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Grau, aber nicht farblos. Klug und sensibel – der Graupapagei

Wer sich mit Graupapageien befasst, wird über kurz oder lang auf Alex stoßen. Legendär, ja fast unheimlich ist die Intelligenz dieses Vogels, der von 1976 bis 2007 lebte und der Wissenschaftlerin Irene Pepperberg gehörte. Alex plapperte nicht nur nach, was er aufschnappte, sondern konnte sogar auf Fragen antworten. Wenn seine Besitzerin ihm ein blaues und ein grünes Holzstück zeigte und ihn fragte, wodurch sich die beiden unterscheiden, antwortete der Papagei: „Farbe“.

Du wirst dich nun fragen, ob dein geliebter Graupapagei auch so klug ist und wie du seine Intelligenz fördern kannst. Denn Alex war jetzt nicht die absolute Ausnahme unter den Graupapageien. Diese Vögel sind für ihre Intelligenz, gepaart mit enormer Sensibilität und Empfindsamkeit, bekannt. Viele vergleichen die kognitiven Fähigkeiten von Graupapageien mit denen von Schimpansen oder setzen sie mit denen eines fünfjährigen Kindes gleich.

Empfindlich wie Mimosen

Graupapageien sind nicht nur äußerst sprachbegabt, sondern können auch unsere Gedanken und Gefühle einschätzen. Deshalb wirst du deinem gefiederten Freund auch nicht so leicht etwas vormachen können. Sie reflektieren in ihrem Verhalten, was um sie herum vorgeht. Es klingt verrückt, aber ein Graupapagei würde, wenn er irgendwo herunterfällt, nicht einfach zur Tagesordnung übergehen, sondern über das Geschehene „nachdenken“. Es ist daher gut, wenn dein Graupapagei in einer solchen Situation von dir getröstet wird. Wegen dieser Sensibilität stempeln viele Vogelexperten Graupapageien als nervös und neurotisch ab. Dabei kommt es nur auf die richtige Haltung an. Ein wohlerzogener Graupapagei, der sich geborgen fühlt, kann ein hingebungsvoller Freund sein.

So schlau dein Graupapagei auch sein mag, wenn du dich nicht mit ihm ausgiebig beschäftigst, wird davon nicht viel ans Tageslicht kommen. So früh wie möglich solltest du dich deshalb täglich mit deinem Tier beschäftigen. Bereits mit zwölf Wochen kann ein Graupapagei dank seiner angeborenen hohen Intelligenz Worte wie „Cora“ sagen. Graupapageien sind auch in der Lage, bestimmte Worte mit Handlungen zu verbinden. So soll es Tiere geben, die „Prost!“ sagen, wenn ihr Besitzer eine Flasche öffnet.

Klugheit schützt vor Sturheit nicht

Die Kombination von Intelligenz und Sensibilität macht die Graupapageienhaltung aber nicht unbedingt einfacher. Dein kleiner Tyrann wird sehr schnell versuchen, seine Umwelt zu kontrollieren. Das kann entnervend sein, wenn ein nur knapp ein Pfund schweres Federbündel ständig Forderungen stellt und beleidigt schreit, wenn er seinen Willen nicht durchsetzt. Darum ist es sehr wichtig, dass du dich als sein Besitzer so schnell wie möglich als Leitvogel etablierst.

Ein Graupapagei macht aber auch viel Freude. Vielleicht entwickelt sich ja dein Liebling zu einem zweiten Alex und lernt auch, 50 Objekte korrekt durch spezielle Lautäußerungen zu bezeichnen, einfache Additionen vorzunehmen und Farben und Formen zu unterscheiden.