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Ein Hund an der Leine

Anti-Giftköder-Training mit Lukas

Kein Gedanke kann einen Hundebesitzer so sehr in Angst versetzen, wie die Nachricht, dass Hundehasser Giftköder ausgelegt haben.

Durch gezieltes Training kann man das Risiko einer Vergiftung oder auch einfach nur die Aufnahme von schlechtem Futter, das irgendwo am Boden liegt, vermeiden. In unserem Fressnapf Tipp erklären wir in 3 Schritten, wie wir das Verhalten der Staubsaugerhunde abtrainieren und uns zu nutzen machen können.

 

1. Umorientierung

Im ersten Schritt geht es darum, dass die Hunde lernen, dass sie sich zum Menschen orientieren sollen, wenn sie etwas am Boden gefunden haben. Für den Trainingsaufbau ist es wichtig, den Hund an einer Leine (und Brustgeschirr) zu führen. Man legt zunächst verschiedene Futterstationen (Leckerlies auf einem Teller, unter einem Nudelsieb, auf einem Podest, …) gespickt mit allerhand Leckereien aus. Wenn man nun mit dem angeleinten Hund durch diese Verführungen durch geht, bleibt man, sobald der Hund sein Futter entdeckt hat einfach wie angewurzelt sehen und wartet geduldig, bis sich der Hund selbstständig zu mir umdreht.

Bei vielen Hunden ist an dieser Stelle enorme Geduld gefragt. Wenn sie ihren „Köder“ in der Nase haben und dort unbedingt hin möchten, versuchen sie oft, mit der Pfote den Teller zu sich zu ziehen, sich hinzulegen, oder sogar Anlauf zu nehmen um dann Näher zu den ausgelegten Leckerlies zu kommen. Als Mensch zählt eins: Geduld! Wirklich darauf achten, dass der Hund zwar bis ganz knapp vor das Leckerli kommen kann, es aber durch die Leine nicht erreichen kann und abwarten.

Es wird mit Sicherheit bei jedem Hund der Moment kommen, indem die Hunde zum Menschen schauen, und selbstständig fragen, warum es denn nicht weiter geht. Das ist dann auch genau der Moment, indem vom Menschen unglaublich übertriebenes und überschwängliches Lob plus Belohnung (Wenn möglich gleichwertig oder höherwertig als die ausgelegten Köder) kommt. Hat es bei diesem einen Teller funktioniert, geht man gleich weiter zum nächsten. Je öfter man diesen Teil des Trainings wiederholt, desto schneller findet diese Umorientierung statt. Nach einigen Versuchen kann man schon beobachten, dass der Hund zwar kurz zum Futter schaut, aber dann den Blick direkt zum Menschen nach oben nimmt.

 

2. Anzeige

Wenn die Hunde den ersten und damit auch fundamental wichtigsten Schritt des Trainings so wie bereits beschrieben ausführen können, kommt noch eine weitere Übung hinzu: Die Anzeige. Wenn der Hund nun einfach, wenn er Futter am Boden findet, kurz zum Menschen schaut, müsste dieser auch wirklich auf jeden Blickkontakt reagieren. Da wir das allerdings selten tun, würde es für den Hund bedeuten, dass wir das gefundene Futter am Boden freigegeben haben und sie es nun genüsslich verschlingen dürfen. Damit es für den Hundehalter also noch deutlicher wird, dass der Hund gerade etwas gefunden hat, möchten wir ihm noch lernen, dass er sich direkt vor den gefunden Köder niederlegt oder setzt.

Dazu wird einfach zum ersten Lernschritt, die Übung „Sitz“ oder „Platz“ hinzugefügt. Wenn der Vierbeiner also gerade zur ausgelegten Futterstation hingeht, den Blick zum Menschen nimmt, kommt hierzu das individuelle Kommando für das Hinsetzen. Erst danach dann die gleichwertige Belohnung. Nach einigen Wiederholungen, kann man schon versuchen, das Kommando wegzulassen und zu warten, ob der Hund sich nach dem Blickkontakt zum Menschen vielleicht sogar schon selbst neben dem ausgelegten Futterteller absetzt und wartet bis der Mensch eine alternative Belohnung gibt. Zusätzlich würde ich dazu raten, das Leckerli aus der Tasche nicht einfach so zu geben, sondern so zu tun, als würde man sich ein Futterstück vom vermeintlichen Köder am Boden nehmen, und dem Hund danach als Belohnung geben.

 

3. Generalisieren

Das erlernte Verhalten kann natürlich nur dann funktionieren, wenn wirklich oft wiederholt wird. Und dabei ist es besonders wichtig, verschiedene Situationen und ein immer wieder unterschiedliches Umfeld für das Training zu nutzen. Je öfter man an unterschiedlichen Orten mit diversen Ablenkungen übt, desto schneller kann das Verhalten beim Hund generalisiert und damit das Lernen abgeschlossen werden.