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Grundsätzlich kommen Katzen mit der Körperpflege gut alleine zurecht. Aber vor allem die langhaarigen und halblanghaarigen Rassen brauchen manchmal etwas Hilfe.
Wer heute in ein Perserkatzengesicht schaut, sieht meistens extrem runde Augen und eine, wenn überhaupt vorhandene, dann sehr kurze Nase. Dieser Extremzüchtung, dem „Peke-Face“, verdanken es die einzig echten Langhaarkatzen, dass sie nicht nur bei der Fellpflege menschliche Hilfe brauchen, sondern auch bei der Pflege der Augen. Denn durch den ständig verstopften Tränenkanal triefen die Katzenaugen oft und sind sehr viel anfälliger für Entzündungen. Hier sollte der Mensch beobachten und eingreifen - aber nur mit den richtigen Mitteln. Absolut verboten ist zum Beispiel die Reinigung der verklebten Augenpartie mit Kamillenextrakt oder Tee, denn das würde zusätzlich reizen. Besser sind Wattebäusche mit lauwarmen Wasser. Hygiene ist hier immer oberstes Gebot: Bitte für jedes Auge einen neuen Wattebausch oder in frisches Papiertaschentuch verwenden.
Die Halblanghaarkatzen wie Maine Coons oder Heilige Birma sind meist besser dran, weil ihre Gesichter nicht so extrem verkürzt sind - aber auch hier lohnt sich ab und zu der prüfende Blick, ob die Augen klar und nicht gerötet scheinen und nicht übermäßig tränen. Bei länger anhaltenden hartnäckigen Beschwerden ist unbedingt der Tierarzt gefragt. Denn Bindehautentzündungen, wie sie zum Beispiel häufig durch Chlamydien hervorgerufen werden, sind nicht nur sehr hartnäckig, sondern müssen auch medizinisch behandelt werden damit keine Schäden bleiben. Schüttelt eine Katze mit dem Kopf oder kratzt sich immer wieder am Ohr, dann liegt das bei den Katzen mit voluminösem Fell weniger an den „Ohrpuscheln“, sondern häufig an Ohrmilben. Die müssen vom Tierarzt behandelt werden. Die normale Ohrenpflege kann man selbst vornehmen, aber immer nur die äußere Ohrnuschel mit einem Wattebausch oder speziellen Tüchern reinigen. Denn wenn man mit Wattestäbchen im äußerst empfindlichen Katzenohr hantiert, kann man es leicht verletzen. Für die Pflege des Gehörgangs dürfen daher nur speziellen Ohrreiniger verwendet werden. Auch hier ist Vorsorge das beste Rezept: Wer zum Beispiel seine plüschigen Miniaturtiger regelmäßig bürstet, sollte bei der Gelegenheit auch einen
Blick in die Ohren werfen.