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Schluss mit Pfoten lecken: Tipps zur richtigen Pfotenpflege beim Hund

Vielleicht haben Sie schon an Ihrem Hund beobachtet, wie er an seinen Pfoten leckt oder sogar an den Krallen knabbert? Wenn ja, dann ist es höchste Zeit, sich mit dem Thema „Pfotenpflege beim Hund“ eingehend zu beschäftigen. Was sich zunächst wie bloße Kosmetik anhört, kann schnell zu einem gesundheitlichen Problem für Ihren Vierbeiner werden. Mit einer richtigen Pfotenpflege bei Ihrem Hund können Sie Fehlstellung der Gelenke entgegensteuern, es den Milben und Zecken schwer machen und Entzündungen der Ballen vorbeugen. Erfahren Sie hier, wie das geht und was Sie dabei unbedingt beachten müssen!

Pfotengesundheit – warum Sie Krallen schneiden und Pfoten frisieren sollten

Spätestens dann, wenn Ihr Hund beim Sitzen oder Gehen die Pfoten leicht schräg hält oder auf hartem Boden, wie ein Stepptänzer klickende Geräusche macht, sollten Sie sich um seine Pfoten kümmern. Denn das Geräusch kann die Ursache für viel zu langen Krallen Ihres Hundes sein. Rutscht er auch noch häufig aus, dann kann das an zu langen Haaren an den Pfoten liegen.

Doch warum ist das heute so? Als Hunde noch ihr wildes Dasein lebten und jagten, besorgte bei ihnen die Natur die Pfotenpflege. Das Laufen auf harten Untergründen, Steinen und Felsen, sorgte schon im Welpenalter für einen regelmäßigen Abrieb der Krallen. Unsere „modernen“ Vierbeiner hingegen bewegen sich viel zu selten und auf mitunter weichen Böden, sodass ihre Krallen nach Gusto immer weiter wachsen, ohne einen natürlichen Abrieb zu erfahren. Bei einigen Hunden sprießen zwischen den Pfotenballen Haare, die bei überlangem Wuchs das Gehen des Hundes behindern. Sie müssen daher regelmäßig gereinigt und gestutzt werden.

Daran erkennen Sie, wann die Pfotenpflege nötig ist:
  • Krallen, die den Boden berühren und sich hochdrücken
  • Hund leckt an Pfoten
  • Hund knabbert Pfoten an
  • Häufiges Ausrutschen auf glatten Böden
  • Unlust zu laufen oder gehen
  • Schrägstellung der Pfoten
  • Schmerzen beim Gehen
  • Lahmheiten, Hinken

Eine Hundepediküre bestehend aus Schneiden und Feilen der Krallen sowie Haarestutzen in den Ballenzwischenräumen schafft hier Abhilfe.

Gefahren und Krankheiten beim Hund durch ungepflegte Pfoten

Zu lange Krallen behindern den Hund beim Gehen und können ihm Schmerzen verursachen: Beim Abrollen der Ballen werden sie nach oben in das Krallenbett hochgeschoben und üben einen unangenehmen bis schmerzhaften Druck auf die Hundeballen aus.

Ihr Hund wird versuchen, diese Schmerzen zu vermeiden, und die Pfoten möglichst seitlich stellen, wodurch Dauer- und Spätschäden wie Muskelverspannung bis Muskelverhärtung, Gelenkschäden und Fehlstellungen des Bewegungsapparats vorprogrammiert sind.

Ein Hund, der nur auf den Krallenspitzen läuft, kann seine Ballen nicht ordentlich nutzen, die ihm im normalen Zustand als eine Art ABS-Bremssystem und Federung dienen. Generell besteht bei überlangen Hundekrallen die Gefahr, dass sie einreißen, brechen oder auch abreißen. Ungenutzte Krallen der fünften Zehen sog. Wolfskrallen, die sich an den Hinterbeinen etwas oberhalb der Pfote befinden, können ins Fleisch wachsen und neben Schmerzen auch Entzündungen verursachen. Mit langen Wolfskrallen kann Ihr Hund im Gebüsch an etwas hängen bleiben und sich diese sogar ausreißen.

Haare zwischen den Pfotenballen verfilzen gerne und dienen Parasiten wie Zecken und Milben als gutes Versteck. Im Winter können sich dort beißendes Streusalz, verletzender Split und dauerhafter Schmutz ansammeln, wodurch Entzündungen oder Infektionen entstehen können.

Tipps zur richtigen Pfotenpflege

Für die Pfotenpflege benötigen Sie eine kleine Standardausstattung mit Utensilien wie:
  • Spezielle Krallenzange, bei kleinen Hunden genügt ein Krallentrimmer
  • Fellschere mit stumpfen Enden
  • Krallenfeile
  • Taschenlampe, Kopflampe oder andere starke Lichtquelle
  • Ggf. eine kleine Badewanne
  • Spezielles Pfotenbalm

Wenn Ihrem Hund die Haare über den Pfoten hängen, dann kürzen Sie diese auf die Höhe der Krallen. Auch die Haare in den Ballenzwischenräumen müssen weggeschnitten werden, damit sie nicht verfilzen und den Hund rutschen lassen. Benutzen Sie dafür ausschließlich eine Spezialschere mit abgerundeten Enden.

Sind die Pfoten Ihres Hundes besonders angegriffen, so gönnen Sie ihm ein pflegendes Pfotenbad. Zu diesem Zweck geben Sie ausreichend viel handwarmes Wasser in eine Wanne und shampoonieren darin seine Pfoten. Spülen Sie diese anschließend gründlich aus und trocknen sie mit einem saugfähigen Handtuch vorsichtig ab. Danach können Sie mit dem Krallenschneiden fortfahren und anschließend die Ballen mit einem Pfotenbalm massieren.

Krallenschneiden erfordert eine gewisse Übung im Umgang mit der Krallenzange und Feile sowie einen ruhigen Hund, der Ihnen vertrauensvoll die Pfote gibt. Bitte lassen Sie sich beim ersten Krallenschneiden von einem Tierarzt über die Schulter schauen und beraten.

Die Hundekrallen müssen so geschnitten sein, dass sie den Boden nicht berühren. Gleichzeitig dürfen Sie nicht das in der Hundekralle befindliche sog. Leben verletzen, da es sehr stark blutet und dem Hund große Schmerzen bereitet. Lesen Sie im Fressnapf-Ratgeber Krallen schneiden beim Hund, wie Sie die für den Hund oftmals unangenehme Krallenprozedur für ihn optimal gestalten. Kann man den Ratgeber einsehen?

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Pfotenpflege im Winter: Warum ist das notwendig?

Während der kalten Jahreszeit können Straßen und Wege nicht nur spiegelglatt, sondern für die Pfoten Ihres Hundes richtig unangenehm werden. Streusalz oder hartes Streugut reißen die Pfotenballen des Hundes auf und verursachen unangenehmes Brennen oder sogar blutige Verletzungen, die potenziell zur Entzündung führen können. Rollsplitt, Eis und Schnee zwischen den Zehen macht Ihrem Hund im Winter gleichfalls viel zu schaffen, vor allem dann, wenn sie in den zu langen oder verfilzten Haaren zwischen den Ballen hängen bleiben.

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Daher gehört zu den sinnvollen Wintervorkehrungen rund um die sensiblen Hundepfoten:
  • Das Fell um die Pfote herum und zwischen den Ballen kürzen.
  • Die Ballen mit spezieller Pfotensalbe geschmeidig halten.
  • Spezielle Hundeschuhe oder wetterfeste Söckchen bei besonders sensiblen Pfoten anziehen.

Nach dem Winterspaziergang: Pfotencheck mit Pflegefaktor

Zurück nach einem Spaziergang beginnt dann das winterliche Pflegeprogramm. Säubern Sie mit warmem Wasser die Pfoten Ihres Hundes und trocknen sie diese anschließend gut ab. Dabei sollten Sie die Ballen auf Risse oder Verletzungen kontrollieren und den Stand der Krallen überprüfen. Zu guter Letzt werden die Pfötchen mit einem speziellen Pfotenbalm gefettet. So bleiben die Ballen lange geschmeidig, optimal geschützt und gesund. Damit kann Ihr Hund wieder losflitzen! Das Beknabbern und Belecken der Pfoten nach einem Schneespaziergang kann auch aus der kribbelnden wieder ansteigenden Durchblutung resultieren.

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Die Hundepfote: Wunderwerk der Natur

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