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Eine Katze versteckt sich unter einem Schrank.

Scheue Katze eingewöhnen: ganz viel Liebe und Geduld

Eine neue Katze ist bei Ihnen eingezogen und Sie freuen sich auf die neue Mitbewohnerin. Aber kaum öffnen Sie die Transportbox, verschwindet das Tier wie der Blitz unterm nächsten Schrank und denkt nicht daran, freiwillig hervorzukommen? Kein Grund zur Enttäuschung – vielmehr sind nun Ruhe und viel Geduld von Ihnen gefordert. Denn stellt sich heraus, dass der neue Stubentiger extrem ängstlich oder zurückhaltend ist, ist besonnenes Verhalten gefragt. Ein falscher Umgang mit der Situation kann sehr schnell alle Bemühungen zunichtemachen, das Vertrauen des Tieres zu gewinnen. Mit ein paar einfachen Maßnahmen können Sie die Lage für alle Beteiligten zu entspannen.

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Wieso ist Ihre neue Katze so scheu?

Manche Katzen scheinen keine Furcht zu kennen: Wo immer sie ihre Pfote hinsetzen, sind sie zu Hause und nehmen jeden Schoß in Beschlag. Solche selbstbewussten Miezen sind leicht an ein neues Heim zu gewöhnen. Aber natürlich gibt es auch introvertierte Katzen, die sich nicht sofort mit jedem anfreunden. Sie wollen eine neue Umgebung zunächst von einem sicheren Rückzugspunkt aus betrachten. Wenn Sie Ihren künftigen Stubentiger beim Züchter, Vorbesitzer oder im Tierheim als entspannten Charakter kennengelernt haben, bedenken Sie: Dort war das Tier in seinem vertrauten Revier. Ein plötzlicher Ortswechsel, die Ankunft in einem Raum, wo alles anders aussieht und riecht, kann eine sensible Katze verstören. Das Tier muss zunächst herausfinden, was es mit den Räumlichkeiten auf sich hat, wo der Futternapf und das Katzenklo stehen, wo es eine Fensterbank oder einen anderen sicheren Ausguck gibt. Erst im zweiten Schritt wird die Katze sich mit den Menschen oder anderen Haustieren in ihrer neuen Umgebung beschäftigen.

Nahaufnahme einer Katze.

Wenn Sie eine Tierheimkatze mit unbekannter Vorgeschichte aufnehmen, können es ganz subtile Dinge wie die Waschmaschine oder die Farbe der Couch sein, die das Tier ängstigen, weil es unangenehme Erinnerungen damit verbindet. Ist der neue Hausgenosse ein ehemaliger Streuner, sieht er vielleicht zum ersten Mal das Innere einer Wohnung: Alles ist neu, alles könnte gefährlich sein. Auch die plötzliche Trennung von Wurfgeschwistern, Katzenkumpels aus dem Tierheim oder vertrauten Menschen sind Umstände, die eine Katze zunächst bewältigen muss. Das braucht Zeit. Und die müssen Sie entsprechend einplanen.

 

Manchmal kann es geschehen, dass Ihr langjähriger Hausgefährte urplötzlich auf Abstand geht und sich ängstlich verhält. Gehen Sie auf Ursachenforschung: Kann das Tier kürzlich etwa Traumatisches erlebt haben? Haben Sie dem Tier unabsichtlich einen Anlass zu Furcht gegeben? Lässt sich kein Grund ermitteln und das Verhalten der Samtpfote entspannt sich nicht nach wenigen Tagen, sollten Sie den Tierarzt aufsuchen: Womöglich liegt eine Krankheit vor, die das Tier empfindlich macht.

Wie können Sie eine ängstliche Katze eingewöhnen?

Nun ist die Katze also da, sitzt fluchtbereit auf oder unter dem Schrank und macht nicht den Eindruck, ihr Versteck wieder verlassen zu wollen. Beobachten Sie die Katze genau, wenn Sie zu Hause sind, und gehen Sie dann ruhig vor – ohne das Tier zu bedrängen.

Um es Ihrer ängstlichen Katze so angenehm wie möglich zu machen, beachten Sie folgende Punkte:

  • Vorbereitung: Bevor die Katze einzieht, sollten KörbchenKratzbaumSpielzeugKatzenkloWasser- und Futternapf bereitstehen. Wenn es bereits andere Katzen oder Haustiere gibt, platzieren Sie all diese Dinge in einem Raum, der zunächst für den Neuankömmling reserviert und für alle anderen Tiere – und stürmische Kinder – tabu ist.
  • Versorgung: Füllen Sie den Futternapf so, dass die Katze Sie von ihrem Versteck aus dabei beobachten kann. Stellen Sie den Napf in Sichtweite. Sprechen Sie mit der Katze und reden Sie sie mit ihrem Namen an. Versuchen Sie aber keinesfalls, sie anzufassen oder aus ihrem Schutz hervorzuholen. Auch direkten Blickkontakt sollten Sie vermeiden: Katzen verstehen „Anstarren“ als Drohung.
  • In Ruhe lassen: Gehen Sie auf Abstand und überlassen Sie es dem Tier, wann und für wie lange es aus dem Versteck kommt – und sei es nur, um ein paar Happen zu fressen und wieder zu verschwinden. Das heißt nicht, dass Sie den Raum meiden sollen: Bewegen Sie sich frei wie immer in der Wohnung, reden Sie mit der Katze, ohne sie zu behelligen. Lassen Sie das Tier den ersten Schritt tun und die Wohnung inspizieren, wenn es dafür bereit ist: Vielleicht möchte es sich zunächst im Schutz der Dunkelheit umsehen.

Wie können Sie eine scheue Katze an Menschen gewöhnen?

Nach einer Weile versteht die Katze, dass die neue Umgebung ungefährlich ist und der Mensch, der das Futter bringt, ihr nichts Böses will. Wenn das Tier sich in Ihrer Gegenwart nicht mehr zurückzieht, können Sie anfangen, Kontakt aufzubauen. Versuchen Sie, die Katze mit einer Spielaufforderung aus der Reserve zu locken. Distanzspielzeuge wie eine Katzenangel oder ein vorsichtig gerolltes Bällchen können das Eis brechen. Lassen Sie der Katze stets die Möglichkeit, sich zurückzuziehen, verfolgen Sie sie nicht und respektieren Sie alle Abwehrsignale. Diese Prozedur kann lange dauern, wird sich aber auszahlen. Instruieren Sie Gäste, die neue Katze zu ignorieren, es sei denn, sie fasst Vertrauen und nähert sich freiwillig.

Eine Katze spielt mit ihrem Spielzeug.

 

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Vertrauen nach Bauchgefühl: Freundschaft bestärken mit Snacks

Neben Spielzeug können Sie eine Katze auch mit verlockendem Futter von Ihren friedlichen Absichten überzeugen: Sobald es Ihnen gelungen ist, die Aufmerksamkeit der scheuen Katze zu erregen, können Sie sie aus der Distanz mit einem Leckerli locken oder dieses langsam auf sie zukullern lassen. Lässt das Tier sich von schmackhaften Argumenten überzeugen, können Sie auf diese Weise Stück für Stück den Abstand verringern. Irgendwann nimmt die Katze ein Leckerli auch aus der Hand – und lässt sich von dieser „freundlichen“ Hand schließlich streicheln.

 

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