Versandkostenfrei  ab 29 €  erreicht
Kostenlose  Rücksendung
Mehr als  10.000 Artikel
Die Bestellung ist jetzt versandkostenfrei.
Golden Retriever3.jpg

Ist Getreide im Hunde- oder Katzenfutter artgerecht?

Getreide im Hunde- oder Katzenfutter? Das erscheint auf den ersten Blick seltsam und verunsichert viele Hunde- und Katzenbesitzer. Dabei ist Getreide, wie zum Beispiel Weizen,  ein wichtiger und gut verträglicher Energielieferanten für unsere Haustiere.

Manche Tierbesitzer halten Getreide im Hunde- oder Katzenfutter für einen billigen Fleischersatz, der den Ernährungsbedürfnissen ihres Vierbeiners widerspricht. Schließlich, so die häufig geteilte Meinung, seien Hunde und Katzen ja Fleischfresser, die in „freier Wildbahn“ auch kein Getreide zu sich nehmen.

Golden Retriever4.jpg

Ein Ernährungsmythos, der weitverbreitet ist – aber dennoch falsch. Es stimmt zwar, dass der Hund vom fleischfressenden Wolf abstammt. Die Ernährungsgewohnheiten unserer heutigen Haushunde sind aber nicht mehr „wölfisch“. Hunde leben seit mehr als 10.000 Jahren eng mit dem Menschen zusammen und haben sich an seine Ernährungsgewohnheiten angepasst: Hunde waren ursprünglich „Resteverwerter“ und fraßen alles, was auch der Mensch isst – oder was eben von seinem Tisch abfällt: Fleisch, aber auch Gemüse und Getreide in Form von Brot, Reis oder Nudeln. Durch die Domestizierung hat sich die Ernährung des Hundes im Vergleich zum Wolf also geändert, was sogar zu nachweislichen Veränderungen in den Genen des Hundes geführt hat. So können Hunde beispielsweise Stärke  bessser verwerten als Wölfe. „Deswegen spricht nichts gegen den Einsatz von Getreide  als wichtigen Energielieferanten für Hunde – vorausgesetzt, die Getreidestärke ist gut aufgeschlossen“, unterstreicht Dr. Claudia Rade, Fachtierärztin für Tierernährung und Diätetik. Bei Katzen liegt der Fall etwas anders. Sie sind striktere Karnivoren als Hunde, und benötigen mehr tierische Komponenten in ihrer Nahrung. Grundsätzlich brauchen Hunde und Katzen nicht zwingend Kohlenhydrate im Futter, können sie aber hervorragend verwerten, wenn sie gut aufgeschlossen in der Nahrung bereitgestellt werden. 

In fertig zubereiteter Tiernahrung ist Getreidestärke durch Erhitzung gut  aufgeschlossen, so dass Hunde und Katzen diese pflanzliche Komponente optimal verwerten und verdauen können. Qualitativ hochwertiges Weizeneiweiß (Gluten) erreicht eine Verdaulichkeit von weit über 90% und ist damit besser verwertbar für Hunde und Katzen als manche tierische Proteinquelle. Hochwertige Tiernahrung setzt Getreideprodukte daher als ernährungsphysiologisch wichtige Zutaten hoher Verdaulichkeit und konstanter Qualität und nicht zuletzt als perfekte Ergänzung zu tierischem Eiweiß ein. Denn das Getreidekorn steckt voller wertvoller Nährstoffe: Es bietet leicht verdauliche Proteine, hochwertige Fette und Vitamine, Fasern als Ballaststoffe, lebensnotwendige Mineralstoffe und Kohlenhydrate als Energielieferanten in Form von Stärke.

Allergien gegen Getreideproteine sind nicht häufiger als gegen tierische Eiweiße

Norw.WK.jpg

Trotz all dieser Vorteile haben manche Tierbesitzer die Befürchtung, dass ihre Katze oder ihr Hund allergisch auf Getreide im Futter reagieren könnte. Im Einzelfall kann eine Unverträglichkeit gegen ein bestimmtes Protein vorliegen. Dabei muss man aber wissen: Allergien gegen Getreideproteine sind nicht häufiger als gegen tierische Eiweiße. 

Generell sind Futtermittelallergien bei Haustieren eher selten. Bei Katzen und Hunden ist das Futter nur die dritthäufigste Allergieursache nach Flöhen und Umweltallergien. Und die  Glutenunverträglichkeit (Zöliakie), unter der manche Menschen leiden, ist bei Hunden und Katzen nahezu unbekannt. 

Wer dennoch den Verdacht hegt, dass sein Haustier eine Nahrungsmittelunverträglichkeit hat, sollte seinen Vierbeiner einem Tierarzt vorstellen. Wenn sich bei der Untersuchung der Verdacht bestätigt, kann mit einer achtwöchigen Ausschlussdiät festgestellt werden, ob eine Futtermittelallergie vorliegt und welches Protein der Auslöser ist.

Getreide als nachhaltiger Rohstoff der Zukunft

Golden Retriever5.jpg

Getreide ist ein nachwachsender Rohstoff und braucht für die Produktion nur einen Bruchteil der Ressourcen, die für die Erzeugung von Fleisch benötigt werden. Der Wasserverbrauch beispielsweise ist deutlich geringer, und es entstehen bei der Getreideproduktion auch weniger Treibhausgase als bei der Fleischgewinnung. Um eine gleichbleibend hohe Qualität von Hunde- und Katzennahrung zu gewährleisten, setzen viele Hersteller daher schon heute auf Rohstoffe, die auch in Zukunft in ausreichender Menge und hervorragender Qualität verfügbar sein werden. Weizen ist ein solcher Rohstoff und wird in Zukunft als Lieferant von Energie und Proteinen wohl eine zunehmend wichtigere Rolle spielen.

Die Vorteile von Weizen auf einen Blick
  • Weizenstärke ist in aufgeschlossener Form ein hervorragender Energielieferant für Hund und Katze.

  • Weizen enthält hochverdauliche Proteine, die in Kombination mit tierischen Protein ein ideales Aminosäureprofil für Hund und Katze ergeben.

  • Im Weizen finden sich lebensnotwendige Aminosäuren für unsere Vierbeiner.

  • Als nachwachsender Rohstoff ist Weizen eine nachhaltige Zutat.

WEITERE BEITRÄGE, DIE SIE AUCH INTERESSIEREN KÖNNTEN

Futterarten im Vergleich: Nassfutter, Trockenfutter oder Rohfutter?

Nicht immer ist es leicht, sich im vielfältigen Angebot der unterschiedlichen Futterarten zurechtzufinden. Gebe ich meinem Tier lieber Trockenfutter, Nassfutter oder doch v…

Kokosöl für die Katze – alles über die tierisch vielseitige Baumfrucht

Wenn ein Mensch an Kokosnüsse denkt, setzt das Assoziationen in Gang: weiße Palmenstrände, exotisches Essen und ähnliche Fernwehfantasien. Wenn Sie als Katzenhalter eine Kokosnuss …

Seniorenteller und Schonkost: Ernährung für die alte Katze

Wenn die Katze in die Jahre kommt, verändern sich ihre Ansprüche an den Inhalt des Futternapfes. Das kann rein praktische Gründe haben: Eine zahnlose Katzenseniorin kann mit Trocke…

Suchen Sie mehr Informationen rund um das Thema Katze?