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Ohrenpflege beim Hund: So reinigen Sie Hundeohren richtig!

Regelmäßige Ohrenpflege beim Hund ist eine wichtige Pflegeanwendung und stärkt die Bindung zwischen Ihnen und Ihrem tierischen Begleiter. Das Berühren, Reinigen und intensives Begutachten der Ohren sollten für Ihren Hund zur angenehmen Regel werden. Studieren Sie diese mit Ihrem Hund am besten schon im Welpenalter ein. Haben Sie keine Bedenken, die Ohrenpflege Ihres Hundes auf den täglichen Plan zu setzten, denn auch im Rudel gibt es Ohren-Pflegerituale. Denn die Ohren sind wichtige und empfindliche Sinnesorgane des Hundes – eine verschleppte Infektion oder ein unbehandelter Parasitenbefall kann einen großen Gehörschaden anrichten.

Lesen Sie hier, was zu einer guten Ohrenpflege dazu gehört und wie Sie möglichen Ohrenkrankheiten Ihres Hundes vorbeugen.

Wissenswertes rund um die Hundeohren

Das Hundeohr besteht aus dem äußeren Ohr (Außenohr), dem Mittelohr und dem Innenohr. Die Ohren sind überaus wichtige Organe für den Hund. Mit ihnen kommunizieren die Hunde untereinander, sie geben ihm Orientierung, stabilisieren sein Gleichgewicht und zeigen an, aus welcher Richtung die spannenden oder gefährlichen Geräusche kommen: ihre Stimme oder Pfiff, das erfreute Bellen oder das warnende Knurren eines Artgenossen.

Ihr Hund hört um ein Vielfaches besser als Sie und kann sowohl höhere als auch tiefere Frequenzen wahrnehmen. Gesunde Hundeohren sind gut durchblutet und innen sauber.

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Ohrenkrankheiten beim Hund: Das sollten Sie wissen

In der Regel verfügen die Ohren des Hundes über ausreichende Selbstreinigungskräfte wie: Bildung von „Ohrenschmalz“ (Cerumen), feine Schutzhaare, gute Belüftung und Durchblutung. Durch die vielfältigen Hunderassen haben sich die Ohrenformen unserer Vierbeiner jedoch so stark verändert, dass die natürlichen Reinigungsmechanismen leider nicht immer gut funktionieren. Hier müssen Sie wachsam sein und die Reinigung zuweilen selbst übernehmen.

Die häufigsten Ohrenkrankheiten beim Hund betreffen das Außenohr, d. h. die Ohrmuschel und den äußeren Gehörgang.

Hunde, die häufiger von Ohrenproblemen betroffen sind:
  • Langhaarige Rassen mit Schlapp- und Knickohren
  • Hunde mit starker Behaarung im Außenohr
  • Allergische Hunde (Futtermittelallergie, Umweltallergie)

Abgeknickte und stark überhängende Hundeohren sind schlechter durchlüftet und bieten ein feuchtes, warmes Klima, in dem Keime, Pilze und Bakterien gut gedeihen können. Bei Knickohren ist der Gehörgang meist zu eng, sodass sich dort Schmutz und Erreger gut einnisten können. Wohingegen bei stark behaarten Hundeohren – bspw. beim Pudel – die Haare den Gehörgang verstopfen, sodass das Ohrenschmalz nicht auf natürliche Weise abfließen kann und das Ohr selbst nicht richtig belüftet wird. Dadurch können Entzündungen schneller entstehen. Zecken, Milben sowie andere Parasiten lieben ein solches „geschütztes“ Milieu.

Ohrenentzündung beim Hund

Sobald die Lauscher Ihres Vierbeiners unangenehm riechen, dunkles Sekret an den Innenseiten haftet oder der äußere Gehörgang aufgeworfen und rötlich ist, liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Ohrenentzündung (Otitis) vor.

Achten Sie ferner auf folgende Symptome:
  • Hund kratzt sich häufig am oder im Ohr
  • Reibt Kopf/Ohren am Teppich
  • Hält seinen Kopf häufig schief, ggf. schüttelt ihn
  • Ist berührungsängstlich an den Ohren
  • Aufjault
  • Ist unruhig bis aggressiv

Ohrenentzündung beim Hund

Behandeln Sie die kranken Ohren Ihrer Fellnase niemals selbst und mit „Hausmitteln“, sondern überlassen Sie die Behandlung unbedingt einem Tierarzt.

Ursachen von Ohrenkrankheiten des Hundes

Darauf sollten Sie achten:
  • Granne sind Ährenspitzen des hohen Grases, in denen Samen heranreifen. Im Sommer können sich Grannen leicht im Hundeohr verfangen und dort bis zum Trommelfell vordringen. Das ist für den Hund besonders schmerzhaft und kann das Trommelfell in Mitleidenschaft ziehen. Sitzen Granne bereits tief im Hundeohr, hilft nur der Tierarzt.
  • Ohrmilben sind winzig kleine Parasiten, die sich im Außenohr und rund um die Ohrenränder festsetzen können. Sie ernähren sich von Hautschuppen und Ohrenschmalz. Infektionen mit Ohrmilben gehen mit starkem Juckreiz einher und sind ansteckend, sodass alle im Haushalt lebenden Tiere behandelt werden müssen. Einen Milbenbefall erkennen Sie am braunschwarzen Gekräusel in der Ohrmuschel und an den Ohrrändern. Eine tierärztliche Konsultation ist unbedingt notwendig, bei der Sie ein spezielles Reinigungsmittel und eine Milben abtötende Salbe bekommen. Achten Sie gleichzeitig auf Zecken im Ohr und entfernen diese unverzüglich mit einem Zeckenhaken.
  • Umwelt- und Futtermittelallergien beim Hund verursachen regelmäßig Ohrenprobleme. Die Symptome (Juckreiz, Schmerz) lindern Schmerzmitteln und Antiallergika, die Ihnen der Tierarzt geben wird.

Ohren reinigen beim Hund: So machen Sie es richtig

Prävention ist bei Hundeohren die beste Medizin. Da Ohrenkrankheiten immer einer tierärztlichen Behandlung bedürfen, sorgen Sie dafür, dass es dazu erst gar nicht kommt.

Inspizieren Sie bei langhaarigen Hunden mit Knick- und Hängeohren diese am besten täglich nach dem Gassigang.

Wenn die Ohren Ihres Vierbeiners keine Auffälligkeiten zeigen, dann funktionieren hier die selbstreinigenden Schutzkräfte des Hundeohres bestens und sollten durch Säuberungsaktionen nicht gestört werden.

Einige Hundeohren produzieren aber zu viel Ohrenschmalz (Cerumen), das auf Dauer gewisse gesundheitliche Risiken wie mögliche Verstopfung des Gehörgangs und Ohrenzündungen nach sich zieht. Aber auch Ohrmilben fühlen sich davon angezogen.

Säubern Sie die Hundeohren und entfernen das überschüssige Cerumen am besten wöchentlich bzw. monatlich.

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Dazu eignen sich folgende Mittel:
  • Ein im warmen Wasser getunktes Baumwolltüchlein (fusellos), das Sie sich um den Zeigefinger wickeln. Fahren Sie vorsichtig damit über die innere Ohrmuschel, ggf. mehrfach.
  • Spezielle Ohrreinigungsmittel (bspw. das Epi-Otic). Ins Hundeohr eingeträufelt, vorsichtig von außen einmassiert, lösen nach einer gewissen Einwirkzeit Dreck und Ablagerungen auf. Lassen Sie Ihren Hund sich nach dieser Anwendung kräftig schütteln und so die losen Partikeln selbst loswerden.
  • Spezielle Ohrreinigungstücher für Hunde. Sie sind mit zusätzlichen Essenzen wie bspw. Aloe Vera angereichert und pflegen die empfindliche Ohrmuschel Ihres Hundes zusätzlich.

Ein absolutes No-Go bei der Säuberung der Hundeohren sind Wattestäbchen. Mit ihnen riskieren Sie, das Trommelfell Ihres Hundes zu beschädigen oder Cerumen und Verunreinigungen noch tiefer in den Ohrkanal zu schieben.

Da Hunde an den Ohren sehr empfindlich sind und eine Ohrreinigungsprozedur ungern über sich ergehen lassen, sind helfende Hände, Geduld und gutes Zureden notwendig. Vergessen Sie die Leckerchen als Belohnung nicht.

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