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Silvester mit Hund – der Angst keine Chance geben!

Schon die Weihnachtszeit ist für viele Familien mit Hund eine Herausforderung. Aber Silvester ist für die meisten unserer vierbeinigen Begleiter, wie für fast alle anderen Tiere übrigens auch, der reinste Horror. Nur zu gerne würden sie auf die ohrenbetäubenden Knalle verzichten. Kinder und auch viele Erwachsene sind schon am Morgen tierisch aufgeregt und freuen sich auf den Jahreswechsel. Der Hund versteht das natürlich nicht und wird von der Aufregung zusätzlich beunruhigt.
Wie Sie Ihren Hund an Silvester beruhigen und mit ihm die für ihn anstrengendste Nacht des Jahres überstehen, das lesen Sie hier.

Das fängt ja schon gut an – die richtige Vorbereitung

Nachdem Hund und Familie die besinnlichen Weihnachtstage hinter sich haben, beginnt die Zitterpartie Silvester: In der Woche nach Weihnachten werden die Feuerwerkskörper für die Silvesternacht verkauft – und trotz Verbots geht es hier und da schon los mit dem Zünden von Böllern, Raketen und Knallfröschen.

Das Beste für Ihren Hund wäre es, wenn Sie ihn von der Knallerei fernhalten. In den Niederlanden ist in vielen Städten und Gemeinden privates Feuerwerk verboten, ebenso in ganz Dänemark. Auch in Irland dürfen lediglich Tischfeuerwerk und Wunderkerzen zum Einsatz kommen. Wie wäre es also mit einem Urlaub mit Hund zwischen den Jahren? Die meisten Hunde reagieren verängstigt, einige gar panisch auf die Geräuschkulisse an Silvester.

Die letzte Nacht des Jahres – für Ihren Hund wird es ernst

Achten Sie darauf, dass Sie im Laufe des Tages Ihre normale Routine beibehalten und den Hund nicht spüren lassen, dass etwas Besonderes bevorsteht. Denn Ihr vierbeiniger Begleiter orientiert sich an Ihnen. Lassen Sie ihn nicht alleine zu Hause, auch wenn die Verlockung groß ist, auf die Silvesterfeier zu gehen. Ihr Hund wird es Ihnen danken, Sie als Beschützer zu Hause zu haben. Der letzte Gassigang sollte an Silvester etwas früher stattfinden. Dann ist das Risiko, auf Knaller zu treffen, noch relativ gering. Lassen Sie ihn an diesem Tag keinesfalls von der Leine, selbst wenn er normalerweise aufs Wort gehorcht. Ihr Hund könnte vor Angst weglaufen oder von einem unvorsichtig gezündeten Böller getroffen werden.

Zurück in Ihrer Wohnung treffen Sie einige Vorbereitungen:
  • Sorgen Sie für eine ruhige und entspannte Umgebung.
  • Schließen Sie die Fenster und lassen Sie gegebenenfalls die Rollladen herunter. Das dämpft die Geräusche und schirmt Lichtblitze ab.
  • Probieren Sie es mit klassischer Musik – das soll auf Tiere beruhigend wirken. Grundsätzlich ist Musik aber eine gute Alternative, um die Geräuschkulisse von draußen zu reduzieren. Achten Sie auf eine geeignete Zimmerlautstärke, um das empfindliche Gehör des Hundes nicht überzubeanspruchen.

Haben Sie auch im Verlauf des Abends immer ganz besondere Leckerchen für Ihren ängstlichen Vierbeiner zur Hand.

Wenn Ihr Hund ins Zittern gerät

Es wäre ein großer psychologischer Fehler, Ihren verängstigten Hund zu ignorieren, wenn er sich Schutz suchend an Sie wendet. Geben Sie ihm Halt und Nähe, wenn er diese einfordert. Es wurde lange behauptet, dass wir die Angst unserer Vierbeiner ignorieren sollten, um sie nicht darin zu bestärken, da Hunde jede Reaktion als Bestätigung ihrer Angst werten könnten. Diese Annahme ist aber längst widerlegt worden. Denn es gibt einen Unterschied zwischen Bemitleiden und Halt geben. Überlassen Sie Ihren verstörten und ängstlichen Hund nicht sich selbst und kümmern Sie sich um ihn.

Sie sollten in seiner Nähe bleiben und ihm Körperkontakt anbieten, ohne ihn zu bedrängen. Lassen Sie Ihren Hund entscheiden, ob er sich zurückziehen oder lieber in Ihrer Nähe sein möchte. Im ersteren Fall sorgen Sie dafür, dass in der Ecke seiner Wahl (nicht Ihrer) ein geeignetes Bettchen oder Deckchen bereitliegt.

Kauartikel und -knochen sorgen für Ablenkung. Sofern die Angst noch nicht zu tief sitzt und der Hund Futter annimmt, bieten Kauknochen Beruhigung und Beschäftigung. Es kann helfen, Spielrituale durchzuführen, die dem Hund Freude bereiten, um zusätzliche Ablenkung zu schaffen und die Atmosphäre positiv zu besetzen.

Wenn die Angst zu tief sitzt – Mittel zur Beruhigung

Sitzt die Angst zu tief, sodass Ablenkung sowie eine entspannte Umgebung nicht ausreichen, sollten Sie auf pflanzliche oder homöopathische Mittel zur Beruhigung zurückzugreifen. Rescue-Bachblüten-Tropfen oder andere Kräutermischungen haben sich als eine natürliche Therapie bewährt. Sie bekommen die Tropfen ohne Rezept in der Apotheke oder in unserem Online-Shop.

Hunde reagieren ganz unterschiedlich auf alle Arten von Beruhigungsmittel. Fangen Sie mit kleinen Dosierungen an und beobachten Sie Ihr Tier aufmerksam. Es kann durchaus sein, dass Sie schon einen Tag vor Silvester mit der Gabe anfangen müssen. Andere Hunde reagieren hingegen innerhalb einer Stunde auf pflanzliche Beruhigungstropfen.

Wenn die Kräuter und/oder Bachblüten nicht anschlagen, probieren Sie es mit frei verkäuflichen Beruhigungsmitteln, die auf Pheromonen (sogenannte Dog Appeasing Pheromone, DAP) beruhen. Hundemütter geben Pheromone über ihre Brustdrüsen an die Welpen ab, um sie auf diese Weise zu beruhigen und eine starke Bindung aufzubauen. Die Welpen fühlen sich dadurch in der Nähe ihrer Mama geborgen und sicher. Diese Wirkung zeigt sich auch bei erwachsenen Hunden, wie einige Studien zeigen.

Sofern all dies nicht hilft, sollten Sie mit einem Tierarzt rechtzeitig Rücksprache halten und sich eingehend beraten lassen. Und denken Sie daran: Der Urlaub in einem feuerwerksfreien Nachbarland kann all dies überflüssig machen. Wir wünschen einen tierisch guten Rutsch für Sie und Ihren Vierbeiner!

Erfahren Sie weitere hilfreiche Informationen in unserem Video:

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