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Ein Frettchen schaut zwischen zwei Steinen hervor.

Geheimtipp unter den Kleintieren: Frettchen sind neugierig, schlau und anhänglich

Sie werden anhänglich und zahm, und es macht großen Spaß, die lebhaften Kleintiere zu beobachten: Frettchen, die putzmunteren Räuber, gewinnen als Haustiere immer mehr Fans. Wir verraten Ihnen, worauf Sie bei der Haltung achten müssen.

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Neugierige Frettchen wollen nicht allein sein

Zunächst einmal: Halten sollten Sie unbedingt immer zwei Frettchen – eines allein würde vereinsamen. Sie spielen gerne und brauchen dafür einen Artgenossen. Allerdings vertragen sich unkastrierte Rüden oftmals nicht gut. Vom Charakter her sind sie neugierig, aktiv und unternehmungslustig, zeigen aber auch deutlich durch Bisse, wenn ihnen etwas nicht passt. Sie sind nicht als reine Käfigtiere geeignet, denn sie haben einen großen Bewegungsdrang und benötigen am Tag mehrere Stunden Freilauf.

Frettchen haben einen starken Geruch

Überhaupt sollte sich derjenige, der mit diesem Haustier liebäugelt, eines wissen: Frettchen haben einen starken Geruch, sie stammen vom Iltis ab. Vor allem bei Rüden ist der spezifische Körpergeruch besonders intensiv. Der Mardergeruch stammt vom Sekret der Analdrüsen und dient zur Kommunikation, oder aber sie signalisieren mittels ihrer Stinkdrüse ihren Unwillen. Eine Kastration kann hier Verbesserungen schaffen, aber es bleibt trotzdem ein deutlicher Geruch bestehen.

Haltung mit Hund und Katze

Wenn Sie bereits einen Hund oder eine Katze halten, dann ist es meist kein Problem, die Haustiere an ein Frettchen zu gewöhnen. Bei anderen Kleintieren, zum Beispiel Meerschweinchen, Kaninchen oder Ratten, ist Vorsicht geboten: Wie schon erwähnt, Frettchen sind Räuber. Wie Katzen sind die Kleintiere dämmerungs- und nachtaktiv. Bieten Sie Ihren Kleinen unbedingt immer einen genügend großen Käfig, denn sie wollen turnen. Werden Frettchen nicht andauernd frei gehalten, sollte die Käfiggrundfläche 100 x 100 cm betragen, die Höhe mindestens 150 cm. Etagen, Steine und Baumwurzeln dienen der Unterteilung, außerdem muss mindestens ein Katzenklo (Frettchen werden sehr gut stubenrein), Näpfe, eine Trinkflasche und eine Schlafkiste enthalten sein, damit sich das Tier wohlfühlt.

Frettchen und ihr Speiseplan

Ein weibliches Frettchen nennt man übrigens Fähe – sie wird zwischen 25 und 40 cm groß und wiegt 600 bis 900 g. Der Rüde kann sogar doppelt so schwer werden und hat eine Größe von bis zu 60 cm. Es gibt sechs verschiedene Rassen, die eigentlich nur Farbschläge sind. Frettchen sind Fleischfresser. Sie sollten spezielles Frettchenfutter anbieten, zur Abwechslung dürfen Sie auch Nass- oder Trockenfutter für Katzen geben. Hundekuchen und gekochtes Fleisch werden ebenso gern verzehrt. Ab und an dürfen Sie ruhig auch etwas Gemüse oder Getreide reichen.

Wann zum Tierarzt?

Wichtig ist, dass Sie Ihre Tiere immer genau beobachten. Wenn sie plötzlich lethargisch (teilnahmslos,träge) oder bissig wirken, wenn sich das Fell verändert, wenn sie abnehmen oder Durchfall haben, müssen Sie unbedingt zum Tierarzt. Ein gut versorgtes Frettchen kann übrigens bis zu zehn Jahren alt werden!

Ein Frettchen sitzt auf dem Arm seiner Besitzerin.

Steckbrief Frettchen

  • Größe
    Fähe 25 bis 40 cm, Rüde bis zu 60 cm
  • Aussehen
    sechs verschiedene Farbschläge. Weibliche Tiere bleiben deutlich kleiner als männliche. Die Schwanzlänge beträgt zwischen 11 und 14 cm
  • Herkunft
    Mitteleuropa, Nordafrika, Südeuropa
  • Geschichte
    Abstammung mit hoher Wahrscheinlichkeit vom europäischen Iltis oder Waldiltis
  • Gewicht
    Fähe rund 800 g, Rüde bis zu doppelt so schwer
  • Charakter
    neugierig, verspielt, unternehmungslustig, agil, können aber auch bissig sein
  • Haltung
    Fütterung zweimal am Tag. Tägliches Spiel und Streicheln unbedingt notwendig. Haltung nicht als Einzeltier, sondern immer zu zweit. Käfig muss sehr geräumig sein, damit die Frettchen turnen können. Frettchen benötigen eine Katzentoilette, Futterschüsseln, eine Trinkflasche sowie ein Schlafhaus
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