Der Winter ist da

Wer die Wildvögel in der kalten Jahreszeit mit Nahrung versorgen möchte, sollte schon im Herbst mit dem Füttern beginnen, um die Tiere an die Futterstellen zu gewöhnen. So können sich auch Vögel, die im Herbst nicht fortziehen, eine kleine Reserve für frühe Wintereinbrüche anfuttern.
In den vergangenen 20 Jahren ist die Zahl unserer Singvögel drastisch gesunken. Und auch die Vielzahl der Arten ist rückläufig.

Ein Wildvögel der auf eine Hand mit Futter zufliegtDiesem Wandel liegen mehrere Ursachen zu Grunde: Die zunehmende Bebauung, einseitige Bepflanzung sowie die Versiegelung der landwirtschaftlichen Flächen haben den Lebensraum unserer Vögel nicht nur in der Stadt, sondern auch auf dem Land massiv eingeschränkt und deren natürliche Nahrungssituation in freier Natur dramatisch verändert. Deshalb raten Wildvogelexperten, besonders in Regionen, in denen nur wenig natürliche Nahrung zur Verfügung steht, auch zur ganzjährigen Fütterung.

Fütterung ist lebensnotwendig

Doch vor allem in der kälteren Jahreszeit und im Winter ist die Fütterung durch den Menschen lebensnotwendig. Bei Frost brauchen Vögel enorm viel Energie, um die Körpertemperatur aufrecht zu erhalten. Besonders kleine Vögel, wie zum Beispiel Meisen oder Rotkehlchen, verlieren schon bei geringen Minustemperaturen zehn bis 15 Prozent ihres Körpergewichts in nur einer Nacht. Um den Energieverlust wieder auszugleichen, zählt darum in der Früh nur eins: Fressen, so schnell es geht! Finden die Piepmätze nicht rechtszeitig hochwertiges Futter, geraten sie rasch in Lebensgefahr. Je besser die Qualität des Futters, desto schneller kann der Singvogel seine Energiereserven wieder auffüllen.
Beim Füttern spielen die Art des Futters, Hygiene und der Platz eine wichtige Rolle. Experten empfehlen moderne Futterhäuser und Futtersilos zum Aufhängen. So kommen die Vögel an das Futter, ohne es zu verschmutzen. Da die Stangen schmal und kurz sind und die Futteröffnungen klein, besteht keine Gefahr, dass die Körner im Schlund gieriger Krähen landen. Wichtig ist auch, dass das Futter nicht feucht oder schimmelig wird. Weitere nützliche Informationen rund um das Futterhäuschen findest du hier.

Fütterungstipps

Mehrere kleine Futterstellen sind immer besser als eine große. Damit die Vögelchen dabei nicht selbst zum Leckerbissen von Räubern, wie etwa Katzen und Marder werden, montiert man die Futterstellen mindestens eineinhalb Meter vom Boden entfernt und freistehend. Darüber hinaus ist der Speiseplan nicht für alle Vögel gleich. Es gibt Körnerfresser wie Spatzen, Meisen und Finken, aber auch sogenannte Weichfresser (Insektenfresser) wie Amseln, Drosseln und Rotkehlchen. Letztere brauchen auch im Winter eiweißhaltige Nahrung.

Ganz wichtig: Wer einmal mit dem Füttern anfängt, sollte den ganzen Winter konsequent weiterfüttern, weil sich die Vögel auf die Futterquellen verlassen.

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