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Eine Bengalkatze klettert auf einem Baumstamm.

Bengalkatze – der Mini-Leopard auf dem Sofa

Die Bengalkatze nennt man auch Bengal Cat oder Leopardette. Sie sieht zwar aus wie eine Raubkatze im Miniaturformat, zählt aber zu den besonders freundlichen Rassekatzen. Sie ist nicht nur wunderschön, sondern auch sehr verschmust und spielt für ihr Leben gern. Durch ihr cleveres und unternehmungslustiges Wesen stellt die Rassekatze ganz spezielle Ansprüche an ihren Halter. Wenn Sie der Bengalkatze genug Raum, Beachtung und Unterhaltung bieten, finden Sie in ihr möglicherweise die ideale Mitbewohnerin.

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Charakter der Bengalkatze

Obwohl ihr raubtierartiges Äußeres zu der Annahme verleitet, einen fauchenden Wildfang vor sich zu haben, erweisen sich Bengale als besonders anhänglich. Die Bengalkatze hat Ihnen viel zu „erzählen“, denn sie ist äußerst kommunikativ und plaudert ausgiebig mit Gurren und Miauen. Auch Körperkontakt schätzt sie sehr: Sie will ausdauernd kuscheln und begleitet ihre Menschen überall hin.

Bengalkatze: Haltung

Zudem handelt es sich bei der Bengalkatze bis ins hohe Alter um eine aktive Sportlerin: Sie ist enorm sprungstark. Nichtstun und faul herumzuliegen, ist nichts für sie. Wird ihr langweilig, sucht die Bengalkatze sich Betätigungsfelder und zögert nicht, Schränke zu öffnen, Regale auszuräumen und ihre Umgebung „neu zu dekorieren“. Deshalb ist es nicht ratsam, eine einzelne Bengalkatze als Wohnungskatze zu halten. Muss die Katze tagsüber längere Zeit allein bleiben, braucht sie einen Spielgefährten. Sowieso ist die Bengalkatze kein Tier für die reine Wohnungshaltung. Am glücklichsten ist sie mit Freigang, weswegen zumindest ein Freigehege vorhanden sein sollte.

 

Als Halter einer Bengalkatze sind Sie gefordert: Ihr Hausgenosse braucht stets Anregung und Action in Form von Jagdspielen, Geschicklichkeitsübungen und dem Erlernen von kleinen Tricks. Clickertraining macht den gelehrigen Bengalkatzen in der Regel viel Spaß. Sie benötigt abwechslungsreiche und geistig fordernde Beschäftigung, um aktiv und fit zu bleiben. Ein großes Sortiment verschiedener Spielzeuge und Klettermöglichkeiten sollte vorhanden sein.

Pflege der Bengalkatze

Für die Fellpflege müssen Sie hingegen nicht viel Zeit aufwenden. Die Bengalkatze ist sehr reinlich und hält ihren Pelz selbst in Ordnung. Sie genießt es aber, gebürstet zu werden, weswegen Sie der Katze einmal wöchentlich diese Wellness gönnen sollten. Achten Sie während der Fellpflege auf Ektoparasiten wie Zecken, Milben und Flöhe. Zu den lästigsten, aber nicht lebensbedrohlichen Plagegeistern, der sich im Verdauungstrakt der Leopardette einnistet, gehört jedoch ein Endoparasit: der „Tritrichomonas foetus“. Er überträgt sich durch den Kot eines infizierten Artgenossen und verursacht lang anhaltenden Durchfall (Tritrichomonose). Weitere Symptome zeigt die Katze in der Regel nicht. Hält der Durchfall länger als einige Tage an, ist es ratsam einen Tierarzt zu kontaktieren, da länger anhaltender Durchfall durchaus lebensbedrohlich sein kann. Behandelt wird der Durchfall mit Antibiotika.

Bengalkatze: Farben

Das Auffälligste an der Bengalkatze ist ihr spektakulär gemustertes Fell: Es kann getupft („spotted“) oder marmoriert („marble“) sein, ein Tigermuster gilt als unerwünscht. So erklärt sich auch die veraltete Bezeichnung Leopardette. Die erlaubten Farben der Bengalkatzen bewegen sich im Spektrum von Brown, Snow und Silver.

Eine Katze wird von ihrer Besitzerin gestreichelt.

Geschichte der Bengalkatze

Die Bengalkatze ist erst seit 1999 durch den Züchter-Dachverband FIFe als eigene Rasse anerkannt, gezüchtet wird in den USA aber bereits seit den 1960ern. Damals bemühte sich die Genetikerin Jean Mill um die Rettung der bedrohten asiatischen Leopardenkatze, einer echten Wildkatze. Sie kreuzte die Wildkatzen mit kurzhaarigen Hauskatzen und legte mit diesen Hybriden den Grundstein für die Bengalkatzen-Zucht. Die Rassekatzen werden heute nur reinerbig gezüchtet, es werden keine Wild- oder Hauskatzen mehr eingekreuzt. Bengalkatzen sind schlank und muskulös und werden relativ groß: Kater erreichen ein Gewicht von bis zu sechs Kilogramm und bis zu 40 Zentimetern Schulterhöhe.

Besonderheiten der Bengalkatze

Bengalkatzen haben eine kuriose Eigenschaft: Sie lieben Wasser. Gönnen Sie Ihrem Stubenleoparden daher ein Planschbecken. Ihre von den wilden Stammeltern geerbte Faszination für Wasser geht so weit, dass auch Badewannen und Aquarien nicht vor ihr sicher sind.

Eine Nahaufnahme einer Bengalkatze.

Steckbrief Bengalkatze

  • Rasse
    Bengalkatze, auch Bengal Cat oder Leopardette
  • Herkunft
    USA
  • Größe
    mittelgroß bis groß, bis 40 Zentimeter Schulterhöhe und 110 Zentimeter Kopf-Schwanz-Länge
  • Gewicht
    Katze 3 bis 4 Kilogramm, Kater 5 bis 8 Kilogramm
  • Körperbau
    schlank, muskulös, schwarze Ballen
  • Kopfform
    klein und rundlich, Ohren weit auseinanderstehend und nach vorn geneigt
  • Augen
    groß, oval; schwarzer, von den Augenwinkeln ausgehender „Lidstrich“
  • Fell und Farbe
    kurzes bis mittellanges, dichtes Fell mit seidenweicher Textur; variable Grundfarben wie Braun, Golden, Silbern, Orange oder Blau mit der typischen Punkt- oder Marmorzeichnung
  • Fellpflege
    wenig Aufwand, wöchentliches Bürsten empfehlenswert
  • Besonderheiten
    liebt Wasser
  • Charakter
    temperamentvoll, verspielt, freundlich, verschmust, intelligent, lernwillig
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