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Kleintiere erziehen mit Geduld und Leckerlis

Kleintiere wie Meerschweinchen, Kaninchen oder Ratten finden sich in immer mehr Haushalten. Obwohl die meisten Nager nicht unbedingt Kuscheltiere sind, lassen sie sich mit Zeit, Geschick und etwas Bestechung zähmen. Wenn Sie Geduld und Ruhe mitbringen, lernen viele Kleintiere ihre Namen, werden stubenrein, lassen sich bereitwillig anfassen oder sich sogar kleine Kunststücke beibringen.

Nicht jedes Kleintier ist ein Kuscheltier

So bezaubernd Mäuse, Meerschweinchen und andere Nager auch sind – nicht jedes dieser Tiere lässt sich gerne anfassen oder auf den Arm nehmen. Meerschweinchen beispielsweise suchen beim Schlafen im Gegensatz zu Kaninchen keinen Körperkontakt mit ihren Artgenossen und lassen sich aus diesem Grund und weil sie Fluchttiere sind von Natur aus nicht gerne berühren. Auch Hamster, Ratten und Mäuse sind nicht unbedingt als Kuscheltiere geeignet. Mit etwas Geduld und Leckerlis können Sie die meisten Kleintiere aber zähmen. Besonders einfach ist es, Kaninchen handzahm zu bekommen, da sie gerne mit Artgenossen kuscheln und sich gegenseitig bei der Fellpflege unterstützen.

Kleintiere erziehen: erste Schritte

Kleintiere wie Kaninchen, Hamster, Meerschweinchen und Mäuse sind von Natur aus nicht an den Menschen gewöhnt. Als Fluchttiere nehmen sie Reißaus, wenn sie etwas bedrohlich finden. Für Nagetiere, die bei Ihnen einziehen, ist zunächst alles neu und bedrohlich. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, den Tieren erst einmal Ruhe und Zeit zu geben, sich in ihrem neuen Zuhause einzuleben. Sobald sich die Tiere in ihrem Gehege sicher fühlen und Menschen nicht mehr als Bedrohung ansehen, ist der Grundstein für ein späteres Zähmen gelegt. In der Eingewöhnungszeit beschränken Sie sich am besten darauf, die Tiere zu beobachten. Während Sie Ihren Nagern dabei zuschauen, wie sie die neue Umgebung erkunden, können Sie behutsam mit ihnen sprechen, damit sie sich an Ihre Stimme gewöhnen.

Wie Sie Ihre Kleintiere erziehen

Sobald die Tiere sich in ihrem Zuhause eingelebt haben, können Sie sich an den Käfig setzen oder im Idealfall in das Gehege, das grundsätzlich nie groß genug sein kann. So lernen die Nager, dass von Ihnen keine Gefahr ausgeht. Im ersten Moment werden sie vermutlich fliehen, aber mit der Zeit wird die Neugier siegen und die Tiere nähern sich Ihnen. Locken Sie sie dann mit einem Leckerli an. Am Anfang werden sie das Leckerli vermutlich noch nicht aus Ihrer Hand nehmen, deshalb sollten Sie es zunächst vor sich auf den Boden legen oder in den Käfig stecken. Wenn die Tiere das Leckerli fressen, loben Sie sie mit freundlicher Stimme. Wenn Ihre Tiere dann ihre ersten Ausflüge im Freilauf machen, gehen Sie ebenso vor. Bald lernen Ihre Kleintiere, dass von Ihnen keine Gefahr ausgeht und lassen sich zunächst kurz über das Fell streichen und später, je nach Charakter und Tierart, auch streicheln.

Wenn einzelne Tiere nun zu Ihnen kommen, sagen Sie ihren Namen – so lernen sie meist schnell, wie sie heißen und lassen sich auch rufen. Nehmen Sie Kaninchen & Co. nicht frühzeitig auf den Arm, denn die meisten Tiere bekommen aufgrund der Nähe und der Höhe Angst und wehren sich, sodass eine hohe Sturz- und Verletzungsgefahr besteht. Manche Nager wie Meerschweinchen verhalten sich auf dem Arm meist ruhig, dies aber nur, weil sie große Angst haben und sich so klein wie möglich machen. Die Angst, auf den Arm genommen zu werden, liegt darin begründet, dass Feinde wie Greifvögel sie auf ähnliche Art packen. Mit viel Geduld, Zeit und Behutsamkeit können sich die Tiere daran gewöhnen, hochgenommen zu werden. Dies sollten Sie aber nicht zu oft tun.

Kleintiere erziehen mit Bestechung und positiver Verstärkung

Die Gelehrigkeit von Kleintieren unterscheidet sich je nach Tierart. So können Kaninchen durch positive Verstärkung stubenrein werden: Sobald Sie merken, dass ein Kaninchen erkennbar sein „Geschäft“ verrichten will, setzen sie es sanft in die Kaninchentoilette. Loben und belohnen Sie das Tier ausgiebig, wenn es die Toilette benutzt. Das Prinzip der positiven Verstärkung ist die Grundlage, um Tieren etwas beizubringen. Während Kaninchen leichter zu erziehen sind, erweist sich die Erziehung von Meerschweinchen und vor allem Hamstern als schwieriger. Aber mit Geduld und Behutsamkeit werden auch die meisten dieser Tiere handzahm.

Wenn Sie Tieren beibringen möchten, dass sie etwas nicht tun sollen, funktioniert das Prinzip genau umgekehrt. Brechen Sie als positiv empfundene Handlungen ab, sobald das Tier beispielsweise beim Spielen mit Ihnen zu wild wird oder beißt. Auch ein konsequent ausgesprochenes „Nein“ kann sich einprägen. Ratten lernen beispielsweise recht schnell ihre Namen und die Bedeutung des Wortes „Nein“.

Sie werden sehen, wenn Sie Meerschweinchen & Co. sanft an sich gewöhnen, können Sie sie erziehen und je nach Tierart und persönlichem Charakter erstaunliche Erfolge erzielen. Wichtig sind Geduld, Ruhe, Konsequenz und eine tiergerechte Methode. Gut erzogene Kleintiere, egal ob Kaninchen oder Ratten, entwickeln eine tiefe Bindung zu ihrem Halter und werden zu echten Gefährten, die viel Freude bereiten.

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