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Peruaner-Meerschweinchen – bezaubernd vom Scheitel bis zur Pfote

Seidiges Haar vom Kopf bis zum Schwanz – so präsentiert sich das Peruaner-Meerschweinchen. Tatsächlich ist es bei einem Peruanischen Meerschweinchen aus der Entfernung manchmal schwer zu sagen, wo Kopf und Hinterteil sind, solange es sich nicht bewegt. Unter dem dichten Langhaarfell verbirgt sich ein aufgewecktes, vorwitziges Tier, das mit seiner Optik und dem freundlichen Wesen begeistert, aber ebenso erhöhte Ansprüche an seine Pflege stellt. Rex-Meerschweinchen

Die Rassegeschichte des Peruaner-Meerschweinchens

Jeder Meerschweinchenfreund weiß: Die charmanten Nagetiere stammen aus Südamerika, speziell aus den Regionen des heutigen Peru und Bolivien. Dennoch hat das Peruaner-Meerschweinchen nur wenig Ähnlichkeit mit seinen wilden Vorfahren. Es handelt sich um einen vermutlich in Peru gezüchteten Typ, der offenbar über französische Seefahrer nach Europa gelangte. Das Peruanische Meerschweinchen gehört zu den neun anerkannten Langhaarrassen und ist zugleich eine der ältesten. Schon in den 1880er-Jahren waren Peruaner nachweislich in Europa bekannt – davon zeugt ein ausgestopftes Exemplar in einem Museum.

Langes Haar und kecke Wirbel

Peruaner-Meerschweinchen haben an den Hüften Haarwirbel, die das Fell aufwerfen. Bei vielen Peruanern entsteht so eine Art Ponyfrisur. Auffällig ist der Scheitel, der über dem Rücken verläuft, sodass das Haar seitlich sauber über die beiden Körperseiten fällt. Das einzelne Haar kann dabei die enorme Länge von dreißig Zentimetern erreichen. Die Kopfbehaarung hingegen ist, abgesehen von einem Backenbärtchen, kurz. Das Unterfell hat eine Länge von etwa sieben Zentimetern. Man könnte meinen, dass eine derartige Haarpracht ab und zu ein Bad benötigt. Das ist aber nicht der Fall: Meerschweinchen, auch langhaarige Rassen, sollten Sie nur in Ausnahmefällen baden – etwa wenn ein Parasitenbefall mit einem medizinischen Zusatz bekämpft werden muss. Peruaner haben im Vergleich mit anderen Rassen einen etwas kleineren Kopf, der durch das üppige Haar zusätzlich betont wird.

Die Farbschläge des Peruaner-Meerschweinchens

Die von deutschen Zuchtverbänden anerkannten Farben des Peruaner-Meerschweinchens sind einfarbig Schwarz, Weiß und Rot – in fast allen Nuancen. Es gibt außerdem Tiere in Schwarz-weiß und Rot-weiß. Sogar dreifarbige Peruaner kommen vor, diese sind jedoch verhältnismäßig selten anzutreffen. Auch bei der Augenfarbe zeigt sich das Peruaner-Meerschweinchen vielseitig: sie können rot, blau oder braun sein. Die Augenfarbe hängt genetisch gesehen meist mit der Fellfarbe zusammen.

So verhalten sich Peruaner-Meerschweinchen

Peruaner-Meerschweinchen sind in der Regel auffallend muntere und zutrauliche Tiere. Sie beobachten aufmerksam ihre Umwelt und sind interessiert an allem, was um sie herum vorgeht. Wie die meisten Meerschweinchen haben Peruaner einen freundlichen Charakter, sofern der Mensch ihre arttypischen Verhaltensweisen, insbesondere die Körperdistanz, respektiert und sie nicht gegen ihren Willen packt und streichelt. Handzahme Peruaner-Meerschweinchen lassen sich ein sanftes Kraulen mit dem Finger durchaus gefallen. Da sie wegen der obligatorischen Fellpflege vermehrten Kontakt mit Menschen haben, ist es möglich, dass sich eine gewisse Gelassenheit gegenüber den Zweibeinern als typisches Rassemerkmal herauskristallisiert.

Erziehung und Pflege der Peruaner-Meerschweinchen

Peruaner-Meerschweinchen sind keine Tiere für Anfänger. Die charakteristische Pelztracht erfordert einen größeren Pflegeaufwand als bei kurzhaarigen Meerschweinchen. Das Fell sollten Sie regelmäßig mit einem Plastikkamm – keine Metallzinken! – kämmen und auf Knötchen oder Verfilzungen untersuchen. Ab und an muss zu üppiges Fell ein wenig eingekürzt werden. Beim Peruaner-Meerschweinchen kommt es gelegentlich zu Verklebungen im Afterbereich. Da die Tiere sich aufgrund des langen Fells nicht so gut selbst putzen können wie ihre kurzhaarigen Artgenossen, lösen Sie solche Schmutzstellen mit einem feuchten Läppchen und gegebenenfalls etwas Tiershampoo.

Aufgrund seiner Haarpracht ist das Peruaner-Meerschweinchen außerdem nur für die Wohnungshaltung geeignet. Selbstverständlich spricht nichts gegen Ausflüge im gesicherten Gartengehege an warmen Sonnentagen. Bei einer Robusthaltung würde das Fell aber zu schnell feucht und schmutzig und das Meerschweinchen schlimmstenfalls krank. Ihre oberste Priorität im Umgang mit Peruanern sollte darin bestehen, das Vertrauen der Tiere zu gewinnen und sie an die tägliche Fellpflege zu gewöhnen. Versuchen Sie, das Peruanische Meerschweinchen mit einem begehrten Leckerli abzulenken, während Sie es vorsichtig kämmen. Besonders beliebt ist Petersilie.

Bitte achten Sie auf eine verantwortungsvolle Zucht:
Tiere zu züchten, bei denen mit „Leiden verbundene erblich bedingte Verhaltensstörungen auftreten“ können, ist laut dem Paragraph 11b Tierschutzgesetz (TierSchG) verboten.

Wegen der langen Haare können Peruaner-Meerschweinchen nur eingeschränkt sehen und laufen. Daher sind sie als Fluchttiere in ihren grundsätzlichen Fluchtreflexen eingeschränkt. Kot und Urin bleiben oft im Fell hängen, ohne dass die Tiere die Reste selbstständig wieder entfernen können. Daher weist diese Rasse Kriterien einer Qualzucht auf. Eine offizielle Liste gibt es aktuell noch nicht. Eine unbedenkliche Alternative ist beispielsweise das Rosetten-Meerschweinchen .

Steckbrief Peruaner-Meerschweinchen
  • Größe: 20 bis 25 Zentimeter
  • Gewicht: 700 Gramm bis 1500 Gramm
  • Farbschläge: schwarz, weiß, rot, rot-weiß und schwarz-weiß
  • Fellstruktur: lang und glatt, Wirbel im Hüftbereich, bis zu 30 Zentimeter lang
  • Körperbau: breit, kurz, bemuskelt, mit abgerundetem Kopf
  • Charakter: neugierig, aufgeweckt
  • Lebenserwartung: 4 bis 10 Jahre
  • Besonderheiten: nicht für die Außenhaltung geeignet

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