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Ein Kitten läuft neugierig über eine Wiese

Katze gefunden: So reagierst du, wenn dir eine Katze zugelaufen ist

Immer wieder hört man Geschichten von Menschen, die unverhofft zu Katzenhaltern wurden: Dann nämlich, wenn ein vorbeiziehender Tiger die Gelegenheit und eine offene Tür nutzte und sich zum neuen Mitbewohner erklärte. Manche Samtpfote ist weniger forsch, wenn sie auftaucht und schmeichelnd um Futter oder Streicheleinheiten bittet. In dramatischen Fällen stoßen tierliebe Menschen auf Katzen, die offensichtlich Hilfe benötigen. Erfahre, wie du handeln solltest, wenn dir eine Katze zugelaufen ist.

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Mir ist eine Katze zugelaufen: was tun?

Plötzlich ist sie da, die fremde Katze: Sie sitzt vor der Tür und miaut um Einlass oder macht es sich unaufgefordert im Wohnzimmer bequem. Wenn du dich unvermittelt mit einem fremden und womöglich hilfebedürftigen Tier konfrontiert siehst und die zugelaufene Katze sehr anhänglich ist, stelle dir zwei Fragen:

  • Was führt die Katze her? Gibt es irgendetwas, womit du die Katze unabsichtlich angelockt hast, vielleicht eine unwiderstehliche Futterquelle oder ein spannender Artgenosse im Haushalt? Braucht sie gegebenenfalls menschliche Hilfe?
  • Wohin gehört die Katze? Das unbekannte Tier muss nicht zwingend ein Streuner auf der Suche nach einem neuen Zuhause sein. Unter Umständen ist die Katze ein Freigänger oder ein entlaufenes Tier.

Wie finde ich heraus, wem die Katze gehört?

Deine Fundkatze ist also nicht unbedingt herrenlos. Wenn eine zahme Katze zugelaufen ist, handelt es sich möglicherweise um eine Besucherin aus der Umgebung, die dein Heim aus Neugier inspiziert. Es könnte ebenso eine Wohnungskatze sein, die es ins Freie verschlagen hat und die sich nicht orientieren kann. Das wäre auch eine Erklärung, wenn eine Katze aktiv menschliche Nähe sucht.

 

In Wohnvierteln ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich hoch, dass dein schnurrender Besucher ein Freigänger ist. Versuche daher, zuerst bei den Nachbarn zu erfragen, ob jemand das Tier oder sogar seine Halter kennt.

 

Führt das nicht zum Erfolg, achte auf Aushänge in deinem Viertel. Auch auf Social-Media-Plattformen wie Facebook gibt es zahlreiche Gruppen, in denen Katzenbesitzer nach abgängigen Haustieren suchen. Das Internetportal des Vereins Tasso e. V. ist ebenfalls eine gute Anlaufstelle, um ein vermisstes Tier zu melden.

 

Umgekehrt kannst du selbst durch Aushänge oder Online-Einträge eine fremde Katze als gefunden oder gesichtet melden.

 

Trägt die Katze ein Halsband, ist das ebenfalls ein Indiz dafür, dass sie ein Zuhause hat. Wenn das Tier tätowiert oder gechippt ist, besteht eine gute Möglichkeit, den Eigentümer zu ermitteln. Einen solchen Mikrochip kann ein Tierarzt auslesen.

Woran erkenne ich, ob eine zugelaufene Katze Hilfe braucht?

Du hast eine Katze gefunden – was tust du nun am besten? Bevor du die Katze in die Wohnung lässt oder ins Tierheim bringst, reagiere besonnen.

 

Beachte folgende Checkliste:

  • Allgemeinzustand: Wirkt die Katze gepflegt und gut genährt, also nicht akut in einer Notfallsituation, handelt es sich vermutlich eher nicht um einen Streuner. Animiere das Tier nicht zum Betreten deines Hauses.
  • Nicht füttern: Gib der Katze kein Futter, solange du nicht hundertprozentig sicher bist, dass sie niemandem in der Nachbarschaft gehört. Zum einen würdest du damit gegebenenfalls ein Tier seinen Menschen abspenstig machen (etwa, indem du die schmackhaftere Katzenfuttersorte anbietest). Zum anderen kannst du nicht wissen, ob die Katze wegen einer Krankheit oder Nahrungsmittelunverträglichkeit Spezialnahrung oder Medikamente benötigt. Manche Katzen versuchen ihr Glück, um sich eine Extraportion zu erschmeicheln. Bleibe konsequent, auch wenn es schwerfällt.
  • Hilfebedürftigkeit: Ist die Katze hingegen verletzt, verwahrlost, abgemagert oder von Parasiten befallen, solltest du es wagen, das Tier zu sichern und einem Tierarzt vorzustellen. Bei dieser Gelegenheit kann der Arzt gleich kontrollieren, ob Chip oder Tätowierung vorhanden sind. In solch einem Fall locke die Katze am besten mit Futter an. Treffe beim Einfangen Schutzmaßnahmen, indem du zum Beispiel bissfeste Handschuhe trägst.
  • Vorsicht bei Muttertieren: Besteht der Verdacht, dass es sich um ein Muttertier handelt, das Kitten versorgt, entferne die Katze nicht vom Fundort. Setze dich stattdessen mit deinem Tierschutzverein vor Ort in Verbindung – die Profis wissen, was in solchen Fällen zu tun ist und helfen, die gesamte Familie in Obhut zu nehmen.
  • Ungewöhnliche Auffindesituation: Du entdeckst eine Katze entfernt von einer Siedlung, an einem für Katzen untypischen Ort oder beispielsweise in einer Transportbox am Straßenrand? Dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass das Tier ausgesetzt wurde. Auch in diesem Fall solltest du die Katze in Sicherheit bringen und das Tierheim informieren.

Darf ich eine zugelaufene Katze behalten?

Fest steht: Einfach behalten darfst du die Samtpfote nicht. Rechtlich gesehen wäre dies ein Fall von Unterschlagung einer „Fundsache“, es drohen Schadenersatzansprüche. Außerdem musst du damit rechnen, dass das Tier anderenorts schmerzlich vermisst wird.

 

Als Finder bist du gesetzlich verpflichtet, den Fund des Tieres im örtlichen Fundbüro oder bei der Polizei anzuzeigen. Alternativ wende dich an das örtliche Tierheim, das die notwendigen Formalitäten übernimmt. Bei dieser Gelegenheit erfährst du auch, ob du – wenn Katze oder Kater zugelaufen sind – temporär als Pflegestelle einspringen kannst, falls die Kapazitäten des Tierheims das erfordern. Behalte aber stets im Kopf, dass du das Tier wieder herausgeben musst, sollte sich der Halter finden.

 

Rechtmäßig behalten darfst du den zugelaufenen Tiger, wenn sich ein halbes Jahr nach der Fundmeldung der rechtmäßige Besitzer nicht gemeldet hat. Dann darf die Katze, ob zugelaufen oder gefunden, offiziell bei dir bleiben.

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