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Ratgeber Katze: Wie du einer ängstlichen Katze die Scheu nimmst

Eben wuselte sie dir beim Züchter noch schnurrend um die Füße, und zu Hause ist plötzlich alles anders. Das neue Kätzchen düst ins nächstbeste Versteck und rührt sich nicht vom Fleck. Sogar dein anhänglicher Kater, der schon Jahre bei dir lebt, kann von heute auf morgen misstrauisch werden. Plötzlich faucht und katzbuckelt er, sobald du dich näherst, und scheint wie verwandelt. Ängstliche Katzen sind angespannt, sie bewegen sich langsam, geduckt, immer das sichere Versteck im Blick. Eine Katze in Angst lässt sich selbstredend nicht anfassen, sondern bleibt fluchtbereit. Jeden Annäherungsversuch quittiert sie mit aggressivem Abwehrverhalten, das sehr schmerzhaft ausfallen kann. Um deiner misstrauischen Mieze die Scheu zu nehmen, ist es wichtig, die Gründe für ihr Verhalten zu kennen.

Für eine Katze sind Angst, Scheu, Misstrauen und Vorsicht überlebenswichtig

Katzen sind Gewohnheitstiere, immer in Habachtstellung, und sie behandeln alles Neue mit gesundem Misstrauen. Ihr Überlebens- und Fluchtinstinkt rät ständig zur größten Vorsicht. Kommt ein Kätzchen in eine neue Umgebung, begegnet es fremden Gerüchen, Geräuschen und Lebewesen. Wie soll sie ahnen, dass von der Waschmaschine, dem Fön und diesen „zweibeinigen großen Tieren“ keine Gefahr ausgeht? Lieber sucht sie sich ein sicheres Versteck, aus dem sie die Lage checken kann. Aber nicht nur ein Umgebungswechsel kann eine Katze vor solche Probleme stellen. Es kann sein, dass deine Katze dich wie einen bedrohlichen Fremdling behandelt, nur weil du die Handcreme oder das Parfüm gewechselt hast. Alles, was plötzlich anders ist, löst instinktiv Vorsicht, Angst und Scheu bei Katzen aus. Die Scheu einer Katze darfst du nicht verwechseln mit großer Berührungsempfindlichkeit. Manche Stubentiger finden Streicheleinheiten einfach unangenehm.

Eine ängstliche Katze überzeugst du mit Geduld, Ruhe und Diskretion

Dem Neuankömmling solltest du anfangs nicht mehr als einen Raum zeigen und riskante Verstecke verbarrikadieren. Gib ihm eine weiche Katzenhöhle in ruhiger Lage, dazu Futter, Wasser und die Katzentoilette, alles mit Abstand voneinander platziert. Verhalte dich ruhig und entspannt, sprich leise und nenn die Katze immer wieder beim Namen. Direkter Augenkontakt heißt für sie Angriffslust, ein diskreter Blick zur Seite mit langsamem Blinzeln zeigt ihr deine friedliche Absicht. Gesell dich zu ihr, wenn sie frisst – aber bleib auf Distanz! Mit Federwedel oder Spielzeugen an einem Stab kannst du ihre Neugier wecken und trotzdem den gebührenden Abstand einhalten. Bleib geduldig! Warte, bis sie deine Nähe erträgt oder sogar sucht, bevor du sie anfasst. Streich ihr wie zufällig am Fell entlang, möglichst nicht am Kopf oder empfindlichen Bauch. Zeigt die Katze Angst, zieh dich sofort zurück und berühre sie erst, wenn sie entspannter ist. Sollte deine Katze dennoch nicht zutraulich werden, lass dich von deinem Tierarzt beraten, denn auch hier kannst du helfend eingreifen, mit alternativen Heilmethoden, bestimmten pflanzlichen Mitteln oder Pheromonsprays.