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Spinone Italiano liegt unter einem Baum

Spinone Italiano: sympathische Supernase mit Menschenaugen

Der Spinone Italiano blickt auf eine lange Geschichte als Jagd- und Begleithund zurück. In der Jagd punktet er durch Fleiß und einen ausgeprägten Geruchssinn. Sein typischer Blick, seine Gelassenheit, seine Intelligenz und sein Mut sowie eine besonders enge Beziehung zum Menschen haben der Rasse die Tür zum Familienmitglied sportlicher Menschen geöffnet.

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Gelassener Familienhund – clever und loyal

Die Rasse Spinone Italiano vereint die hervorragenden Merkmale vieler Jagdhunde in sich – so ist eher unbekannt, welche Vorfahren nun genau ihre Gene beisteuerten. Sowohl der Französische Griffon als auch der Deutsche Bluthund, Pointer wie Fuchshund liegen auf seiner „Wellenlänge“. Bereits 500 v. Chr. sprechen Aufzeichnungen von einem rauhaarigen Jagdhund im italienischen Raum. Auf dem berühmten Fresko von Andrea Mantegna im herzoglichen Palast von Mantua taucht der freundliche Italiener im 15. Jahrhundert bildlich auf. Im 17. Jahrhundert findet sich eine erste spezifische Erwähnung dieses „rauhaarigen, perfekten Jägers“. 1893 wurden erste Rassestandards festgelegt. Immer nah am Jagdherren bei der Arbeit, gibt sich der Spinone Italiano zu Hause gesellig und ausgeglichen. Außergewöhnlich ist sein Blick. Bei kaum einer anderen Rasse zeigt sich das Weiße im Auge so wie beim Spinone Italiano. Fachleute sprechen hier von „Menschenaugen“, was der Optik sehr nahe kommt.

Charakter des Spinone Italiano

Er ist keineswegs das Rennpferd unter den Jagdhunden und geht es eher im Trab als im Galopp an. Diese Rasse zeigt sich mutig und gelassen zugleich. Die Jägerschaft schätzt seine lautlose Arbeit und setzt ihn gerne in der Nachsuche ein. Daheim erfreuen sich die Nachbarn an der Ruhe. Auch wenn zunehmend schnellere Jagdhunde populär geworden sind, hat der Spinone Italiano nichts von seiner Beliebtheit als reiner Begleit- und Familienhund verloren. Er zeigt seine stoische Ruhe, sein geduldiges und freundliches Wesen auch gegenüber Fremden und lässt sein Bellen nur bei wirklicher Gefahr ertönen. Dorniges Gestrüpp, eiskaltes Wasser, sumpfiges Gelände – der Spinone Italiano verliert keinen Laut darüber. Seine Geländegängigkeit ist legendär: Unerschrocken geht er seinen Weg.

 

Grundlage all dieser angenehmen Eigenschaften ist eine liebevolle, menschenbezogene Erziehung. In den USA erfreut sich diese intelligente Rasse großer Beliebtheit im Einsatz als Blinden-, Therapie- und Behindertenbegleithund. Diese dafür notwendige konsequente Ausbildung ist beispielhaft für die artgerechte Anforderung: klare Kommandos, einfühlsames Miteinander und geistige Auslastung.

Nahaufnahme vom Kopf eines Spinone Italiano

Erziehung und Haltung

Bereits die Welpen dieser Rasse zeigen eine gute Bereitschaft, zu lernen und sich dir unterzuordnen. Fremden gegenüber bleiben sie jedoch misstrauisch. Dieses sensible Verhalten legt sich bei liebevoller Erziehung. Nimm eine umfassende Sozialisierung ins „Kindergarten-Programm“ der kleinen Italiener auf. Das beginnt beim heimischen Staubsauger, geht über die schreienden Kinder in der Nachbarschaft bis hin zum Gang durch die verkehrsreiche Innenstadt. Dank der hohen Intelligenz und naturgegebener Neugierde junger Hunde fruchtet dies recht schnell. Nichtsdestotrotz: Wie alle großen Hunde wächst diese Rasse „innerlich wie äußerlich“ wenigstens zwei bis drei Jahre. Die Grundsteinlegung für einen stabilen Charakter dauert vielleicht etwas länger. Aber deine Arbeit rentiert sich. Der Spinone Italiano wächst gerne in seine Familie hinein und bleibt in ihrer Nähe. Eine Zwingerhaltung passt nicht zu seinem Wesen.

 

Die optimale Erziehung basiert auf Lob und Liebe. Bei nicht erwünschtem Verhalten genügt fast immer ein entschiedenes „Nein“. Der treue Vierbeiner wird bei rassetypischer Auslastung zu deinem loyalen Partner mit ausgeprägtem Familiensinn. Apropos Auslastung: Der Spinone Italiano arbeitet gerne und intensiv. Die scheinbare Ruhe und Gelassenheit sollte dich nicht über seinen wachen Geist und die Intelligenz hinweg täuschen. Sein charakteristischer Spürsinn und seine konzentrierte unermüdliche Arbeitsweise kommen ihm bei der Jagd zugute. Im privaten Bereich liegt es an dir, adäquaten Ersatz zu bieten. Sportliche Menschen und Aktivitäten wie Fährtensuche, Apportierarbeit, Mantrailing oder DogDiving bilden den passenden Lebensraum für den Spinone Italiano.

Pflege des Spinone Italiano

Ein weiterer Pluspunkt des witterungsfesten Italieners ist sein raues, struppiges Fell ohne Unterwolle. Eine wöchentliche Bürsten-Aktion reicht im Allgemeinen aus. Mit gelegentlichem Trimmen unterstützt du den Fellwechsel. Achte auf die längeren Haare rund um Augen und Lefzen: Hier kann eventuell ein Bürstenstrich mehr alle zwei Tage sinnvoll sein, denn es sammeln sich Schmutz und Speichel an. Lass zudem den stark behaarten Füßen Aufmerksamkeit zukommen. Weizengranen können sich dort unbemerkt in die Haut bohren und zu schmerzhaften Entzündungen führen.

Besonderheiten und Gesundheit des Spinone Italianos

Eine lange Zucht hin zu einem wetterfesten, kraftvollen Begleiter hat dem Spinone Italiano eine starke Gesundheit beschert. Einzig das Manko der Hüftgelenksdysplasie (HD) liegt in seiner Natur. Wähle daher einen seriösen Züchter, beispielsweise aus der Liste des VDH (Verband für Deutsches Hundewesen) und achte auf eine sorgsame Aufzucht, die nicht an zu schnellem Wachstum orientiert ist.

 

Gut zu wissen: Anders als im Herkunftsland Italien werden Tiere in österreichischen Zuchtlinien erst nach Hüftdysplasie-Röntgen zur Zucht zugelassen. Damit kann dieses Risiko weitgehend dezimiert werden. In Deutschland werden diese Hunde meist nur an Jäger abgegeben.

Steckbrief Spinone Italiano

  • Rasse:
    Spinone Italiano
  • Herkunft:
    Italien
  • Klassifikation:
    Vorstehhunde
  • Größe:
    60 bis 70 Zentimeter (Rüden), 58 bis 65 Zentimeter (Hündinnen)
  • Gewicht:
    32 bis 37 Kilogramm (Rüden), 28 bis 30 Kilogramm (Hündinnen)
  • Körperbau:
    quadratisch, kräftig, stabiler Knochenbau, gute Muskulatu
  • Augen:
    groß, nahezu rund, ockerfarben – in direktem Bezug zur Fellfarbe mehr oder weniger hell, das Weiße im Auge sichtbar und daher menschenähnlich
  • Ohren:
    lang, hängend, nach vorn zur Wange hin fallend, dicht und glatt behaart
  • Fell und Farbe:
    dick, hart, eng anliegend, keine Unterwolle, länger an Augenbrauen und Lefzen, in Reinweiß oder Weiß mit orangefarbenen Flecken oder Sprenkelungen oder kastanienbraunen Flecken oder Schimmelung, „Mönchskutte“ (Braunschimmel)
  • Besonderheiten:
    scheinbar melancholischer Blick, „stummer Jäger“
  • Charakter:
    freundlich, geduldig, gesellig, intelligent
  • Pflege:
    einmal pro Woche gründlich bürsten, längere Haare im Gesicht eventuell öfter
  • Gesundheit:
    robust, Veranlagung zu Hüftdysplasie (HD) weitgehend einschränkbar

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