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Nistkästen und Vogelverstecke: Brüten im vogelfreundlichen Garten

Um Ihren Garten besonders attraktiv für Wildvögel zu gestalten, müssen folgende Grundvoraussetzungen gegeben sein: Schutz, Nahrung und Wasser. Ein Revier, in dem es sichere Orte und genug tierisches und pflanzliches Futter gibt, ist aus Vogelsicht der perfekte Ort, um eine Familie zu gründen. 

Haben Sie als Vogelfreund sich auch schon gewünscht, am Leben ihrer gefiederten Gäste teilzuhaben? Den Lauf der Natur von der Balz bis zur Brut und flügge werden der Küken hautnah zu beobachten? Mit diesen Tricks holen Sie sich Vogelnachwuchs in den Garten.

Nistkästen für „Hausbesetzer“

Wenn Ihnen die Vögel nicht soweit entgegen kommen, ein Nest in Sichtweite anzulegen, können Sie Wildvogelarten, die in Nischen und Höhlen brüten unterstützen, indem sie künstliche Nistplätze schaffen. Wenn Sie über ein Vogelheim auf Balkon oder Garten nachdenken, sollten Sie sich aber zuerst die Frage stellen, welchen Vögeln Sie die Nisthilfe anbieten wollen. Jede Vogelart hat ihre eigenen Ansprüche und Bedürfnisse, die ein Vogelhaus für sie attraktiv machen. Diese Faktoren beeinflussen dann auch die Details des Vogelhäuschens: Den Durchmesser des Einfluglochs, die Tiefe des Kastens, das Material, den Standort und sogar die Anzahl der benötigten Vogelhäuschen. Wollen Sie Sperlinge oder Stare ansiedeln, brauchen Sie gleich mehrere Nistkästen, denn die Tiere brüten in Kolonien.

Einen Meisenkasten bauen oder kaufen?

Wenn Sie kein allzu begabter Heimwerker sind, können Sie einen fertigen Nistkasten kaufen: Das Standardmodell ist der klassische Meisenkasten. Ein Vogelhaus-Bausatz ist auch mit mäßigem Schreinertalent schnell zusammengesetzt. Bastler können sich in Bezug auf die äußere Gestaltung des Vogelhauses natürlich uneingeschränkt kreativ betätigen. Wichtig ist lediglich, dass der Kasten selbst hygienisch zu reinigen ist, zum Beispiel durch einen herausziehbaren Boden oder einen aufklappbaren Deckel. Das selbst gebastelte Vogelhaus hat den weiteren Vorteil, dass Sie die Nistkasten-Lochgröße für die Bedürfnisse ihres Lieblingsvogels optimieren können. Das Baumaterial ist schnell besorgt und zugeschnitten: Sie benötigen ungehobelte Hartholzbretter, Schrauben, Holzleim, einen Bohrer und eine Nistkasten-Bauanleitung. Detaillierte Bastelanleitungen und exakte Maße zum Nistkastenbauen finden Sie zum Beispiel online beim Naturschutzbund Deutschland. Übrigens: Technikbegeisterte können den Eigenbau-Nistkasten gleich mit einer drahtlosen Webcam bestücken: So erhalten Sie Live-Bilder aus dem Inneren, ohne die Vögel zu stören.

Einen Nistkasten sollten Sie, für Katzen und andere Räuber schwer erreichbar, an Bäumen so aufhängen, dass das Einflugloch nach Südost ausgerichtet ist. Direkte Sonneneinstrahlung muss jedoch vermieden werden. Bei Anbringung an der Hauswand achten Sie darauf, dass der Kasten nicht direkt neben einer viel frequentierten Tür oder Fenstern hängt.

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Lehm und Zweige als Baumaterial

Auch für Vögel, die keinen hölzernen Nistkasten annehmen, können Sie in einem vogelfreundlichen Garten ein wenig Hilfestellung leisten. Ein wenig ausgelegter Lehm und eine Wasserstelle bieten Schwalben Baumaterial für ein kunstvolles Bauwerk unterhalb der Dachkante. Es gibt speziell für Schwalben gestaltete Nisthilfen. Der kleine Zaunkönig mit seinem kugelförmigen Nest mit seitlichem Eingang interessiert sich für körbchen- oder kugelförmige Körper als „Nistkasten“. Die lassen sich mit etwas Geschick aus Weidenruten selbst flechten

Büsche, Gräser, Kletterpflanzen: Wohnraum für Nestbrüter

Nicht alle Vögel legen ihre Nester in Höhlen an: Viele heimische Wildvögel bevorzugen ein napfförmiges Nest in einem geschützten Gebüsch oder bodennah gut versteckt zwischen Pflanzen. Amseln oder Finken zum Beispiel bauen solche offenen Nester in geschützten Lagen. In einem vogelfreundlichen Garten sollten Sie für diese Vögel für ausreichende Rückzugsmöglichkeiten sorgen: Sträucher, Büsche und Hecken sind beliebte Nistreviere. Kleine Vögel wie Zaunkönige, Rotkehlchen und Sperlinge nutzen auch einen dichten Kletterpflanzenbewuchs, etwa eine mit Efeu oder Wein berankte Wand oder Spaliere. Großartig sind auch Beerenhecken, die nicht nur Versteck, sondern auch vitaminreiche Nahrungsquelle sind. Mit dicht belaubten Stellen im Garten schaffen Sie für Vögel unbegrenzte Möglichkeiten, aber auch Totholz und Reisighaufen sind beliebte Wohngegenden vor allem für Bodenbrüter.

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Futterpflanzen und Insektenweide – der Naturgarten als Vogelrefugium

Auch bei der Gartenarbeit kommen Sie den Vögeln entgegen – indem Sie einfach etwas weniger tun! Ein aufgeräumter Garten mit lauter exotischen Pflanzen mag dem menschlichen Auge schmeicheln, für Vögel ist er aber uninteressant, denn in einer mageren Umgebung mit kurz gemähtem Rasen und immergrünen Zierhölzern gibt es zu wenig Nahrungsoptionen. Nur dort, wo genügend Insekten verfügbar sind, können Vögel erfolgreich auf die Jagd gehen. Der erwähnte Reisig- oder ein Komposthaufen dient auch Kerbtieren als Brut- und Wohnstätte. Wenn Sie heimische Wildblumen aussähen, tun Sie der Umwelt gleich mehrfach Gutes: Sie schaffen eine Bienen- und Schmetterlingsweide, locken auch andere Insekten herbei und vergrößern so die Artenvielfalt im Garten. Die abgeblühten Pflanzen bilden Samen, die wiederum von den körnerfressenden Vögeln gern verzehrt werden. Auch natürlicher Wildwuchs zumindest auf einem Teil der Rasenfläche hilft den Brutvögeln. Die Pflanzenstängel werden von den Tieren als Nistmaterial verwendet. Sie haben einen Gartenteich? Optimal! Wenn nicht: Stellen Sie eine Vogeltränke auf, um Ihre Gartenuntermieter mit lebensnotwendigem Wasser zu versorgen. Wenn Sie nun auch noch auf den Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden verzichten, haben Sie ein kleines Vogelparadies, in dem der gefiederte Nachwuchs nicht lange auf sich warten lässt.

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