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Ein Gemüseteller von dem die Kaninchen fressen.

Kaninchenfutter selber machen: Bestes für kleine Gourmets

Nicht nur Katzen und Hunde bekommen gerne hochwertiges und schmackhaftes Futter serviert, das gilt ebenso für Kleintiere. Kaninchen verfügen über einen ausgeprägten und differenzierten Geschmackssinn. Sie schmecken zum Beispiel selbst kleine Unterschiede in der Zusammensetzung und Qualität von Heu heraus und entscheiden sich für bevorzugte Sorten. Lesen Sie hier, wie Sie Ihre Tiere mit gesunder Kost verwöhnen und Kaninchenfutter selber machen können.

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Welchen Vorteil hat selbst gemachte Kaninchennahrung?

Wenn Sie die Zutaten für das Kaninchenmenü selbst anbauen und ernten können, ist das ein großer Vorteil: Sie können sich so absolut sicher sein, dass das Futter frisch ist, wissen, woher es stammt und dass keine chemischen Pflanzenschutzmittel zum Einsatz gekommen sind; auch als Selbstversorger sollten Sie das im Sinne der Kaninchen vermeiden. Wenn Sie nicht die Möglichkeit haben, Grünfutter von der eigenen Wiese oder aus dem Gemüsebeet zu holen, können Sie selbstverständlich auf gekauftes Futter zugreifen – wählen Sie aber Bioware. Bitte achten Sie bei Kräutern und Gras darauf, nicht gerade neben einer Straße, von einer Hundewiese oder dem Randstreifen eines Feldes zu ernten, auf dem gesprüht wird. Wenn Sie Ihre Kaninchen gut kennen, werden Sie bald feststellen, welche Futterkomponenten sie besonders mögen und welche weniger gern. Sie können also ganz gezielt das Menü gestalten und müssen weniger Reste entsorgen.

Wie kann ich Kaninchennahrung selbst anbauen und sammeln?

Der Hauptanteil von gesundem Kaninchenfutter besteht aus Gräsern und Kräutern. Mit ein wenig gärtnerischem Geschick können Sie sich mit beidem einfach selbst eindecken. Als Gartenbesitzer sollten Sie ein Eckchen Ihres Gartens für eine Kaninchenwiese einplanen. In Gartencentern gibt es fertige Samenmischungen, die speziell die bei Kaninchen beliebten Kräuter- und Wiesenpflanzensaaten enthalten: Ringelblume, Kamille, Borretsch, Kornblumen und andere mehr.

 

Wenn Sie solche Futterpflanzen anbauen, tun Sie nebenher noch etwas Gutes für die Umwelt, indem Sie Bienen, Schmetterlingen und anderen Insekten eine attraktive Futterfläche bieten. Auf einer solchen „Kaninchenwiese“ können die Tiere direkt fressen, oder Sie pflücken täglich die benötigten Portionen ab. Wenn Sie keinen Garten haben, kultivieren Sie Küchenkräuter auf dem Balkon oder der Fensterbank. Sogar einjährige Futterblumen können Sie aus Samen gezielt auf dem Balkon anpflanzen.

 

Obst und Gemüse, das für Kaninchen verträglich ist, entnehmen Sie einfach aus der eigenen Gemüsegartenernte. Etwas schwieriger gestaltet sich die Ernte von frischen Zweigen: Zweige von Apfel- und Birnbaum, Haselnuss und verschiedenen Beerensträuchern sind gut verträgliche Futterpflanzen, fallen aber nicht in jedem Garten an. Andere Sorten sind ebenfalls beliebt, dürfen aber nur in Maßen verfüttert werden. Um die Versorgung mit frischen Zweigen sicherzustellen, ist es sinnvoll, gemeinsam mit anderen Kaninchenhaltern Kontakte zu einem Gärtnereibetrieb aufzubauen.

Wie konserviere ich Blüten und Kräuter?

Bevor in den Wintermonaten frisches Grünfutter rar wird, lohnt es sich, einen Vorrat an getrockneten Kräutern anzulegen, mit denen Sie später das Heu aufpeppen können. Kräuter zu trocknen ist ganz einfach: Breiten Sie dazu das Pflanzenmaterial an einem luftigen, aber dunklen Ort aus, zum Beispiel auf dem Dachboden; legen Sie Papier oder Küchenkrepp unter. Sie können die Kräuter auch in Sträußchen mit dem Kopf nach unten auf eine Leine hängen, sodass sie von allen Seiten Luft bekommen. Fertig getrocknet sind die Kräuter, wenn die Blätter und Stängel sich leicht zerbrechen lassen. Trocknen Sie Kräuter nicht in der prallen Sonne oder unter künstlicher Hitze wie im Backofen: Dabei gehen wertvolle Aromastoffe verloren.

 

Zur Lagerung von getrockneten Kräutern und Blüten nutzen Sie am besten Metallbehälter wie Keksdosen, die Sie mit Küchenpapier auslegen. Plastikdosen oder Tüten eigen sich nicht: Daraus kann Restfeuchte nicht entweichen, was Schimmel Angriffsflächen bietet. Bewahren Sie die Kräuterdosen an einem dunklen und trockenen Ort auf. Achtung: Verfüttern sie kein zu klein gebröseltes oder staubendes Pflanzenmaterial oder Heu. Nimmt das Kaninchen zu viele Kleinpartikel auf, passieren diese den Verdauungstrakt nicht richtig und es kann zu einer Darmüberlastung kommen. Heu können Sie ebenfalls selbst herstellen, obgleich der Aufwand relativ hoch ist: Mähen Sie hohes Gras von einer Fläche, die keine kaninchengefährlichen Pflanzen enthält. Benutzen Sie unbedingt eine Sense oder Sichel, keinen Rasenmäher, denn die Halme müssen ihre Länge behalten. Trocken Sie den Grasschnitt dann auf einem Wäscheständer oder einem mit Netz oder Volierendraht bezogenen Rahmen: Das Gras darf keinen Bodenkontakt haben. Die Trocknung muss im Freien oder auf einer überdachten Fläche erfolgen, keinesfalls in einem geschlossenen Raum. Während des Trocknens darf das Heu nicht nass werden. Warten Sie mit dem Grasschnitt also auf regenfreies Wetter.

Kann ich für meine Kaninchen kochen?

Sie haben neben Ihren Kaninchen noch ein anderes Hobby und lieben es, in der Küche kreativ zu werden? Dann überraschen Sie die Langohren doch einmal mit selbst gebackenen Nagerkeksen. Als besondere Leckerei sind Karottenplätzchen eine beliebte Abwechslung auf der Kaninchenspeisekarte.

Sie benötigen:

  • geraspelte Möhren
  • gehackte Erdnüsse
  • Hirse
  • Bruchmais
  • geschälte Sonnenblumenkerne zu jeweils 50 Gramm
  • ein Ei
  • einen Teelöffel Wasser

Vermengen Sie sämtliche Zutaten miteinander und formen Sie daraus flache Plätzchen im richtigen Format für die Kaninchen, im Durchmesser etwa wie eine Euromünze. Legen Sie die Plätzchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech und backen Sie diese bei 180 °C etwa 10 bis 12 Minuten, bis sie goldbraun sind. Aber Achtung: Diese Plätzchen sind sehr energiereich. Geben Sie Ihren Mümmlern pro Tag nur eines und reduzieren Sie zugleich die Trockenfutterration.

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