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Eine Katze eingewickelt in einem Handtuch

Katzen baden – ja oder nein?

Von wegen Katzenwäsche – Katzen sind bis zu vier Stunden täglich mit einer intensiven Fellpflege beschäftigt. Die Stubentiger sind zwar sehr reinlich, gelten aber als wasserscheu. Mit ihrer rauen Zunge und Unterstützung der Pfötchen gelingt es den Tieren dennoch problemlos, sich ohne Wasser gründlich zu reinigen. Viele Katzenbesitzer fragen sich, ob man Katzen baden muss – und wenn ja, wie sie das am besten anstellen.

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Wann du Katzen bei der Fellpflege unterstützen solltest

Bei einer Kurzhaarkatze ist Baden im Prinzip nicht nötig, denn die Samtpfote erledigt die Körper- und Fellpflege komplett allein. Lediglich während des Fellwechsels sollten Katzenbesitzer lose Haare ausbürsten. Langhaarkatzen benötigen regelmäßige Unterstützung, denn das dichte Fell neigt zum Verfilzen. Besonderes Augenmerk gilt dem Bereich rund um den After: Damit hier keine Kotreste hängen bleiben, empfiehlt es sich, die Haare rund um den Genitalbereich etwas zu kürzen. Grundsätzlich sollte auch eine Langhaarkatze nicht gewaschen werden.

 

Nacktkatzen haben aufgrund des fehlenden Fells eine sehr empfindliche Haut. Geschützt werden die Tiere durch einen Talgfilm, den Katzenhalter am besten regelmäßig mit einem handwarmen Tuch etwas abwischen. Ein komplettes Bad ist jedoch in der Regel nicht notwendig.

 

Kommt ein Freigänger vollkommen verdreckt heim, denken manche Katzenbesitzer darüber nach, ob sie die Katze baden sollten. In der Regel reicht es aus, grobe Verschmutzungen mit einem lauwarmen, feuchten Tuch abzuwaschen. An ein Vollbad solltest du nur in Ausnahmefällen denken, etwa wenn sich stärkste Verkrustungen nicht entfernen lassen.

Wichtiger Tierarztbesuch bei Parasiten oder Kontakt mit giftigen Substanzen

Parasiten machst du mit Wasser leider nicht den Garaus: Wenn etwa die Katze Flöhe hat, reicht ein Bad nicht aus. In diesem Fall ist ein Tierarztbesuch ratsam. Üblicherweise erhältst du ein Spot-on-Präparat, das die Parasiten zuverlässig beseitigt.

 

Ist die Katze mit etwas Giftigem in Kontakt gekommen, solltest du die Reste umgehend aus dem Fell entfernen. Gut geeignet sind lauwarme Tücher oder ein Waschlappen. Baden empfiehlt sich in dieser Situation nicht, denn wenn das Tier nicht an das Waschen gewöhnt ist, erzeugst du damit eine zusätzliche Stresssituation. Hilfreich ist ein Tierarztbesuch, bei dem der Experte ausschließt, dass die Katze bereits etwas Giftiges aufgenommen hat. Im Zweifel verfügt der Arzt über das notwendige Equipment, um das Tier fachmännisch zu reinigen.

Katze waschen: So gehst du vor

Einen Stubentiger solltest du – wenn überhaupt – nur selten baden. Wenn du das Tier aus bestimmten Gründen, beispielsweise wenn es sich wegen einer Krankheit oder Verletzung nicht selbst putzen kann, doch einmal badest, solltest du eine ruhige und stressfreie Umgebung schaffen. Bereite dein Vorhaben gut vor und leg dir alles Notwendige zurecht.

 

Wichtig ist, als Badezusatz nur für Tiere geeignete Produkte wie ein Katzenshampoo zu verwenden, die den natürlichen Schutzfilm der Haut nicht zerstören. Idealerweise stellst du eine kleine Badewanne mit lauwarmem Wasser bereit oder nutzt deine Duschwanne, wenn du die Katze baden möchtest. Nützlich ist eine rutschfeste Unterlage, die dafür sorgt, dass das Tier nicht ausgleitet. Eine große Badewanne ist keine gute Wahl, denn hier gibt es zu viele Ausweichmöglichkeiten. Der Raum ist am besten angenehm warm, damit die Katze im nassen Zustand nicht friert. Zudem solltest du ein Handtuch parat haben, um den Stubentiger gleich abtrocknen zu können.

Katze baden – Tipps für die Wassergewöhnung

Katzen mögen Wasser nicht besonders, sodass du bei deinem Vorhaben durchaus mit Gegenwehr rechnen musst. Eine clevere Idee ist es, das Tier bereits vor dem Bad mit dem Wasser vertraut zu machen. Spritze gelegentlich einmal etwas Wasser auf die Pfötchen oder tauche die Pfote in eine Schale mit Wasser. So nimmst du dem Tier langfristig die Angst vor dem unbekannten Nass und kannst die Samtpfote baden, wenn es einmal sein muss.

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