Obwohl bei Katzen keine Pflicht besteht, sie chippen zu lassen, bietet diese Form der Kennzeichnung auch bei Stubentigern große Vorteile.

Der Mikrochiptransponder ist nicht größer als ein Reiskorn und wird mittels einer Injektionsnadel unter die Haut geschoben. Dazu braucht die Katze keine Narkose, meist genügt es, das Tier etwas abzulenken, wie zum Beispiel bei einer Impfung. Bei ängstlicheren Tieren kann das Setzen natürlich auch gut im Rahmen einer anderen Operation, wie zum Beispiel der Kastration, erledigt werden. Der Transponder sendet in der Folge auch, wie oft befürchtet, keine Strahlung aus und bleibt reaktionslos im Gewebe liegen. Nur durch ein Lesegerät wird er aktiviert und sendet eine fünfzehnstellige weltweit einmalige Nummer aus. Mit dieser Nummer sollte das Tier dann in einer österreichischen Datenbank registriert werden.

Warum solltest du deine Katzen chippen lassen?
Sollte die Katze weglaufen bzw. sich verirren und gefunden werden, kann der Tierarzt oder das Tierheim die Nummer ablesen und mithilfe der Datenbank den Besitzer des Tieres ermitteln und sofort verständigen. Auch in einer nicht wünschenswerten Situation, wenn die Katze z.B. überfahren wird, kann der Besitzer darüber verständigt werden. Deshalb ist es immer wichtig, dass deine Daten (vor allem Telefonnummer) auf dem aktuellen Stand sind und du ggf. Änderungen deiner Daten an das Haustierregister meldest.

Auch für Freigänger mit Katzenklappe hat der Mikrochip große Vorteile. Es gibt Katzenklappen, bei denen die Mikrochipnummern einprogrammiert werden können. Die Klappe öffnet nur noch bei den registrierten Tieren und unliebsame Eindringlinge müssen draußen bleiben. Bei manchen neuen Katzenklappen ist es sogar möglich, die Klappe mit einer App auf dem Handy zu steuern bzw. am Handy nachzuverfolgen, ob und wann die Katzen ein- und ausgehen. Es gibt mittlerweile auch Futterautomaten, die mit Chiperkennung gesteuert werden und dementsprechend nur für die eingespeicherte Katze Zugang zum Futter gewähren.

Oft taucht in Zusammenhang mit dem Chip die Frage auf, ob das Tier damit geortet und aufgefunden werden kann. Das ist leider nicht der Fall, weil der Chip im Ruhezustand keine Information sendet und auch kein GPS Sender ist. Er trägt nur seine Kennzeichnungsnummer, die er beim Ablesen kurz aussendet. Daher ist es auch immer ganz wichtig, den Chip nicht nur zu setzen, sondern auch in einer Datenbank mit den Besitzerdaten zu registrieren!

So funktioniert’s:
Jeder Tierarzt kann einen Mikrochip bei deiner Katze einsetzen. Der Chip ist sehr klein und wird im Bereich der linken Schulter implantiert. Die anschließende Registrierung des Eine rote Katze die von einer Ärztin untersucht wirdChips in einem Haustierregister wie z.B. Animal Data ist ggf. mit einem geringen Kostenbeitrag verbunden und kann vom Tierarzt oder von dir selbst online erledigt werden. Nach wenigen Tagen bekommst du von Animal Data einen Brief mit der Bestätigung der Registrierung. Beim Tierarzt wird die Chip-Nummer auch im Impfpass vermerkt.

Wenn du dir nicht sicher bist, ob das Chippen funktioniert hat bzw. ob der Chip auch nach vielen Jahren noch lesbar ist, kannst du das jederzeit beim Tierarzt durch ein Lesegerät überprüfen lassen. Aber eigentlich sollte es hier keine Probleme geben und der Chip ist ein Katzenleben lang haltbar.

Für den Grenzübertritt muss eine Katze verpflichtend einen Mikrochip implantiert haben, um eine eindeutige Identifizierung zu gewährleisten. Zusätzlich braucht sie – genauso wie ein Hund – einen EU-Pass und eine gültige Tollwutimpfung bei einer Reise in das Ausland.