbesondere bei Tieren mit chronischen Erkrankungen. Außerdem ist es schwer, eine Entscheidung für ein Wesen zu treffen, das man liebt und das nicht mit Worten ausdrücken kann, was es möchte.

Wie kannst du die Lebensqualität deines Hundes bewerten?

Obwohl du deinen Hund am besten kennst, begleitest du ihn täglich im Alterungsprozess und auch im Verlauf von chronischen Erkrankungen. So kann es für dich schwer sein, einen objektiven Blick auf Veränderungen im Verhalten deines Vierbeiners wahrzunehmen. Die folgenden Kriterien können dir vielleicht dabei helfen, Entwicklungen zu erkennen und zu bewerten, wie es um Lebensqualität deines Hundes bestellt ist.

Trifft die jeweilige Aussage zu, vergibst du 0 Punkte, hast du Veränderungen wahrgenommen 1 Punkt und trifft die Aussage nicht zu vergibst du 2 Punkte:

  • Mein Hund nimmt unverändert am Familienleben teil und sucht Kontakt.
  • Er verhält sich gegenüber Familienmitgliedern und anderen Tieren im Haushalt unverändert (zum Beispiel zeigt er keine Aggression, Abwehr oder Angst).
  • Sein Appetit ist unverändert.
  • Sein Trinkverhalten ist unverändert.
  • Der Urinabsatz bereitet ihm keine Schwierigkeiten. Er ist stubenrein und nicht inkontinent.
  • Der Kotabsatz ist unverändert, kontrolliert und problemlos.
  • Er kann sich normal und schmerzfrei bewegen.
  • Er spielt gerne und ist aktiv.
  • Er hat dieselben Vorlieben und Abneigungen wie früher (zum Beispiel Reaktion auf Tierarztbesuche, Wichtigkeit des Reviermarkierens, Verhalten beim Klingeln an der Haustür, etc.).
  • Er zeigt keine Anzeichen von Stress oder Angst.
  • Er wirkt weder apathisch noch verwirrt.
  • Er hat keinen veränderten Tag-Nacht-Rhythmus.
  • Er atmet normal, ohne Anstrengung, hechelt nicht mehr als sonst.
  • Er zeigt keine Anzeichen von Schmerz.
  • Er zeigt kein Drangwandern oder ruheloses Umhergehen im gewohnten Umfeld.
  • Sein Allgemeinzustand hat sich in der letzten Zeit nicht verändert.

Auswertung:

0-8 Punkte
Die Lebensqualität deines Hundes scheint in Ordnung zu sein. Bist du dennoch im Zweifel, hole dir tierärztlichen Rat ein.

9-16 Punkte
Es gibt Einschränkungen in der Lebensqualität deines Vierbeiners. Nimm auf jeden Fall eine tierärztliche Untersuchung und ein Beratungsgespräch wahr, um abzuklären woran die Einschränkungen liegen könnten.

17-32 Punkte
Dein Hund hat eine deutlich eingeschränkte Lebensqualität. Eine zeitnahe tierärztliche Beratung ist dringend zu empfehlen.

Besprich diese und andere Fragen ausführlich in der Tierarztpraxis deines Vertrauens. Dein:e Veterinärmediziner:in wird dir dabei helfen, die Antworten fachlich einzuordnen und zu bewerten.

Wann ist der Zeitpunkt gekommen, deinen Hund einzuschläfern?

  • Wenn dein Hund kontinuierlich Schmerzen hat, die mit Medikamenten nicht zu lindern sind.
  • Wenn die Auswirkungen einer Erkrankung die Lebensqualität deines Hundes dauerhaft stark beeinträchtigen, wie zum Beispiel Atemnot oder starke Demenz.
  • Wenn dein Hund nicht mehr frisst und abmagert.
  • Wenn dein Hund nicht mehr selbständig trinkt und du ihm Wasser ins Maul eingeben musst.

Letztlich lässt sich der richtige Moment nicht objektiv bestimmen. Das macht die Euthanasie zu einer so schwierigen Entscheidung, die auch aus dem Bauch heraus fällt. Die Angst vor einer Fehlentscheidung oder vor dem Verlust des geliebten Hundes, trägt nicht dazu bei die richtige Entscheidung zur treffen. Vielleicht ist es gut, sich klarzumachen, dass es den optimalen, besten, richtigen oder einzigen Zeitpunkt einfach nicht gibt.

Wie bereitest du dich und deinen Hund auf die Euthanasie vor?

Gerade in emotional aufwühlenden Situationen kann es dir helfen, einen Plan zu haben. Hole dir tierärztlichen Rat ein – was ist die Meinung des Profis? Gehst du mit dieser Meinung konform? Denke darüber nach, ob du deinen Hund zum Einschläfern in die Tierarztpraxis bringen möchtest oder lieber nach einem Hausbesuch fragst. Mit welcher Variante ersparst du deinem Liebling Stress? Und was kannst du gut leisten? In den letzten Stunden ist es wichtig, dass du der emotionale Anker für deinen Hund bist. Versuche für ihn so ruhig und entspannt wie möglich zu sein. Vielleicht hilft es dir, wenn dich jemand begleitet? Lass dich schon im Vorfeld über den Ablauf und die Kosten informieren, damit du im Ernstfall ganz für deinen Liebling da sein kannst. Vielleicht hast du auch einen Plan für eure letzten Stunden? Räume alle Entscheidungen aus dem Weg, damit du dich bewusst und in Ruhe von deinem Familienmitglied verabschieden kannst.

Überlege schon im Vorfeld, was nach der Euthanasie mit den sterblichen Überresten deines Hundes passieren soll. Kannst du ihn vielleicht in deinem Garten begraben? Oder nimmst du lieber das Angebot eines Tierbestattungsunternehmens wahr? Neben klassischen Tierfriedhöfen und Naturfriedhöfen, die Einzel- und Sammelgräber anbieten, gibt es auch Bestattungsunternehmen, die sich auf die Kremierung von Haustieren spezialisiert haben. Mehr zum Thema und woran du nach dem Ableben deines Hundes denken solltest, findest du hier.

Der Verlust des geliebten Vierbeiners hinterlässt eine große Leere und Traurigkeit. Lass diese Gefühle zu: Du hast einen wichtigen Freund verloren, der sich nicht einfach ersetzen lässt. Es kann dir bei der Bewältigung deiner Trauer helfen, dich mit anderen Betroffenen auszutauschen, die bereits ähnliche Verluste erlitten haben. Auch wenn du wahrscheinlich immer traurig sein wirst, dass dein Hund nicht mehr an deiner Seite sein kann, so werden mit der Zeit die schönen Erinnerungen überwiegen und die Dankbarkeit, für all die guten Jahre mit deinem vierbeinigen Freund. Und vielleicht wird es dir nach einiger Zeit sogar ein gutes Gefühl geben, dass du ihn nicht hast leiden lassen, sondern auf seinem schwierigen letzten Weg begleitet hast.

Die Natur gibt uns Kraft und spendet Trost. Durch die Kooperation von paxnatura Naturbestattungen und Fressnapf Österreich kannst du deinem geliebten Haustier nach seinem Ableben einen Platz im Grünen ermöglichen.

Auf den Naturfriedhöfen findet dein Liebling einen idyllischen letzten Ruheplatz. Dir gibt das  Grab einen Ort, den du besuchen kannst und der deinen Erinnerungen Raum gibt. Die Grabpflege übernimmt die Natur, die bekanntermaßen die beste Gärtnerin ist. Erfahre mehr zu den vier Waldfriedhöfen von paxnatura und insbesondere zu den herrlichen Kastanienwiesen sowie den einzelnen Beisetzungsmöglichkeiten.

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Hinweis: Fressnapf möchte dich in dieser schwierigen Zeit unterstützen, daher erhalten unsere Pfotenclubmitglieder auf eine Naturtierbestattung -15% Rabatt und eine Erinnerungstafel aus Holz im Wert von 79,- Euro. Hier kannst du Pfotenclubmitglied werden.

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