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Ein Katze frisst und ein Hund schaut ihr zu

Ist Katzenfutter auch für Hunde geeignet?

Ob bereits Realität oder geplant: Das Miteinander von Hund und Katze stellt Sie vor einige Herausforderungen. Und eventuell fragen Sie sich, ob es für den Hund gesundheitliche Gefahren birgt, wenn die Katze ihn zum gemeinsamen Brunch am Napf einlädt. Drohen schon beim ersten Bissen Verdauungsprobleme oder Schlimmeres? In diesem Ratgeber finden Sie Antworten und interessante Infos rund um die Ernährung Ihrer Vierbeiner.

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Hilfe, mein Hund frisst das Katzenfutter!

Bei allen vielfältig ausfallenden Ratschlägen gilt für den ersten Augenblick Entwarnung. Ein einmaliges Ausschlürfen (sofern die Katze etwas übrig lässt) ist keineswegs schädlich – es darf jedoch nicht zur Regel werden. Und schon gar nicht sollten Sie einem verwöhnten Hund Katzenfutter vorsetzen – nur damit er auch schön den Napf leer macht. Es gibt gute Gründe, dass Sie im Zoohandel zwei Abteilungen mit Futter vorfinden. Denn Katze und Hund tragen unterschiedliche Gene in sich und ihre Körper benötigen eine sehr differenzierte Zusammenstellung von Mineralien und Nährstoffen. Und nein, auch als Leckerli bitte kein Katzenfutter für den Hund!

Die Ernährung – vom einstigen Wolf zum besten Freund des Menschen

Der Hund hat sich im Laufe der Evolution vom Fleisch- zum Allesfresser entwickelt. Seine enge Bindung an den Menschen ohne den Zwang zur Jagd hat auch seinen Ernährungsplan geändert. Einiges ist jedoch aus der Urzeit unserer Hunde geblieben: Die Magensäure eines Hundes ist um siebenmal stärker als die des Menschen. Das bedeutet, dass die Verdauung so einiges verkraftet, ohne aus dem Gleichgewicht zu geraten. Vergrabene Knochen im Garten scheinen erst nach Wochen richtig lecker zu sein und rufen bei Weitem nicht die Probleme hervor wie Kuchen und deftig gewürzte Menschennahrung. Zeichen einer Mangelernährung treten nicht von heute auf morgen auf. Meist dauert es Wochen der Entbehrung, bis es für einen Hund wirklich gefährlich wird. Das bedeutet keineswegs, dass das Gesundheitssystem des Vierbeiners endlos belastbar ist: Zu viel Salz, zu viel Fett oder zu viel Protein wie im Katzenfutter machen den Hund auf Dauer krank.

Mehr als nur der Kick – was Katzenfutter für Hunde so reizvoll macht

Was macht Hunde eigentlich so verrückt danach, aus dem Katzennapf zu naschen? Nur selten erleben Sie die umgekehrte Variante. Selbst bei Hundefutter mit hohem Fleischanteil treibt es nur wenige Katzen dazu, „fremdzufuttern“. Die Antwort liegt in der Würze: Katzenfutter ist weitaus aromatischer. Dies beruht auf dem hohen Proteinanteil, den Katzen als sogenannte Carnivore (Fleischfresser) benötigen. Dazu kommen die Aminosäure Taurin und Arachidonsäure, eine ungesättigte Fettsäure. Für die Verdauung des Hundes stellt dies auf Dauer eine hohe Belastung dar. Er hat sich zum Omnivoren (Allesfresser) entwickelt. Sein Futter enthält mehr Ballaststoffe als Proteine. Eine dauerhaft hohe Proteinzufuhr ruft bei ihm häufig Magenbeschwerden, Durchfall oder Erbrechen hervor. Es kann zu Leber- und Nierenschäden kommen. Ebenso können den Hund bei dieser Art der Fehlernährung Hautirritationen oder Gelenkschmerzen quälen.

Kleine Tipps im Alltag: So gelingt die Trennkost zwischen Hund und Katze

Sollte Ihr Hund allzu intensiv Richtung Katzennapf steuern, besteht natürlich die Möglichkeit, die Tiere in getrennten Räumen zu füttern. Falls möglich, kann ein Futterplatz im Garten oder auf dem Balkon dem Haustiger eine ruhige Fütterungszeit bescheren. Eine Katzenklappe macht den Weg frei und hält den Hund zurück (sofern er nicht ebenso klein ist wie die Katze). Eine weitere praktische Variante sind Futterautomaten, die sich nach Uhrzeit programmieren lassen. So erhält beispielsweise die Katze ihr Futter dann, wenn Sie mit dem anderen Vierbeiner eine Gassirunde drehen. Oder vielleicht probieren Sie es einmal mit der bewährten BARF-Ernährung. Viele Hunde lieben den frischen Geschmack und Sie haben viele Optionen, die Zusammenstellung an die Vorlieben Ihres Tiers anzupassen. Eventuell ist dann das Katzenfutter nicht mehr so reizvoll.

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