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Ein kleiner Sumpf im Haus: Das Paludarium (Terrarium)

Sumpfgebiete befinden sich meistens an Flussniederungen und Seeufern. In der Terraristik werden sie überwiegend in Paludarien nachgebildet. Ein großer Wasserteil und ein Landteil mit dichter Bepflanzung stellen in einem Paludarium ein exotisches Ambiente her, das faszinierend und begeisternd auf den Betrachter wirkt.

Tiere des Paludariums: Axolotl, Molche und Kröten

Tiere, die in Paludarien gehalten werden, sind zum Beispiel der Axolotl, verschiedene Laubfroscharten, Kröten und Unken, Molche, die Moschusschildkröte und die Grüne Wasseragame. Je nach Tierart wird der ausgeprägte Landteil eher feucht oder eher trocken gehalten. Frösche und Kröten benötigen dabei eine höhere Luftfeuchtigkeit als Reptilien. Es ist deshalb auch ratsam, dass du nicht verschiedene Arten in einem Paludarium gemeinsam pflegst, da die jeweiligen Ansprüche einfach zu verschieden sind.

Einrichtung eines Paludariums: Wasser und Land

Der Landteil kann immer einem Sumpfgebiet ähneln – dicht bepflanzt mit Farnen, Bromelien, Schilf, Bambus und anderen Pflanzen, die eine hohe Luftfeuchtigkeit vertragen. Der Bodengrund sollte aus Torf, Humus oder auch Kies bestehen. Oft wird auch ein Gemisch aus diesen drei Materialien verwendet.

Etwas kritisch ist immer der Wasserstand. Für manche Tiere mag er eventuell zu hoch sein, sodass die Gefahr des Ertrinkens besteht. Deshalb sollte dies unbedingt auf die Bedürfnisse der jeweiligen Art angepasst werden. Eine heikle Sache, wenn man nicht aufpasst. Zur Sicherheit sollte eine Ausstiegsmöglichkeit bis auf den Grund des Wasserteils reichen. Hierzu kannst du Äste und Steine verwenden. Angebracht ist auch die Installation eines Wasserfilters, damit das Wasser gereinigt wird und du somit den Tieren eine saubere Umgebung anbieten kannst. Auf Wasseraufbereitungsmittel kann verzichtet werden, sinnvoll ist jedoch die Anreicherung des Wassers mit 1 bis 2 g Salz (am besten unjodiertes Meersalz). Ein weiterer sehr nützlicher Einrichtungsgegenstand ist ein Vernebler. Per Ultraschallmethode benebelt er das Paludarium und sorgt damit zeitgesteuert für eine konstant hohe Luftfeuchtigkeit.

Die Beleuchtung des Terrarien-Sumpfs: Unterschiede bei Amphibien und Reptilien

Amphibien benötigen in einem Paludarium kein UV-Licht. Ebenso benötigst du keinen Spot, denn Frösche & Co. mögen es nicht gerne so heiß, sondern sie lieben mehr das kühle Feucht. Hier reicht also eine Leuchtstoffröhre mit geringem UV-Anteil. Reptilien hingegen, wie die Moschusschildkröte oder die Grüne Wasseragame, sind auf das UV-Licht angewiesen, weshalb ein UV-Strahler im Paludarium angebracht werden sollte. Ein oder zwei Spotstrahler sind ebenfalls notwendig, damit sich die Reptilien sonnen und gleichzeitig trocknen können.

Ein Nachteil: Die Reinigung eines Paludariums ist schwer

Ein gut eingerichtetes Paludarium ist etwas Faszinierendes. Ist es gut gepflegt und werden die Tiere darin nach ihren individuellen Bedürfnissen gehalten, hast du daran lange Freude. Da sich Paludarien kaum reinigen lassen, sollten die Bewohner natürlich erst dann eingesetzt werden, wenn sie nachweislich parasitenfrei sind. Der Wasserteil stellt leider ein hervorragendes Keimreservoir dar. Sollte sich ein Abfluss installieren lassen, ist dieser bei der Reinigung eine große Hilfe.

Diese Tiere passen zum Paludarium (auch Sumpfterrarium genannt)

  • Amerikanischer Ochsenfrosch
  • Australischer Korallenfingerlaubfrosch
  • Axolotl
  • Chinesische Dreikielschildkröte
  • Chinesische Rotbauchunke
  • Chinesischer Feuerbauchmolch
  • Colorkrabbe, Harlekinkrabbe
  • Gelbwangenschmuckschildkröte
  • Grüne Wasseragame
  • Landeinsiedlerkrebs
  • Moschusschildkröte
  • Rotaugenfrosch
  • Rotaugenlaubfrosch
  • Strumpfbandnatter
  • Tigersalamander
  • Tomatenfrosch