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Rex-Meerschweinchen – ein König in der Kleintierwelt

Rex-Meerschweinchen gehören zu den beliebtesten Rassevertretern ihrer Art. Tatsächlich handelt es sich um eine der ältesten Meerschweinchenrassen. Verwegen-struppig im Look, erinnern die liebenswerten Nager an zum Leben erwachte Plüschtiere. Dazu trägt ihr aufgerichtetes, dichtes Fell bei, bei dem die Haare korkenzieherartig gekraust sind. Doch handelt es sich keineswegs um Plüschtiere! Rex-Meerschweinchen haben genauso viele Ansprüche und Bedürfnisse wie alle anderen Meerschweinchen.

Wie das Meerschweinchen König wurde

Das Rex gehört zu den größeren Meerschweinchen und geht auf eine genetische Mutation zurück, die 1919 erstmals in Großbritannien entdeckt wurde. Die Rassebezeichnung Rex ergab sich analog zu einer etwa zeitgleich aufgetretenen Kurzhaarmutation bei Kaninchen, die die Tiere ob ihres ungewöhnlichen Pelzes zum „König“ der Rassen machte. Das Gen, das dafür verantwortlich ist, dass sich das Rexfell kräuselt, ist indes ein anderes als jenes, dem die Teddys ihre Haarstruktur verdanken. Allerdings ist das Rexgen ebenfalls rezessiv vererbbar. Wegen der kurzen Deckhaare kann sich das Fell nicht flach anlegen. Es richtet sich von selbst wieder auf, wenn man mit der Hand darüber streicht. Unter den Meerschweinchen kommen gelegentlich Exemplare mit längerem Haar vor, das eine gewellte Struktur aufweist. Seit 1984 gibt es einen offiziellen Rassestandard für das Rex-Meerschweinchen.

Rex oder Teddy – wo ist der Unterschied?

Für den Laien besteht zwischen Rex- und Teddy-Meerschweinchen – vornehmlich dem US-Teddy – Verwechslungspotenzial. Beide Rassen haben kurzes, abstehendes Fell, das ihnen ein flauschiges Aussehen verleiht. Jedoch ist das Fell des Rex-Meerschweinchens stets drahtig, während Teddys einen merklich weicheren Pelz haben. Die Barthaare eines Rex-Meerschweinchens und das Fell an seinem Bauch sind immer gekräuselt. Anders als die Teddys hat das Rex zudem keine aufwärts gerichtete Stupsnase, sondern eine rundere Schnauze mit sanft geschwungenem Profil – der Unterschied zwischen den Rassen liegt im Detail. Die Ohren des Rex hängen und sind leicht gewellt, der Zuchtstandard schreibt vor, dass ihre Unterkante parallel zum Boden verlaufen sollte.

Pelzige Pracht in vielen Farben

Rex-Meerschweinchen kommen in vielen anerkannten Farbschlägen vor. Der Zuchtstandard erlaubt einfarbig schwarze und rote Tiere mit Nuancen wie Schokolade, Milchkaffee, Tauben- und Blaugrau beziehungsweise Gold, Ocker, Safran, Creme und Weiß. Hinzu kommen zahlreiche Varianten von Aguti-Wildfarben und Lohfarben sowie drei- und vierfarbig gezeichnete Tiere mit mehreren der offiziellen Fellfarben. Das Deckhaar soll sich laut Standard farblich von der Unterwolle unterscheiden. Wirbel im Fell sollte das Rex-Meerschweinchen nicht haben. Eine Ausnahme bildet die Zuchtvariante Rex Crested, bei der die Tiere eine Art Schopf auf dem Kopf haben.

Das Verhalten von Rex-Meerschweinchen

Rex-Meerschweinchen stehen im Ruf, äußerst gutmütige Vertreter ihrer Art zu sein. Bei artgemäßer Haltung und kundigem Handling durch ihren Halter werden die neugierigen Tiere rasch zutraulich. Dieses Vertrauen, gepaart mit einer gelassenen Furchtlosigkeit, führt dazu, dass Rex-Meerschweinchen weniger Berührungsängste mit vertrauten Menschen haben und sich sogar recht bereitwillig streicheln lassen. Rex-Meerschweinchen sind allerdings ausgesprochen agil und haben einen großen Bewegungsdrang. Sie benötigen daher ein geräumiges Freigehege oder alternativ Freigang in der haustiersicheren Wohnung. Bemerkenswert am Rex-Meerschweinchen ist der Umstand, dass es offensichtlich die Stimmen „seiner“ Menschen unterscheiden kann und auf Zuruf mit Laufäußerungen in unterschiedlicher Intensität antwortet. Als Halter können sie die Gelehrigkeit des Tieres ausnutzen und es womöglich – mit genügend artgerechten Leckerli als Motivation – zu kleinen Tricks anleiten.

Die Pflege des Rex-Meerschweinchens

Eine Besonderheit beim Rex ist ein im Vergleich zu anderen Meerschweinchenrassen stärkeres Krallenwachstum. Bei der Ausstattung von Käfig und Gehege sollten Sie deshalb spezielles Augenmerk auf Möglichkeiten zum Abwetzen der Krallen legen, zum Beispiel mit einem Ziegelstein als Klettermöglichkeit. Zu lange Krallen müssen Sie regelmäßig kürzen. Es lohnt sich, bei Bedarf einen erfahrenen Meerschweinchenhalter oder den Tierarzt damit zu beauftragen. Auch das Fell des Rex-Meerschweinchens sollten Sie wöchentlich bürsten, um Schmutzrückstände zu entfernen – das krause Haar erschwert dem Tier die eigene Körperpflege. Rex-Meerschweinchen neigen zu trockener Haut, die sorgfältiger Pflege bedarf.

Bitte achten Sie auf eine verantwortungsvolle Zucht: Laut dem Paragraph 11b Tierschutzgesetz (TierSchG) ist es verboten, Tiere zu züchten, bei denen mit „Leiden verbundene erblich bedingte Verhaltensstörungen auftreten“ können. Das Rex-Meerschweinchen wurde mit gekräuselten Bart- und Tasthaaren gezüchtet, was ihnen ein artgerechtes Verhalten erschwert. Das wiederum ist ein Kriterium für eine Qualzucht. Eine offizielle Liste hierzu gibt es bei Meerschweinchen allerdings noch nicht. Eine ähnliche, dafür aber unbedenkliche Rasse stellt zum Beispiel das Teddy-Meerschweinchen dar.

Steckbrief Rex-Meerschweinchen
  • Größe: 20 bis 40 Zentimeter
  • Gewicht: 800 Gramm bis 1400 Gramm
  • Farbschläge: viele Farben und Zeichnungen, zum Beispiel Schokolade, Beige, Lilac, Schildpatt und Goldaguti
  • Fellstruktur: kurz und kraus, etwa 2,5 Zentimeter lang
  • Körperbau: muskulös, kurz und breit, rundlicher Kopf
  • Charakter: entspannt und freundlich
  • Lebenserwartung: 6 bis 12 Jahre
  • Besonderheiten: starkes Krallenwachstum erfordert vermehrte Aufmerksamkeit bei der Pflege
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