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Richtig BARFen – für eine ausgewogene Rohfütterung Ihres Hundes

BARFen liegt im Trend: Viele Hundehalter stellen auf Frischfutter um. Häufig sind gesundheitliche Probleme wie Allergien, Unverträglichkeiten, Gewichts- oder Verdauungsprobleme der Anlass. Auch wenn keine Studien dies bestätigen, wirken viele Hunde nach der Umstellung vitaler, sie werden schlanker und bekommen ein glänzenderes Fell. Damit Ihr Hund beim BARFen mit allen wichtigen Nährstoffe versorgt ist, müssen Sie einiges beachten.

BARFen

Während ein Fertigfutter im besten Fall alle benötigten Nährstoffe im richtigen Verhältnis bereithält, stehen Sie beim BARFen in der Verantwortung, für eine ausgewogene Mahlzeit zu sorgen, die den Nährstoffbedarf Ihres Hundes deckt. Denn Sie bereiten das Hundefutter selbst zu. Orientiert am Speiseplan des Wolfs in freier Natur ist der Hauptanteil des Frischfutters für den Hund rohes Fleisch. Doch braucht er mehr als proteinreiches Muskelfleisch, um gesund zu bleiben. Auch Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente gehören dazu

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In freier Natur stellt ein Beutetier all das bereit. Die Leber ist reich an Kupfer und Vitamin A, die Milz ist ein Eisenspeicher, frisches Blut enthält Natrium, die Knochen liefern Kalzium, Phosphor und Magnesium. Diese Nährstoffe sind im reinen Rohfleisch nicht enthalten und müssen aus anderen Quellen bezogen werden. Ein Aufwand, der sich lohnt. Denn Sie wissen nun genau, was Ihr Hund frisst. 

BARFen – Was muss in den Napf?

BARF hat verschiedene Bedeutungen. Im Englischen steht das Akronym für „biologically appropriate raw food“, teilweise auch für „Bones and Raw Food“ (deutsch: „Knochen und rohes Futter“). Die gängigsten Übersetzungen ins Deutsche lauten „biologisch artgerechte Rohfütterung“ oder „biologisches artgerechtes rohes Futter“. Das englische Verb „to barf“ bedeutet übrigens „sich übergeben“, was manchmal zu Verwirrung führt.

Auf die richtige Zusammensetzung der Mahlzeit kommt es an:
  • 70 % Fleisch: Durchwachsenes Fleisch und Pansen oder Blättermagen machen den Hauptbestandteil der Mahlzeit aus. Je 10 bis 15 Prozent davon sollten fleischige Knochen und Innereien sein. Achtung: Rohes Schweinefleisch ist tabu.

  • 30 % Obst & Gemüse: Blattgemüse, Salat und Wurzelgemüse eignen sich gut als Lieferant von Ballaststoffen, Obst macht nur einen geringen Teil aus. Pürieren oder kochen Sie es, da Hunde Zellulose nicht aufspalten können.

  • Mineralien: Vitamin-Mineralstoff-Mischungen mit ausreichend Vitamine A, D und E sowie Jod, Kupfer, Zink und Calcium sind beim BARFen wichtig. Und wer keine Knochen füttern möchte, gibt Knochenmehl, Eierschalen oder Calciumcitrat.

  • Öl: Hochwertige Öle, die Omega-3-Fettsäuren, Linol- und Linolensäure enthalten, sind am besten. Man kann abwechselnd etwa Lachsöl, Lein- und Hanföl geben. 

  • Kräuter: Kräuter und Kräutermischungen können den Speiseplan ergänzen.

Welches Fleisch eignet sich fürs BARFen?

Als Fleischlieferant ist fast jedes Tier erlaubt: Rind, Geflügel, Lamm, Schaf und Ziege, Wild und Pferd, auch Exoten wie Känguru oder Strauß. Tabu ist Fleisch von Wildschwein und Schwein. Es kann das für Hunde tödliche Aujeszkyvirus enthalten, das die Pseudotollwut auslöst. Rohes Fleisch kann auch Parasiten und Krankheitserreger wie Salmonellen oder Campylobacter übertragen. Darum ist es sehr wichtig, im Umgang mit dem Rohfleisch und dem Hund auf ausreichende Hygiene zu achten.

Mineralien und Spurenelemente für die Rohfuttermahlzeit

Beim Barfen kann man vieles falsch machen, was wiederum zu gesundheitlichen Problemen beim Hund führen kann. Hundehalter müssen sich deshalb vorab viel Wissen aneignen. Es gibt auch Tierärzte oder Ernährungsberater, die Rationen so zusammenstellen, dass der Hund alle Nährstoffe, Vitamine und Mineralien bekommt. Wichtig ist zum Beispiel, dass die rohe Hundenahrung ein ausgewogenes Calcium-Phospor-Verhältnis aufweist. Calcium kommt in Knochen vor, Phospor in Muskelfleisch und Innereien. Möchten Sie keine Knochen füttern, verwenden Sie reines Knochenmehl oder gemörserte Eierschalen. Dabei ist es wichtig, die Dosierangaben auf den Verpackungen genau einzuhalten. Geben Sie auf keinen Fall zu viele Knochen (Calcium) auf einmal, sonst drohen lebensgefährliche Verstopfungen. Als ausgewogenes Calcium-Phosphor-Verhältnis für erwachsene Hunde gilt 1,3:1, auf keinen Fall darf es höher als 2:1 sein.

Ist BARFen für jeden Hund geeignet?

Starten Sie die Rohfütterung erst ab dem ersten Lebensjahr. Für Welpen kann sie bei falscher Nährstoffversorgung zu Entwicklungsschäden führen. Die Umstellung in kleinen Schritten ist für gesunde Hunde in der Regel unproblematisch. Geben Sie Ihrem Hund fünf bis sieben Tage Zeit, damit sich sein Darm an die neue Kost gewöhnen kann. 

Manche Hunde mögen den Geschmack von rohem Fleisch nicht. In diesem Fall kochen Sie das frische Fleisch und das Gemüse. Diese Variante heißt BARFen light und liegt ebenfalls seit Jahren im Trend. 

Was ist Teil-BARFen?

Teil-BARFen nennt man die gemischte Fütterung von Frischkost und Trockenfutter – immer zu verschiedenen Mahlzeiten. Bieten Sie beide Futterarten niemals gleichzeitig an, das kann zu Verdauungsproblemen führen. Denn Rohfutter und Trockennahrung stellen andere Anforderungen an den Verdauungstrakt des Hundes. Es gibt Hunde, die das Teil-BARFen gar nicht vertragen. Fragen Sie in diesem Fall sofort Ihren Tierarzt.

Unsicher beim BARFen? Fragen Sie den Tierarzt

Sie sind Anfänger beim BARFen und nicht sicher, ob Sie eine ausgewogene Ernährung Ihres Hundes durch selbst zusammengestelltes Futter gewährleisten können? Lassen Sie sich von  Ihrem Tierarzt beraten. Er hilft Ihnen auch, die Futtermenge zu ermitteln, die Ihr Hund benötigt. Sie hängt vom Energiebedarf Ihres Hundes ab. Viele Tierärzte stellen professionelle Futterpläne zur Verfügung. Eine Alternative zu komplett selbst zusammengestellten Hundemahlzeiten sind BARF-Fertigportionen aus dem Handel, die als Alleinfuttermittel gekennzeichnet sind. Auch Zusatzstoffe und Nahrungsergänzungsmittel speziell für das BARFen sind erhältlich.

Hier können Sie diese und weitere Informationen über die Frischfleisch-Fütterung als PDF runterladen.

Wussten Sie, dass...

...Wolf und Hund bis heute genetisch nahezu identisch sind - auch ihr Verdauungssystem?  Die Zusammensetzung des Futters beim Barfen mit Fleisch, Knochen, Innereien, Gemüse, Mineralien und hochwertigen Ölen ahmt die Zusammensetzung eines Beutetiers der wild lebenden Caniden nach. Allerdings hat der Hund im Laufe der Evolution die Fähigkeit zur Stärkeverdauung erlangt. Wenn der Hund es verträgt, kann das Futter deshalb problemlos mit Kartoffeln oder Getreide versehen und dadurch die Proteinaufnahme gesenkt werden. Das ist für manche Hunde sinnvoll.

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